Everybody Still Hates You Tour 2018 – Combichrist & Support am 04.08.2018 im Kubana, Siegburg

„Everybody Still Hates You Tour 2018 – Combichrist & Support Wednesday 13 und Night Club am 04.08.2018 im Kubana, Siegburg“

Band: Combichrist

Vorbands: Wednesday 13, Night Club

Ort: Kubana Siegburg, Zeithstraße 100, 53721 Siegburg

Datum: 04.08.2018

Kosten: 28,00 Euro zzgl. VVK Gebühr, 33 Euro AK

Genre: Electronic, Darkwave und Gothpop, Horror Punk Metal, Glam Metal, Aggrotech, Rhyth `n`Noise, Industrial Metal, Elektro Industrial

Besucher: ca. 300

Veranstalter: Kubana Live Klub http://www.kubana.de/live-club/

Link: https://www.facebook.com/events/396886877405992/

Setlisten:

  1. Requiem (Intro)
  2. Freak Like Me
  3. Your Addiction
  4. Show It 2 Me
  5. Candy Coakd Suicide
  6. Pray
  7. Dear Enemy
  8. Bad Girl

 

    1. What The Night Brings
    2. Blood Sick
    3. Scream Baby Scream
    4. Serpent Society
    5. Prey For Me
    6. Death Mask
    7. Bloodshed
    8. Condolences
    9. I Want You Dead Zombie
    10. Fuck
    11. Bad Things

 

  1. All Pain Is Gone
  2. Blut Royale
  3. Cant Controle
  4. Electrohead
  5. Throat Full Of Glass
  6. Scarred
  7. Fuck That Shit
  8. Exit Eternity
  9. Denial
  10. Get Yourt Body Beat
  11. Never Surrender
  12. Maggots
  13. WTF

Nach den ganzen Festivals endlich wieder Mucke in meinem Lieblings-/Stammclub Kubana in Siegburg. Es ist heiß heute Abend. Heiß wird es allerdings auch im Club. Das Package Combichrist, Wednesday 13 und Night Club erwartet uns heute. Ich komme pünktlich zum Konzertbeginn um 20:00 Uhr an. Ist schon recht voll hier. Das konnte ich wirklich nicht im Vorfeld einschätzen, wie viele Leute sich heute hier versammeln.

Bei den heutigen Bands ist das Publikum doch schon anders drauf und gekleidet, als bei meinen üblichen Konzertbesuchen. Heute Abend ist im Grunde schwarz angesagt, viel Lack und Leder und auch nackte Haut. Dazu dann noch eine Menge Schminke, sowohl bei den Mädels, als auch bei den Jungs. Bei der Hitze heute Abend muss man natürlich aufpassen, dass die nicht allzu arg verläuft. Auch die Musiker sind heute Abend alle sehr stark geschminkt, wobei ehrlicherweise Emily Kavanaugh, die Lady des Darkwave Duos Night Club, noch am wenigsten geschminkt ist.

Night Club sind heute Abend der Opener. Sie fangen mit ca. einer Viertelstunde Verspätung an. Der junge Mann an der Kasse wird schon ganz nervös und bittet darum, dass man doch endlich anfängt. Man sei ja schon einiges über der Zeit. Night Club tun ihm dann den Gefallen. Wie eben bereits gesagt, sind Night Club ein Duo. Ihre Musik ist Electronic, Darkwave und Gothpop. Die hübsche rothaarige Lady Emily Kavanaugh übernimmt den Gesangspart. Ihr Partner Mark Brooks, auch bekannt als 3 Kord Scissor King, übernimmt den Part am Apple Computer. Für mich als Metaler ist das zunächst schon etwas gewöhnungsbedürftig. Electronic ist mir ja nicht unbekannt, zudem bin ich ein Fan von Kraftwerk, trotzdem muss ich zunächst einmal rein kommen. Das schafft dann Emily Kavanaugh mit ihrer Performance auf der Bühne. Die rothaarige Lady hat schon eine tolle Bühnenpräsenz. Im Hintergrund von einer Lampe ausgeleuchtet, besorgt Mark Brooks den Sound dazu. Das Publikum ist dem Ganzen überhaupt nicht abgeneigt und sorgt mit seiner Stimmung dafür, dass der Unterhaltungsfaktor hier im Kubana, trotz minimalistischer Besetzung richtig hoch ist. Die Setlist besteht zum größten Teil aus Songs des Albums Requiem For Romance. Guter Einstieg des heutigen Abends von den Beiden. Night Club existieren in dieser Besetzung seit 2012 und sind auch auf dem Soundtrack zur amerikanischen Serie Moonbeam City vertreten. Das liegt auch sehr nahe, denn Mark Brooks ist auch Regisseur, und einige Folgen dieser Serie sind unter seiner Regie entstanden. Nach dem Gig sieht man sie noch am Merchstand und kann ein paar Worte mit ihnen reden.

