Quelle: Theprp.com

Cannabis Corpse – Left Hand Pass

“Die Steel Panther des Death Metal“

Artist: Cannabis Corpse

Herkunft: Richmond, Virginia, Vereinigte Staaten

Album: Left Hand Pass

Spiellänge: 37:00 Minuten

Genre: Death Metal

Release: 08.09.2017

Label: Season Of Mist Records

Link: https://cannabiscorpseofficial.bandcamp.com

Produktion: Phil „Landphil“ Hall

Bandmitglieder:

Gesang, Bass – Phil „Landphil“ Hall
Gitarre – Ray Suhy
Schlagzeug – Josh „Hallhammer“ Hall

Tracklist:

  1. The 420 Crusade
  2. In Dank Purity
  3. Final Exhalation
  4. Chronic Breed
  5. In Battle There Is No Pot
  6. Grass Obliteration
  7. Left Hand Pass
  8. Effigy Of The Forgetful
  9. Papyrus Containing The Spell To Protect Its Possessor Against Attacks From He Who Is In The Bong Water
  10. The Friends That Come To Steal The Weed Of The Deceased

WAS? Ein neues Album von Cannibal Corpse? – Oh nein, doch nicht“… So erging es wahrscheinlich den meisten, als sie das erste Mal etwas von einem Release der Jungs aus Virginia gehört haben!

Landphil von Municipal Waste gründete die Band 2006 als Side Project, das textlich gesehen eine Parodie von Cannibal Corpse darstellen sollte und sich thematisch statt mit Tod, Hass und Verderben viel mehr mit allem beschäftigt, was auch nur annähernd etwas mit Marihuana zu tun hat. So auch das im September veröffentlichte, fünfte Studioalbum Left Hand Pass. Was also musikalisch gesehen WIRKLICH mit Deicide, Morbid Angel oder Death zu vergleichen ist, wird lediglich noch mit Songtiteln wie In Battle There Is No Pot, Grass Obliteration oder Papyrus Containing The Spell To Protect Its Possessor Against Attacks From He Who Is In The Bong Water verziert. Sind wir also mal gespannt, was das Ironie Trio wirklich zu bieten hat…

Der Opener The 420 Crusade belegt genau das, worauf ich oben bereits etwas eingegangen bin – Die Musik entfesselt sich von jeglicher Ironie der Texte und unterstreicht, dass das Trio eindeutig etwas von ihrem Handwerk versteht. Wer in den folgenden Songs einmal genauer hinhört, wird auf jeden Fall merken, wer hier an der Axt steht. Die technische Brillanz, die Suhy bereits in Six Feet Under an Bass und Gitarre an den Tag gelegt hat, ist auch hier kaum zu überhören – vertrackte Riffs und Soli, die dennoch nicht zu technisch wirken (wenn sie es auch sind) und somit nicht, wie bei manch anderen Bands den Hörer überfordern. Wer bei Chronic Breed immer noch nicht den Drang verspürt den Kopf zu schütteln, dem ist auch mithilfe der linken Hand und ihrer Funktion (auf dem Album natürlich lediglich dezent angedeutet) nicht mehr zu helfen. Alleine durch den Riff, kurz nach der ersten Minute und dem darauffolgenden, groovenden Refrain, eingeleitet durch ein Kurzes und doch Aussagekräftiges „Kill Me“, weiß Nummer vier zu überzeugen.

In Battle There Is No Pot führt den Groove voran und baut sich im Laufe des Songs immer weiter auf. Auch Grass Obliteration ist, abgesehen von der Namensgebung, nichts allzu Besonderes – allerdings gibt es auch nichts zu meckern. Selbst für die alten Hasen wird es wenig Negatives anzumerken geben. Ich finde, man hört die Huldigung namhafter Oldschool Death-Bands förmlich heraus, was zweifellos ein weiterer Grund ist auch für jahrelange Fans der Szene wenigstens einmal in das erste durch Season Of Mist veröffentlichte Werk reinzuhören. Zu den folgenden Kompositionen ist demnach auch nicht mehr allzu viel hinzuzufügen – nichts, was man noch nicht gehört hat, aber auch nichts Außergewöhnliches. Gleichzeitig sind Cannabis Corpse aber doch ziemlich einzigartig in der Szene, denn welche Band kann sonst noch mit Titelnamen um sich werfen, die 19 Worte umfassen? Mir fällt da spontan keine ein ?

 

Fazit: Cannabis Corpse fahren kein großes Fass auf – zwar ist das Trio, was die Lyrik angeht, allemal einfallsreich gewesen und hat auch die musikalische Seite keinesfalls außer Acht gelassen, aber gibt es nur wenige Titel, die wirklich herausstechen. Das macht Left Hand Pass im Großen und Ganzen zwar grundsolide, jedoch fehlt es an wirklich herausstechenden Songs. Zwar gibt es mit The 420 Crusade, Chronic Breed oder durchaus auch mit der Nummer neun (auch wenn der Titel etwas abschreckt), Titel die sich einen Platz auf der ein oder anderen Death Metal Playlist verdient hätten, die aber eben auch nichts wirklich Besonderes sind.

Anspieltipps: The 420 Crusade und Chronic Breed
Julian N.
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