Broken Fate – The Bridge Between

“Hier werden keine Brücken gebaut“

Artist: Broken Fate

Herkunft: Zürich, Schweiz

Album: The Bridge Between

Spiellänge: 73:14 Minuten

Genre: Modern Metal, Modern Thrash Metal

Release: 06.11.2015

Label: Massacre Records

Link: https://www.facebook.com/brokenfate6 und http://www.broken-fate.ch

Produktion: Music Factory Studios, Waltenhofen von R.D. Liapakis

Bandmitglieder:

Gesang und Gitarre – Tobias John Bänteli
Leadgitarre – Leopold Stadelmann
Bassgitarre – Patrick Von Gunten
Schlagzeug – Alessandro De Cicco

Tracklist:

  1. The Beginning (Intro)
  2. Your Night
  3. Mind Control
  4. The Bridge Between
  5. No Chance
  6. Thorns Of A Rose
  7. Rising To The Dream
  8. Freedom
  9. Fall Of Serenity
  10. The Moment With You
  11. Take You Away
  12. Forever In Me
  13. Broken
  14. Steel Grove
  15. Layla (Bonus)

BROKEN FATE - The Bridge Between

Wenn ich die Geburtsdaten der Bandmitglieder von Broken Fate so sehe, kann ich kaum glauben, dass diese Band bereits im Jahr 2007 gegründet wurde und die Jungs auch einen Plattenvertrag mit einem doch sehr renommierten Label haben. Schon bemerkenswert! Noch kurz zur Geschichte der Band: Nachdem im Jahr 2009 die ersten drei Songs innerhalb kürzester Zeit aufgenommen wurden, bespielten die vier jungen Männer aus der Schweiz einige Bühnen, veröffentlichten im Jahr 2010 das erste Video und legten im Jahr 2012 mit der Debüt-EP Rising To The Dream nach. Trotz einem beständigen Hin und Her zwischen Konzerten und Aufnahmen im Studio war das Debütalbum The Bridge Between dann im August 2014 fertig aufgenommen und wurde am 06.11.2015 über Massacre Records veröffentlicht. Nach den Aufnahmen zu diesem Album gab es übrigens den ersten Besetzungswechsel in der Bandgeschichte, seit Januar 2015 bearbeitet Patrick Von Gunten den Bass.

Da ich an vielen anderen Stellen gelesen hatte, dass Broken Fate einen gelungenen Mix aus Metalcore und Thrash Metal spielen, und Metalcore eins meiner Lieblingsgenres ist, habe ich mir dieses Album zum Review gegriffen. Aber entweder habe ich was an den Ohren, oder es gibt einen Metalcore, den ich noch nicht kenne. Das, was hier über 73 Minuten aus den Boxen knallt, ist, bis auf zwei Balladen, schlicht und ergreifend (Modern) Thrash Metal, bei dem man aus einigen Songs definitiv den Einfluss des großen Vorbildes Metallica raushört. Die Songs an sich strotzen natürlich vor sehr geilen Riffs, es gibt auch feine Soli zu hören, und wie viele Drumsticks Alessandro De Cicco nach den Aufnahmen wegschmeißen konnte, möchte ich lieber nicht wissen. 😀

Knackpunkt des Albums ist allerdings, dass bei allem handwerklichen Geschick und toller Spielweise, die die Jungs hier an den Tag legen, für mich ein Song wie der andere klingt. Ausnahmen davon sind natürlich die Powerballade Thorns Of A Rose und die Ballade The Moment With You. Ansonsten ist mir selbst beim instrumentalen Steel Groove erst ziemlich spät aufgefallen, dass hier nicht gesungen wird, denn ich war schon längst abgedriftet. Ausgerechnet der Bonustrack Layla fällt dann doch noch ein wenig aus dem Schema F heraus, klingt er doch wie eine ausgesprochen harte Version von Volbeat. Das ist mal richtig gelungen!

Fazit: Man muss wohl wirklich Fan von Thrash Metal sein, um die Unterschiede zwischen den Songs zu hören. Für mich klang schon nach ziemlich kurzer Zeit ein Song wie der andere, abgesehen von den beiden Balladen natürlich. Den an anderen Stellen erwähnten Metalcore habe ich nun überhaupt nicht heraushören können und das ist eins meiner absoluten Lieblingsgenres. Handwerklich sicherlich gut gemacht, und die Produktion ist auch erste Sahne, was bei dem Produzenten kein Wunder ist. Der Gesang von Tobias John Bänteli ist Geschmackssache, meinen trifft er nicht ganz, was aber bei etwas mehr Abwechslung über die Laufzeit des Albums auch vernachlässigbar wäre.

Anspieltipps: Rising To The Dream, Take You Away und Layla
Heike L.
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