Dream Theater – Breaking The Fourth Wall

“Immer wieder ein herausragendes Ereignis“

Artist: Dream Theater

Herkunft: Long Island (NY), Vereinigte Staaten von Amerika

DVD: Breaking The Fourth Wall (Live From The Boston Opera House)

Spiellänge: DVD 1 = 74:40 Minuten, DVD 2 = 87:45 Minuten

Genre: Progressive Metal

Release: 30.09.2014

Label: Roadrunner Records

Link: http://www.dreamtheater.net

Produktion: von John Petrucci, Mix und Mastering im Street Of Dreams Studio, Toronto, von Richard Chycki

Bandmitglieder:

Gesang – James LaBrie
Gitarre – John Petrucci
Bassgitarre – John Myung
Keyboard – Jordan Rudess
Schlagzeug – Mike Mangini

Tracklist:

DVD 1

  1. The Enemy Inside
  2. The Shattered Fortress
  3. On The Backs Of Angels
  4. The Looking Glass
  5. Trial Of Tears
  6. Enigma Machine
  7. Along For The Ride
  8. Breaking All Illusions

DVD 2

  1. The Mirror
  2. Lie
  3. Lifting Shadows Off A Dream
  4. Scarred
  5. Space Dye Vest
  6. Illumination Theory
    1. Paradoxe de la Lumière Noire
    2. Live, Die, Kill
    3. The Embracing Circle
    4. The Pursuit of Truth
    5. Surrender, Trust & Passion

Zugaben:

Scene Two: I. Overture 1928

Scene Two: II. Strange Deja Vu

Scene Seven: I. The Dance Of Eternity

Scene Nine: Finally Free

 

dream theater - Breaking The Fourth Wall (Live from The Boston Opera House)

 

Die Band Dream Theater ist im Grunde eine Band der Superlative, man könnte sogar sagen, die Band selbst ist der Superlativ. Gitarrist John Petrucci, Bassist John Myung sowie der ehemalige Schlagzeuger Mike Portnoy haben sich am Berklee College Of Music kennen gelernt und gemeinsam mit zwei weiteren Freunden die Band Majesty gegründet. Im weiteren Verlauf kam es zu diversen Besetzungswechseln und schließlich auch zur Namensänderung in Dream Theater. Aber auch Sänger James LaBrie, Keyboarder Jordan Rudess und der seit 2010 in der Band aktive Schlagzeuger Mike Mangini haben einen soliden musikalischen Hintergrund. So ist Mike Mangini vor seinem Eintritt bei Dream Theater ebenfalls Absolvent und als Schlagzeug-Professor am bereits genannten Berklee College Of Music tätig gewesen. Diese hochklassige musikalische Kompetenz merkt man jeder Veröffentlichung an.

Im Rahmen ihrer Along For The Ride Tour machte die Band auch Station im sehr altehrwürdigen und beeindruckenden The Boston Opera House. Dieser Auftritt am 25.03.2014 wurde mit unzähligen Kameras und Mikrophonen festgehalten und ist nun auf der am 30.09.2014 über Roadrunner Records erschienenen Doppel-DVD zu sehen. Erhältlich ist das Ganze auch als Blue-Ray/3 CD Set mit Poster, Blue-Ray/3 CD Set, Blue-Ray sowie in der Audioversion als 3 CD Set.

Das Audioformat kann ich bei den mir vorliegenden DVDs auswählen, aber da ich leider nicht über ein 5.1 Soundsystem verfüge, muss ich mich mit Stereo begnügen, wobei das schon Jammern auf hohem Niveau ist, denn sowohl Bild als auch Ton sind erstklassig. Ich habe teilweise das Gefühl, wenn ich Jordan Rudess über die Schulter schaue, kann ich die Beschriftungen auf seinem Keyboard lesen. Die Schnitte zwischen den verschiedenen Einstellungen sind genau richtig gesetzt, auch die verschiedenen eingesetzten Videoeffekte, wie Split Image oder Überblendungen, sorgen definitiv nicht für Verwirrung. Ab und zu gibt es auch mal einen Blick auf die Videowand, was schon eine Show für sich ist, wie ich bei meinem Konzertbesuch im Juli diesen Jahres in Gelsenkirchen selbst erleben durfte. Abgesehen von der videotechnischen Untermalung der Songs gibt es nämlich auch vor jedem Lied ein spezielles, ich nenne es mal, Intro-Video.

Die Setlist gibt einen sehr guten Überblick über das bisherige Schaffen. Es gibt Songs vom letzten Album Dream Theater, wie The Enemy Inside, The Looking Glass oder die sehr ausschweifende Illumination Theory, bei der dann auch das Berklee College Of Music Orchestra and Choir einsteigt. Dem vor 20 Jahren veröffentlichten Album Awake schenkt man mit Songs wie The Mirror, Lifting Shadows Off A Dream oder Space Dye Vest ebenso Beachtung. Dabei ist der Klang von Anfang bis Ende, auch im Stereoformat, hervorragend. Das Berklee College Of Music Orchestra steigt nicht übermäßig laut ein sondern erweitert den Sound von Dream Theater um einen schönen Klangteppich. Auch der im Bühnenhintergrund platzierte Chor trägt sehr schön zum gesamten Klangbild bei.

Die Leistung der Band selbst kann man eigentlich gar nicht hoch genug würdigen. Was ich allerdings noch bemerkenswerter finde, ist, mit welcher lässigen Selbstverständlichkeit die Band auftritt. Die einzelnen Bandmitglieder müssen mit ihren Leistungen nicht hausieren gehen oder eine riesige Show abziehen und kommen wahrscheinlich genau deswegen immer sehr sympathisch rüber.

Fazit: Ich habe Dream Theater im Juli dieses Jahres im Amphitheater in Gelsenkirchen bei einem Open-Air-Konzert erleben dürfen. Hier war natürlich das Orchester nicht dabei, aber es war dennoch das Konzerterlebnis schlechthin. Nun habe ich ein anderes Konzert der gleichen Tour, also auch mit der gleichen Setlist, sehe hier aber natürlich viel mehr Kleinigkeiten, die einem auf die Entfernung während eines Konzertbesuches gar nicht auffallen können. Und auch wenn ein guter Bekannter zu mir sagte, er habe bereits drei Konzert-DVDs von Dream Theater, nun sei es langsam mal gut, den werde ich auch noch überreden, denn das darf man sich nicht entgehen lassen. Ich bin auch ernsthaft am überlegen, mir ein 5.1 Soundsystem zu besorgen, um auch noch in den vollen Tongenuss zu kommen.

Anspieltipps: Alles
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