Ghost Iris – Anecdotes Of Science & Soul

“Meine erste Höchstwertung im noch jungen Jahr 2015“

Artist: Ghost Iris

Herkunft: Kopenhagen, Dänemark

Album: Anecdotes Of Science & Soul

Spiellänge: 43:03 Minuten

Genre: Progressive Metalcore, Djent

Release: 23.02.2015

Label: Prime Collective

Link: https://www.facebook.com/GHOSTIRIS

Bandmitglieder:

Gesang – Jesper Vicencio Gün
Gitarre und Bassgitarre – Nicklas Grønlund Thomsen
Gitarre und Bassgitarre – Peter Lykkeberg Larsen
Schlagzeug – Sebastian Linnet

Tracklist:

  1. Dreamless State
  2. Influx
  3. Phalanx
  4. Immaculate
  5. Dream Catching A Nightmare
  6. Magenta Pt. 1: Perfect Symbiosis
  7. Magenta Pt. 2: Astral Projection (Feat. Mirza Radonjica)
  8. Parallel Passage
  9. Euphoric State
  10. Everlasting Bliss

Ghost Iris - Anecdotes Of Science and Soul

 

Im Jahr 2012 wurde die Band Ghost Iris gegründet. Die Bandmitglieder sind aber beileibe keine Neulinge, sondern haben schon musikalische Erfahrung in anderen Bands, wie As We Fight, Road To Manila, Shaped Like Swans und A Sheltering Sky, sammeln können. Am 23.02.2015 erscheint das Debütalbum Anecdotes Of Science & Soul, und ich bin mal sehr gespannt auf den Progressive Metalcore, der von der Plattenfirma angekündigt wird.

Noch sehr verhaltet startet Dreamless State. Meine Spannung steigt mit jeder Sekunde, aber nach vierzig Sekunden erlöst mich Ghost Iris, und ich bin sofort im siebten Himmel. Das ist genau der Progressive Metalcore, oder um es kurz zu sagen, der Djent, wie ich ihn liebe. Da passen die Bands, die die Plattenfirma als Inspirationsquelle genannt hat, sehr genau. Ghost Iris hat sich Bands, wie TesseracT, Periphery, Erra und Volumes sehr genau angehört, noch ein wenig Monuments und Uneven Structure hinzugefügt und daraus einen sehr gelungenen Mix gebastelt.

Es folgt ein Nackenbrecher auf den anderen, Verschnaufen ist hier nicht angesagt. Nur bei Influx gibt es mal einen ruhigeren Zwischenpart, aber der ist sehr schnell durch. Sehr überrascht war ich zu lesen, dass Jesper Vicencio Gün sowohl die Growls als auch die Clean Voice singt. Das ist zwar nicht ungewöhnlich, aber bei diesem stetigen Wechsel für mich Höchstleistung. Die Growls erinnern mich ein wenig an Monuments und Uneven Structure. Bei der Clean Voice bin ich sogar wirklich so weit, ihn mit dem für mich besten Sänger im Djent, nämlich Ashe O’Hara (ex-TesseracT) zu vergleichen. Da bin ich definitiv sehr gespannt, wie Ghost Iris das auf der Bühne umsetzen wird, und ich hoffe, dass ich sie bald live erleben kann.

Fazit: Obwohl ich den Djent schon seit geraumer Zeit für mich entdeckt habe, gibt es nicht so viele Bands, die ich wirklich regelmäßig höre, denn manche übertreiben es mit ihrer fast schon an Frickeligkeit grenzenden technischen Spielweise meiner Meinung nach ein wenig. Ghost Iris macht mit ihrer gelungenen Mischung aus Monuments, Periphery, Uneven Structure und TesseracT aber alles richtig. Die spieltechnischen Fähigkeiten sind vorhanden, überlagern aber nicht alles, und die unaufgeregte Mischung aus Growls und Clean Voice rundet das Ganze ab. Ich hoffe, dass die Jungs auch in die Riege der genannten Vergleichsbands aufsteigen, denn da gehören sie meiner Meinung nach definitiv hin. Ein rundherum gelungenes Debütalbum, und für mich schon jetzt eins der Highlights im noch jungen Jahr 2015. Anspieltipps: Phalanx, Magenta Pt. 1: Perfect Symbiosis, Parallel Passage und Everlasting Bliss
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