Delirium – Urkraft

Auf einen Meistertrunk in der Taverne?

Artist: Delirium

Herkunft: Ippesheim, Deutschland

Album: Urkraft

Spiellänge: 36:11 Minuten

Genre:  Pagan Metal

Release: 12.04.2019

Label: MDD Records

Link: https://www.facebook.com/DeliriumFranken

Bandmitglieder:

Gesang – Manuel
Gitarre – Steffen
Gitarre – Tobias
Bassgitarre – Björn
Schlagzeug – Simon

Tracklist:

  1. Panzerreiter
  2. Mitternacht Im Teufelsgrund
  3. Der Schwarze Jobst II
  4. Der Meistertrunk
  5. Moosweibla
  6. Ewiglich In Stein
  7. Die Mühlhex
  8. Urkraft

Die Franken sind wieder los: Schon seit ihrem ersten Album Frankenblut, das 2011 erschienen ist, verfolge ich das Geschehen um die Band Delirium, die sich dem Pagan Metal verschrieben hat. Nachdem eine physische EP 2013 namens Das Erbe Der Alten Zeit auf den Markt kam, folgte zwei Jahre später eine Digitale EP, namens Wolfshenker. Nach nun also einer längeren Zeitspanne ist es so weit und das Quintett präsentiert sein neues Album Urkraft, das unter der Fahne von MDD Records veröffentlicht wurde. Auf der neuen Scheibe werden dem Hörer acht neue Tracks schmackhaft gemacht. Ab ins CD-Fach und los geht’s.

Über 35 Minuten Musik sind auf acht Tracks verteilt. Urkraft startet mit dem Panzerreiter und überraschenderweise geht es sehr gemütlich, eingängig und melodiös los. Den Sound an sich lässt sich da eher in den Midtempo Bereich einordnen und gefällt auf Anhieb.
Die weiteren beiden Titel Mitternacht Im Teufelsgrund und Der Schwarze Jobst II (dessen Story auf der EP Das Erbe Der Alten Zeit ihren ersten Auftritt hatte und hier eine Fortsetzung erhält) sind ebenfalls im Midtempo gehalten, etwas grooviger und auch weiterhin melodiöser.
Auffallend ist die Weiterentwicklung des Gesangs von Manuel. Auf den vorherigen Scheiben setzt er eher shoutähnlichen Gesang an, doch jetzt benutzt er nicht nur diesen Gesangsstil, sondern haut ordentliche Growls raus. Was besonders gut rüberkommt, sind Clean Vocals, die er größtenteils mit Bassist Björn teilt.
Der Meistertrunk ist dann wiederum einer der Songs auf der Scheibe, der etwas mehr Geschwindigkeit an den Tag legt aber dazu auch sehr groovig und auch hier wieder melodiöser ist. Was ebenfalls bei dem Track sehr gut rüberkommt, ist der Chorus, der teilweise zum Mitsingen einlädt.
Der Song Moosweibla wird von Delirium in ihrem heimischen, fränkischen Dialekt dargeboten und handelt von einem guten Waldgeist. Hier werden eher ruhigere und nachdenkliche Töne in den Vordergrund gelegt, bis der Track zum Schluss noch einmal etwas an Fahrt aufnimmt.
Auch groovige Parts finden sich ja wie schon beschrieben auf Urkraft wieder, sehr gelungen und überzeugend geht es auf dem Track Die Mülhex zur Sache. Hier neigt sich der Kopf fröhlich, und ohne was dagegen machen zu können fängt er zu wackeln an.
Der neue Silberling des fränkischen Quintetts ist dadurch mehr als nur abwechslungsreich und versüßt das komplette Album noch einmal.

Delirium – Urkraft
Fazit
Sehr starke Steigerung von Delirium auf ihrem neuen Album Urkraft. Seit ich das erste Mal von der fränkischen Band gehört, und auch ihre Vorgänger gehört habe, hat sich hier sehr viel getan. Die Tracks sind angenehm und überwiegend im Mid-Tempo gespielt und auch der Gesang hat sich entwickelt, da jetzt Growls und klarer Gesang eingebaut werden. Mir ist vor allem die Abwechslung wichtig und die gibt es hier wirklich zu Hauf. Ein Ohrenschmaus im Pagan Metal Bereich. Wer bisher noch nichts von der Band gehört hat, sollte auf jeden Fall herein hören. Sehr zu empfehlen.

Anspieltipps: Panzerreiter, Meistertrunk und Urkraft
Stefan S.
9
Leser Bewertung1 Bewertung
9.3
9
Punkte
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