Däng – Tartarus: The Darkest Realm

“Einmal in die Hölle und zurück!“

Artist: Däng

Herkunft: North Carolina, USA

Album: Tartarus: The Darkest Realm

Spiellänge: 51:09 Minuten

Genre: Hard Rock / Metal / Progressive

Release: 27.01.2013

Label: No Remorse Records

Link: http://www.dangrocks.com/index.html

Bandmitglieder:

Gesang, Gitarre – Chris Church
Gitarre – Scott Cornette
Bass – Matt Lutton
Schlagzeug – Brian Beaver

Tracklist:

  1. Sisyphus
  2. Salmoneus
  3. Titans
  4. Ixion
  5. Danaides
  6. Tityos
  7. Tantalus

Däng - Tartarus The Darkest Realm

Euch ist es zu dieser Jahreszeit zu kalt und ihr wünscht euch einen wärmeren Ort? Dann kommt das Konzeptalbum Tartarus: The Darkest Realm gerade richtig. Däng schickt euch sieben Songs lang direkt und ohne Umwege an Hades vorbei in die tiefsten Regionen der griechischen Unterwelt. Dort erwartet euch sicher nicht nur ein heißes Pflaster, sondern auch die großen Sünder der griechischen Mythologie. Jeder Song lässt euch den Sündenfall von Sisyphus, Tityos und Co. auf eine zum Teil laute und brutale Art und Weise miterleben. Däng verstehen es dabei perfekt, verschiedene Elemente aus Metal, Dark Rock und Progressive miteinander zu kombinieren und erschaffen damit komplexe Rhythmen, die nicht selten eine bedrückende Stimmung erzeugen. Chris Church untermalt mit seiner melodischen und zum Teil rauen Stimme die düstere Aufmachung des Albums. Nicht ohne Grund wurde Däng als eine der besten Bands ohne Vertrag ausgezeichnet.

Und dennoch, obwohl die Lyrics ausgeklügelt sind, der Genremix gut gelungen ist und Chris Church als Sänger überzeugt, stellt sich eine gewisse Monotonie beim Hören ein. Die Songs wurden alle nach dem gleichen Muster gestrickt. Nach einem kurzen Intro gibt es die Geschichte von einem der armen Sünder, bevor der Song von einem längeren Gitarrenpart beendet wird. Das Tempo liegt dabei meistens im Mittelfeld und wird kaum variiert. Nur selten findet man dabei Teile, die einen Song wirklich von den anderen abheben.

Die Aufmachung des Albums kann hingegen auf der ganzen Linie überzeugen. Das Cover von Scott Woodard ist wirklich gelungen und ein echter Hingucker. Das zwanzigseitige CD-Booklet ist zudem eine nette Zugabe. Für die Sammler unter euch gibt es Tartarus: The Darkest Realm noch auf Vinyl mit zusätzlichen Artworks von Brian Beaver, die ebenfalls zu dem Konzept des Albums passen.

Fazit: Ich bin bei diesem Album wirklich hin- und hergerissen. Die Lyrics sind episch, die Old School-Riffs gehen ins Ohr und allein schon die Aufmachung des Konzeptalbums ist wirklich gut gelungen, aber dennoch reicht es nicht, um zu sagen, dass das Album als Gesamtpaket vollkommen überzeugt. Durch den monotonen Aufbau der Songs stellt sich gerade bei mehrmaligem Hören des Albums das Gefühl ein, dass alles relativ gleich klingt. Versteht mich nicht falsch, jeder Teil für sich genommen ist wirklich gut gelungen, aber in der Gesamtheit hätte ich mir mehr Abwechslung gewünscht. Aber trotzdem kann ich das Album wegen des Settings und des gelungenen Konzeptes empfehlen. Anspieltipps: Salmoneus und Tantalus
Patrick H.6.5
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