Disbelief – The Ground Collapses

Zeitgenössischer Death Metal made in Germany

Artist: Disbelief

Herkunft: Groß-Umstadt, Hessen

Album: The Ground Collapses

Spiellänge: 47:32 Minuten

Genre: Death Metal

Release: 27.03.2020

Label: Listenable Records

Links: https://www.facebook.com/disbelief.official/
https://disbelief.de/

Bandmitglieder:

Bass – Jochen „Joe“ Trunk
Gesang – Karsten „Jagger“ Jäger
Gitarre – Marius Pack
Schlagzeug – Fabian „Fab“ Regmann
Gitarre – David „Dave“ Renner

Tracklist:

  1. The Ground Collapses
  2. Scaring Threat
  3. The Awakening
  4. Killing To The Last
  5. The Waiting
  6. Colder Than Ice
  7. Soul Destructor
  8. Insane
  9. Hologram For The Scum
  10. Kill’s Ending
  11. Depth Of Sorrow (CD exclusive Bonus Track)

Disbelief liefern zu ihrem 30-jährigen Bestehen das elfte Langeisen. Das erste Album erschien jedoch erst 1997. Bis 2010 waren Disbelief sehr fleißig bezüglich Songwriting und Studioarbeit. Neun Longplayer in 14 Jahren. Von 2011 bis 2017 eine längere Schaffenspause. Dann erschien The Symbol Of Death. 2020 nun der Nachfolger mit dem Namen The Ground Collapse. Es gab natürlich auch diverse Wechsel im Line-Up der Band. Konstante Größe und Mastermind ist Karsten „Jagger“ Jäger. Ebenfalls in den 90ern war bereits Jochen „Joe“ Trunk am Bass aktiv. David Renner (Painful) und Fabian Regmann kamen zwischen 2013 und 2014 dazu. Ganz neu an der Gitarre mit dabei ist Marius Pack (Verdict).

Soweit eine kurze Zusammenfassung zu dem hessischen Quintett und seine Geschichte. Mit dem Titeltrack gibt es dann gleich sechs Minuten die volle Death Metal Breitseite. Der Einstieg ist noch sanft über eine knappe Minute. Spätestens mit dem Knurren vom Jagger geht das Ganze gut ab, und zum Refrain wird der Knüppel kräftig geschwungen. Zum Headbangen geeignet! Scaring Threat lehnt sich etwas an den schwedischen Melodic Death Metal an. Ein kräftiges Gitarrengewitter ist aber auch dabei. Die zweite Nummer kann auch überzeugen. Herr Jäger knurrt gerade zum Ende sehr genial aus meinen Boxen. Mit The Awakening geht es weiter. Jetzt wird mal kräftig gemosht. Wem die zweite Nummer zu melodisch war, wird hier nun voll und ganz zufriedengestellt. Passt ebenfalls. The Waiting kommt wieder melodischer daher. Refrain durchaus eingängig und mit Klargesang versehen, aber auch kräftige Knurrattacken liefern Disbelief. Daumen hoch, macht Spaß. Colder Than Ice kann erwärmen. Nun kommen die Hessen sogar mit einer richtigen Meldodic Death Nummer um die Ecke mit einem State of the Art Sound. Der Titel würde sich auch bei den üblichen Genrevertretern aus Skandinavien gut auf einem Werk machen. Die Abwechslung bleibt und es kommt der Knüppel wieder raus. Jagger knurrt wie ein Weltmeister. Es gibt kurze Verschnaufpausen, ansonsten ist Soul Destructor eine ziemliche Todesblei Walze. Insane knüpft direkt an die Walze an. Die Gitarren können gefallen und Jagger tobt sich kräftig aus. Es geht so langsam in Richtung Ziegrade. Hologram For The Scum und Kill’s Ending reihen sich in das Beschriebene mit ein. Zeitgenössischer Death Metal aus Germany made by Disbelief.
Eigentlich sollten nun vier Tourdaten folgen. Aus bekannten Gründen sind die Termine leider entfallen. Ich hoffe aber, dass die Gigs zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden können.

Disbelief – The Ground Collapses
Fazit
Disbelief made in 2020 ist guter, solider Death Metal in einem zeitgenössischen Gewand. Die Stimme von Karsten Jäger ist der Trademark der Herren aus Hessen. So haben alle Tracks einen klaren Wiedererkennungswert, egal, ob in die melodische Richtung oder der Todesblei mit kräftigem Knüppel präsentiert wird. Der ganz große Ausreißer nach oben ist nicht dabei, aber auch kein Track, der nach unten durchfällt. Insgesamt ein gelungenes Werk des Quintetts.

Anspieltipps: The Ground Collapses, Colder Than Ice und The Waiting
Jürgen F.
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