 

Nach den gewohnt schnellen Umbauarbeiten im Kubana geht es mit Wednesday 13 weiter. Auf Wednesday 13 freue ich mich ganz besonders, denn ich habe einige Alben von ihnen zu Hause stehen. Nicht nur unter dem Namen Wednesday 13 sondern auch die Alben der Vorgängerbands. Heute ist Wednesday 13, der eigentlich mit bürgerlichen Namen Joseph Poole heißt, mit seiner selbst benannten Band Wednesday 13 hier im Kubana. Den Fans ist er vor allem als Sänger der Bands Frankenstein Drag Queens From Planet 13 und Murderdolls bekannt. Wie auch die Vorgängerbands spielen Wednesday 13 einen Horror Punk Metal mit einer Prise Glam Metal. Als seine Haupteinflussgeber nennt Wednesday 13 Alice Cooper und Kiss. Spätestens jetzt dürfte der Leser wissen, wo die musikalische Reise hin geht. Die Musiker auf der Bühne sind irgendwie alle horrormässig geschminkt. Wednesday 13 sticht als Leader der Band natürlich nochmal um einiges hervor, und er liebt das Maskenspiel. Klasse, druckvolle Musik, irgendwo angesiedelt zwischen Marilyn Manson und Rob Zombie. Sehr viel Power. Das Publikum geht richtig mit. Auf der Bühne läuft nicht einfach ein Musikgig, das ist schon eine richtige Bühnenshow mit starker Performance der Musiker. Wednesday 13 erscheint immer wieder mit neuen Masken oder Verkleidung. Wer sich schon einmal eine Alice Cooper Show angesehen hat, kann sich vorstellen, wie die Performance auf der Bühne ist. Die Setlist besteht aus Songs diverser Alben. Die Band Wednesday 13 besteht schließlich seit 2002 und hat bereits zehn Alben auf den Markt gebracht. Das letzte 2017 mit dem Titel Condolences. Zahlreiche Musiker hat die Band bereits verschlungen. Einzige Konstante ist Sänger Wednesday 13 selbst. Wednesday 13 ist am heutigen Abend ein wandlungsfähiger Künstler. So wechselt er permanent Kleidung und Masken. Zu Beginn der Show schwingt er eine Axt, und seine langen Haare wehen. Irgendwann steht er in einer schwarzen Teufelsmaske dort oben und unterhält uns. Ein anderes Mal trägt er eine Maske am Hinterkopf, so dass er wie ein Doppelgesichtiger aussieht. Dabei performt er die Songs mit der Maske auf dem Hinterkopf mit dem Rücken dem Publikum zugewandt. Und wieder ein anderes Mal erscheint er im weißen Sakko und weißer Teufelsmaske und zelebriert die Messe. Tolle Show von Wednesday 13 am heutigen Abend.

