Chalice Of Sin – Chalice Of Sin

18.06.2021 - Heavy Metal - Frontiers Music s.r.l. - 48:38 Minuten

Neues aus dem Hause Frontiers. Sänger Wade Black, bekannt von Crimson Glory, Leatherwolf und Seven Witches sowie Haus- und Hof-Produzent Alessandro Del Vecchio haben sich auf Initiative von Frontiers Boss Serafino Perugino zusammengetan, um ein neues Projekt, eben Chalice Of Sin, aus der Taufe zu heben. Dazu gesellen sich Martin Jepsen Andersen als Gitarrist und Schlagzeuger Mirkko De Maio und vervollständigen die Truppe. Das Resultat ist eine Band, die im Stile des 80er/90er-Jahre Heavy Metals agiert. Wer also Savatage, Metal Church oder eben auch Crimson Glory mag, sollte hier mal ein Ohr riskieren. Bereits der Opener Chalice Of Sin lässt die Nähe zu Savatage deutlich hervorstechen. Dazu gesellt sich glücklicherweise nicht zu viel Bombast, was in Anbetracht des Cover-Artworks und des Mitwirkens von Alessandro zu vermuten gewesen wäre. Dafür hat Martin Anderson bereits im ersten Song gute Momente, die sich im Verlaufe der elf Songs weiter entwickeln. Allerdings weisen immer wieder Songs wie The Show Parallelen zu Savatage auf, allerdings ohne deren Hitpotenzial zu erreichen. Wade Blacks Stimme verleiht den Songs eine gewisse Richtung, die ohne Weiteres als gut anhörbar tituliert werden darf. Dass hier das Rad nicht neu erfunden wird, ist auch deutlich und so sticht kein Song aus der Menge deutlich heraus. Handwerklich allesamt gut umgesetzt, lassen sich Songs wie Great Escape und Sacred Shrine als ordentliche Metalsongs gut an und die sonst oftmals von Del Vecchio stark eingesetzten Keys und symphonischen Anteile bleiben weitestgehend außen vor bzw. werden dezent im Hintergrund eingesetzt. Mit Miracle kommt eine weitere Facette zum Tragen. Die Halbballade steht der Band gut und zeigt, dass sie es auch ruhiger angehen kann. Auch Through The Eyes Of A Child geht in die Balladenrichtung und setzt die Stimme von Wade Black durch die sparsame Instrumentalisierung in den Vordergrund.  Dass es so ganz ohne eine starke Duftmarke von Alessandro nicht geht, wird dann in The Fight deutlich. Da schöpft er aus seinen symphonischen Töpfen und zeigt, dass er nicht nur bei anderen Bands seinen Einfluss geltend macht. Mit dem abschließenden Nightmare, das mit Miracle mein Anspieltipp ist, endet eine Scheibe, die nicht als großer Wurf bezeichnet werden kann, aber deutliches Potenzial nach oben hat. Mal sehen, wie sich Chalice Of Sin in der Zukunft entwickeln. Man sollte sich den Namen aber ruhig merken.

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Chalice Of Sin – Chalice Of Sin
Kay L.
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