Aschenvater – Landungsfeldmassaker

Willkommen im Warhammer 40k Universum

Artist: Aschenvater

Herkunft: Deutschland

Album: Landungsfeldmassaker

Spiellänge: 27:25 Minuten

Genre: Death Metal

Release: 30.04.2021

Label: Dead Center Productions

Link: https://aschenvater.bandcamp.com/

Bandmitglieder:

Gesang – Oliver
Gitarre – Marko
Bassgitarre – Marcus

Tracklist:

  1. Der Beginn // Tag Der Abrechnung
  2. Sturmreif // Der Verräterkönig
  3. Im Feuersturm // Entfesselte Götter
  4. Blut Auf Schwarzem Sand // Im Todesrausch
  5. Massaker // Echos
  6. Durch Das Kadavermeer // Geschenke Des Krieges
  7. Verräter // Visionen Der Hölle

Die deutsche Band Aschenvater existiert seit 2016 und ist zu dritt unterwegs. Der Bandname ist inspiriert durch das Universum von Warhammer 40K, das auch als Inhalt für diese erste EP namens Landungsfeldmassaker dient. Es geht um eine Schlacht auf Istvaan V, das Landungsfeldmassaker.

Die Burschen sind tief im Underground verwurzelt und lieben anscheinend den Old School Death Metal und die Kriegsthematik wie viele andere Bands auch, u.a. Asphyx, Hail Of Bullets oder Bolt Thrower. Und genau diese drei Bands sind es auch, die ich im Kopf habe, wenn ich das Material höre. Gerade die niederländische Fraktion rund um Martin van Drunen muss hier als Einfluss erwähnt werden. Die EP wurde im eigenen Studio (Goliath-Studio in Görlitz) aufgenommen, gemischt und gemastert. Für den Gitarrensound verwendet man das gute Boss-Pedal und begibt sich somit in das HM2-Universum. Man erschafft damit einen rohen, kraftvollen und zerstörerischen Sound und begibt sich auch soundtechnisch auf kaputte Schlachtfelder.

Das Warhammer 40k Universum spielt in einer dystopischen Zukunft, in der die Menschheit und zahlreiche andere Spezies um die Vorherrschaft und das Überleben im Universum und um das Erreichen von unzähligen Planeten bis hin zur Eroberung ganzer Systeme kämpfen. Diese Thematik passt natürlich bestens zum Death Metal.

Musikalisch nimmt man von der ersten Sekunde an keine Gefangenen. Nach den ersten Klängen des Openers Der Beginn // Tag Der Abrechnung fühlt man sich gleich wie auf einem Schlachtfeld. Natürlich darf das bedrohliche obligatorische Intro nicht fehlen und so läutet man das Geschehen mit langsamen Gitarren- und Drumklängen ein. Die langsame Doubelbass drückt sehr gewaltig.

Sturmreif // Der Verräterkönig kommt dann richtig aus den Boxen geknattert. Gitarrenvorspieler. Der HM2-Sound erklingt, aber, wie bereits erwähnt, geht man nicht den schwedischen Weg, sondern den niederländischen, um das mal so zu nennen. Man feuert im feinsten Uptempo los und geht dann in einen schönen, schnellen Midtempopart mit fixer Doubelbass. Sehr geiles Riffing. Gitarre und Gesang laufen parallel alleine und dann in einen langsameren Midtempopart, um darauf wieder Vollgas zu geben. Gefällt mir sehr gut. Und wieder in den Uftatapart rein. Ja, das drückt, das knallt und das zerstört. Ein Solo folgt und der wilde Ritt geht weiter. Asphyx lassen grüßen. Sehr geil. Schönes, lang gezogenes Riffing. Sehr hohes Aggressionspotenzial. Ein wenig klingt Oliver auch nach Martin van Drunen. Die Burschen singen auf Deutsch und das kommt sehr gut rüber. Die Melange zwischen tiefen Growls und höheren Screams passt sich dem Druck der Musik an.

Nach dem reinen Vernichtungsopener liefert uns Im Feuersturm // Entfesselte Götter eher ruhige Klänge, zumindest in den ersten Minuten. Ebenso wie die Niederländer verbindet man hier doomige Klänge mit Death Metal Riffs. Kommt aber sehr gut rüber und nach der Hälfte hat man sich überlegt, doch noch einmal Gummi zu geben. Kurze Vorspieler, kurzes Growling und dann in einen schnelleren Uftatapart. Dieses lang gezogene, teilweise melodische Riffing kann überzeugen. Den Rest erledigen das Drumming und der Sound. Macht Laune.

Auch Blut Auf Schwarzem Sand // Im Todesrausch beginnt doomig und schleppend und hat einen gewissen Bolt Thrower Charme. Nachdem man das Tempo wieder angezogen hat, ist der Charme verflogen und man klingt wieder ein wenig nach Asphyx. Dieses ist aber nur ein Hinweis. Die Burschen klauen nicht oder kopieren, sondern sind nur sehr beeinflusst. Zwar hat man das Riffing sicherlich schon das eine oder andere Mal gehört, aber das stört mich kein bisschen. Die lang gezogenen Riffs und das Wechseln des Tempos machen Laune. Die Riffs passen und die Drums knallen. Ein geiles Riff wird erst langsam vorgetragen und dann niedergeknüppelt. Passt.

Natürlich darf auch ein Kriegsszenario nicht fehlen und so hört man zu Beginn von Massaker // Echos Bomben bzw. Maschinengewehrsalven fliegen. Danach erfolgt ein Instrumentalsong. Hier agiert man wieder sehr schleppend und langsam. Im Midtempo rifft man sich zur Schlacht.

Die Schlacht geht dann mit Durch Das Kadavermeer // Geschenke Des Krieges weiter und die jetzt schon bekannten Trademarks werden fortgesetzt. Besonders der doomige Part am Ende kann mich hier überzeugen, da dieser so etwas von druckvoll aus den Boxen kommt. Knallt. Die Blastbeats ballern alles weg und die Breaks sorgen für eine gesunde Abwechslung. Diese Schlacht haben sie auf jeden Fall gewonnen.

Verräter-Verräter – So kommt es aus den Boxen und der Anfang von Verräter // Visionen Der Hölle ist abgehandelt. Ein melodisches Lead im Uftatatempo wird vorgetragen und dann erfolgt der Wechsel ins Uptempo. Sehr schön. Wieder Tempowechsel und die Doublebassmaschine läuft. Ein herrlicher Mitgrölpart wurde eingebaut und macht das Ganze noch interessanter. Geiler Song. Die Tempovariationen und die guten Riffs fetzen auch hier.

Man darf gespannt sein, was da noch so kommen mag. Die Band äußert sich wie folgt: „Mit der Veröffentlichung der Landungsfeldmassaker EP schließen wir das erste Kapitel ab. Riffs, Texte und Ideen für weitere Veröffentlichungen sind in Arbeit und warten nur darauf, in Form gebracht zu werden. Auch eine Live-Besetzung ist geplant. Aber bis dahin tobt die Schlacht des Landungsfeldmassakers mit unglaublicher Härte!“

Aschenvater – Landungsfeldmassaker
Fazit
Die Death Metal Liebhaber von Aschenvater liefern uns auf ihrer ersten EP kompromisslosen klassischen Death Metal ab, der Fans von Hail Of Bullets, Asphyx und Bolt Thrower begeistern dürfte. Das Rad wird im Warhammer 40K Universum nicht neu erfunden, aber die drei Protagonisten wissen, wie man es ordentlich dreht.

Anspieltipps: Sturmreif // Der Verräterkönig und Verräter // Visionen Der Hölle
Michael E.
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