 

Bei der Hitze, die hier herrscht, nochmal raus und frische Luft schnappen. Frisch ist die draußen zwar, aber auch nicht kühler als unten in der Venue. Viele bleiben in der Umbauphase jedoch drinnen, da sie möglichst weit vorne gleich bei Combichrist Plätze haben wollen. Da wird es für mich auch schwer mit dem Fotografieren, denn es ist richtig voll, und vorne drängt sich alles. Hier im Kubana gibt es üblicherweise keinen Fotograben. Also versuchen, soweit wie möglich nach vorne zu kommen. Ein Wechsel von der rechten Seite auf die linke Seite ist bei dem Gedränge, welches jetzt herrscht, kaum möglich. Zwei Mädels neben mir unterhalten sich über mich: „Man ist der groß, da kann man hinter ihm ja kaum was sehen. Aber das ist ja der Fotograf, der darf so groß sein 😀 „.

Combichrist kommen dann schnell raus. Ist schon eine etwas merkwürdige Besetzung. Die Formation um Gründer, Sänger und Mastermind Andy LaPlegua besteht aus zwei Drummern/Percussionisten, einem Gitarristen und einem Keyboarder (wenn die Geräte, die dieser bedient, überhaupt Keyboards sind). Andy LaPlegua dominiert mit seiner Präsenz auf der Bühne das Geschehen, dabei ist sein Hals und ein Teil des Gesichtes komplett in schwarz geschminkt. Ich muss zweimal hinsehen, da ich zunächst denke, dass es eine schwarze Tinte ist. Aber es ist definitiv kein Tattoo. Neben ihm permanent in Bewegung Gitarrist Eric 13. Dieser mit einer geschminkten Joker Fratze, oder ist es wirklich Batmans Widersacher, der da oben auf der Bühne steht? Genauso wie Joker grinst er provokant dämlich ins Publikum hinein. Das Publikum ist schon richtig gut in Wallung. Vor der Bühne sind kaum noch Leute, die nicht in Bewegung sind. Schon ziemlich schwierig für mich, jetzt noch Fotos zu machen, ohne geschubst zu werden. Irgendwie geht es aber, da die Jungs und Mädels um mich herum irgendwie Rücksicht nehmen. War es den ganzen Abend schon heiß, so wird es jetzt noch einmal ein paar Grad wärmer. Combichrist mit ihrer Mischung aus Rock, Metal und Elektro Industrial mischen die Menge ganz schön auf. Ganz schön harter Tobak, den das Quintett da serviert. Härte sind Combichrist unter anderem auch durch Supports für Rammstein gewohnt. Während Andy LaPlegua, der Ex von Sophia Thomalla (hier ist durch Till Lindemann auch wieder eine Verbindung zu Rammstein) und sein Gitarrist Eric 13 in Front Of Stage die Bühne zerlegen, übernehmen dies hinter ihnen die beiden Drummer und der Keyboarder. Die Drummer bekämpfen sich in einem Battle nach dem anderen. Da wird geknüppelt, was das Zeug hält. Nicht nur im Sitzen, sondern auch im Stehen. Zwischen ihnen aufgereiht die Keyboards. Der Bediener dieser elektronischen Instrumente zerlegt diese augenscheinlich. Sehr oft steht er auf diesen oder hämmert auf sie ein. Die Fans bekommen eine Aggro Show geboten, genauso wie sie es haben wollen. Metallische und elektronische Industrialklänge, die vehement auf das Publikum einschlagen und die Menge aufpeitschen. Bei der ganzen Action auf der Bühne weiß ich gar nicht mehr, was elektronisch (also eingesampelt) und was handgemacht (also live gespielt) ist. Aber egal, den Fans gefällt dies so wie es ist. Performt werden unter anderem Songs der Alben Everbody Hates You, We Love You, This Is Where Death Begins und What The Fuck Is Wrong With You People. Mit dem gleichnamigen Titeltrack des letztgenannten Albums endet dann der heutige Gig nach drei Zugaben.

 

Fazit: Heute wieder einen großartigen Konzertabend im Kubana erlebt, auch wenn der Metal etwas kurz kam und die elektronischen Anteile mehr im Vordergrund waren. Halt ein Konzertabend der etwas anderen Art, sowohl von der Musik, als auch von den Fans. Kann ja nichts schaden, wenn man mal von den eingeschlagenen Pfaden etwas abweicht! Konzerte im Kubana sind immer ein Besuch wert.

 

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