Dymytry – Revolt

Modern Metal aus Tschechien

Artist: Dymytry

Herkunft: Tschechien

Album: Revolt

Genre: Modern Metal, Psy-Core

Spiellänge: 48:12 Minuten

Release: 14.01.2022

Label: AFM Records

Link: https://www.dymytry.cz/?lang=en

Bandmitglieder:

Gesang – Alen „A.L.“ Ljubic
Gitarre – Jiri „Dymo“ Urban
Gitarre – Jan „Gorgy“ Gorgel
Bass –  Artur „R2R“ Mikhaylov
Schlagzeug – Milos „Mildor“ Meier

Gastmusiker:

Gesang auf 300 – Lindbäck Eriksson (Brothers Of Metal)
Gitarre auf Somebody’s Watching Me – Victor Smolski (ex-Rage, Almanac)

Tracklist:

  1. Revolt
  2. Stronger
  3. 300
  4. Never Gonna Die
  5. Rise And Shine
  6. Awaking The Monster
  7. Until The World Knows Why
  8. Touchdown
  9. Tick Tock
  10. Hope
  11. Somebody’s Watching Me
  12. Chernobyl 2.0

Am 14.01.2022 erscheint das Album Revolt der tschechischen Band Dymytry über AFM Records auf CD. Die Band ist in Tschechien wohl so etwas wie eine Institution, hat dort bereits mehr als Tausend Konzerte absolviert und mehrere Alben veröffentlicht. Jetzt will man mit dem Labeldeal mit AFM Records den Schritt über die Grenzen hinaus wagen. Wurden bisher alle Alben in ihrer Heimatsprache veröffentlicht, wird Revolt für das internationale Publikum in Englisch erscheinen.

Aber Stopp, denn so einfach ist die Sache dann doch nicht!!! Erstens ist Revolt kein neues Album, sondern es ist bereits 2019 veröffentlicht worden; aber in ihrer Muttersprache und nennt sich in dieser Fassung Revolter. Und zweitens hat man sich für Revolt extra einen neuen (zweiten) Sänger zugelegt. Das Besondere daran ist, dass Dymytry in ihrer Heimat weiter mit ihrem alten Sänger Protheus auftreten und produzieren werden, international dies aber mit ihrem anderen Sänger Alen „A.L.“ Ljubic. Da bleibt natürlich abzuwarten, wie lange dies so mit beiden Sängern gut gehen wird. Ich will jetzt mal nicht das Orakel spielen …

Damit es international auch klappt, hat man sich sogar mit Joakim Lindbäck Eriksson (Brothers Of Metal) und Victor Smolski (ex-Rage, Almanac) zwei bekannte Gäste bei den Aufnahmen hinzugeholt.

Dymytry nennen das, was sie generell und auf ihrem Album Revolt speziell veranstalten, Psy-Core. Keine Ahnung, ob es und was Psy-Core ist!? Ich würde es einfach Modern Metal nennen. Auf Revolt kracht, stampft und groovt es an vielen Ecken und Enden. Jetzt nicht so, dass man Angst haben und weglaufen müsste. Nein, dies dann doch überaus gefällig, harmonisch und massentauglich. Das wird bestimmt all denen gefallen, die bei der Musik nicht so unbedingt in die Tiefe gehen wollen oder müssen. Das dürfte besonders live richtig krachen und für Stimmung sorgen, zumal die Musiker sich dann in Masken zu ihrer Musik bewegen.

Der Einsteiger Revolt ist für mich persönlich gleichzeitig der stärkste Titel auf dem gleichnamigen Album. Auf die einzelnen Songs, die in der Regel alle krachende und basslastige Teile haben, will ich nicht im Einzelnen eingehen. Ist der Hörer am Anfang aufgrund der Wucht noch richtig angetan, ebbt diese jedoch im weiteren Verlauf des Albums etwas ab, denn zu sehr sind die einzelnen Songs dann doch nach Schema F gehalten: ruhiger Teil, Groove und Melodie. So richtig können sie dann auch nicht das Monster erwecken, welches sie mutmaßlich in dem Song Awaking The Monster wecken wollen. Es bleibt doch alles eben zu gefällig.

Dymytry – Revolt
Fazit
Die tschechische Band Dymytry versucht nun mit Revolt die Grenzen der Heimat zu überschreiten und international erfolgreich zu werden. Dafür hat man sich extra einen neuen (zweiten) Sänger zugelegt, der die Songs des ursprünglich in Muttersprache erschienenen Albums auf Englisch singt. In der Heimat will man weiterhin mit dem alten Sänger (mit Texten in der Muttersprache) auftreten. Mal schauen, ob es gelingt, den Erfolg aus der Heimat international zu übertragen. Auf jeden Fall ist Revolt recht massentauglich.

Anspieltipps: Revolt, Tick Tock und Somebody's Watching Me
Juergen S.
7.1
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