Coffin Mulch – Septic Funeral (EP)

William Wallace Söhne und der Hang zum Old School Death Metal

Artist: Coffin Mulch

Herkunft: Schottland

Album: Septic Funeral (EP)

Spiellänge: 20:36 Minuten

Genre: Death Metal

Release: 26.02.2021

Label: Redefining Darkness Records

Link: https://www.facebook.com/coffinmulch

Bandmitglieder:

Gesang – Al
Gitarre – David
Bassgitarre – Rich
Schlagzeug – Fraser

Tracklist:

  1. Septic Funeral
  2. Black Liquefaction
  3. Live Again
  4. Onward To Death
  5. Carnivorous Subjugation
  6. Coffin Mulch

Sind wir doch einmal ehrlich. Kann man je genug vom Death Metal haben? Ich lasse nur ein lautes und klares Nein gelten. Coffin Mulch aus Schottland denken bestimmt ähnlich, und so haute man nach der Gründung im Jahre 2019 gleich ein Demo heraus und nun lassen sie eine weitere EP folgen. Das kleine Label Redefining Darkness Records bringt eigentlich immer ganz coole Sachen heraus. Diese EP gibt es auf Vinyl und ist auf 200 Stück begrenzt.

Septic Funeral beginnt düster und schleppend. Hier wird Schmutz geboten. Diesen hat man gerne und präsentiert ihn zu Beginn ganz langsam. Der Gesang ist growlig, aber mit Hall versehen und der dreckigen Produktion angepasst. So präsentiert man sich musikalisch sehr am Doom/Death der Neunziger, als Bands wie Paradise Lost, Amorphis und vor allem My Dying Bride noch richtig aggressiv waren. Man stellt sich auf eine ruhige Kugel ein, die sehr boshaft auf einen zugeflogen kommt, doch nach drei Minuten ändert sich das Szenario und die Burschen heben die Tempobeschränkung auf und geben Gummi. Wow, sehr geil, zumal der Part richtig fetzt und genau zur rechten Zeit kommt. Zu dem fixen Tempo gesellt sich ein atmosphärisches Gitarrenspiel. Ein gelungener Song der Schotten.

Black Liquefaction wird mit verzerrtem Gitarrengejaule eingeleitet, ein Uftata und die Reise geht ins Uptempo. Sehr punkig das Ganze. Die Gitarrenarbeit klingt teilweise schwedisch, die Uftata regiert den Tagesablauf. Leider macht sich hier die Produktion ein wenig bemerkbar, stört schon ein wenig, aber es gibt Schlimmeres. Ein bisschen D-Beat geht ja auch immer. Ein ziemlich cooles Solo verschönert mir den Tag und auch ein melodisches Gitarrenlead kommt geil, aber irgendwie ist der Song sehr abrupt zu Ende. Hm, aber kommt eigentlich ganz geil.

Live Again ist eine kurze Attacke. In knapp 110 Sekunden wechselt man vom Uptempo zu Geschleppe und zurück zum Uptempo. Da hätte man mehr draus machen können.

Onward To Death bietet genau das, was ich erwarte. Der Anfang ist wieder sehr doomig. Dazu wird eine kleine Melodie geboten, die Laune macht. Es erfolgen Vorspieler und es geht wieder in einen Uftatapart mit melodischem Gitarrenspiel. Break und weiter mit einer Death Metal Attacke. Hier zeigen sie sich von ihrer abwechslungsreichen Seite, denn Riffing und Tempowechsel kommen sehr gut. Diesen Stil mag ich. Zumal der Sound jetzt auch drückt. Ein wildes Gitarrensolo darf nicht fehlen.

Carnivorous Subjugation baut sich gerade mit einem coolem Riffing auf und ist dann auch schon nach 47 Sekunden zu Ende. Finde ich nicht so geil.

Kommen wir auch schon zum Ende. So wie die Band, so heißt auch dieser Song. Coffin Mulch ist nicht neu, da dieser Song schon auf dem Demo zu hören war. Allerdings hat die Band ihn noch einmal überarbeitet und er ist länger geworden und hat somit eine Daseinsberechtigung auf dieser EP. Wieder legt man in bester Doommanier los und dann machen sie so richtige Laune, da sie schön dreckig klingen. Eine Melodie begleitet die düstere Schlepperei und nach einem Break wechselt man in einen guten, wenn auch nicht originellen Midtempopart. Wer auf Autopsy abfährt, wird diesen Song absolut mögen. Am Ende regnet es dann noch ein wenig Blut und dann sind die 20 Minuten auch schon um.

Bis auf die zwei kurzen Songs ein gelungenes Werk der Schotten.

Coffin Mulch – Septic Funeral (EP)
Fazit
Coffin Mulch machen auf ihrer ersten EP vieles richtig. Die Neunziger Doom/Death Zeiten lassen grüßen und wenn sie das Wechselspiel der Geschwindigkeiten rausholen, klingen sie richtig fett. Allerdings haben sie auch zwei kurze Songs am Start, die man sich hätte sparen können. Fans sowohl von Autopsy als auch von alten My Dying Bride können zuschlagen.

Anspieltipps: Septic Funeral und Onward To Death
Michael E.
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