Gloryhammer – Legends From Beyond The Galactic Terrorvortex

Ein typischer Gloryhammer Tanz durch dichte Riffs und beißende Refrains

Artist: Gloryhammer

Album: Legends From Beyond The Galactic Terrorvortex

Spiellänge: 49:32 Minuten

Genre: Power Metal

Release: 31.05.2019

Label: Napalm Records

Link: https://www.facebook.com/gloryhammer/

Bandmitglieder:

Gesang – Angus McFife XIII, Crown Prince of Fife
Gitarre – Ser Proletius, Grand Master of the Deathknights of Crail
Bassgitarre – The Hootsman, Astral Demigod of Unst
Keyboard – Zargothrax, Dark Emperor of Dundee
Schlagzeug – Ralathor, the Mysterious Submarine Commander of Cowdenbeath

Tracklist:

  1. Into The Terrorvortex Of Kor-Virliath
  2. The Siege Of Dunkeld (In Hoots We Trust)
  3. Masters Of The Galaxy
  4. The Land Of Unicorns
  5. Power Of The Laser Dragon Fire
  6. Legendary Enchanted Jetpack
  7. Gloryhammer
  8. Hootsforce
  9. Battle For Eternity
  10. The Fires Of Ancient Cosmic Destiny (I: Dundaxian Overture II: The Battle Of Cowdenbeath III: Return Of The Astral Demigod Of Unst IV: The Knife Of Evil V: Transmission)

Gloryhammer kämpfen seit ihrer Gründung einen unerbittlichen Kampf gegen das Böse, schlagen wilde Schlachten und machen den Power Metal wunderbar schön modern. Seit ihrer Gründung und dem Debüt Tales From The Kingdom Of Fife geht es für die Gruppe steil bergauf. Am Erfolg hat nicht nur Keyboarder Christopher Bowes alias Zargothrax, Dark Emperor Of Dundee seinen Anteil, sondern auch Angus McFife XIII, Crown Prince Of Fife, hinter dem Thomas Winkler steht. Der Schweizer, dessen Stimme vier Oktaven umfasst, ergreift stets das Zepter und führt die Krieger durch jede noch so hoffnungslose Schlacht – egal in welcher Galaxie. Vor wenigen Tagen wurde der dritte Longplayer Legends From Beyond The Galactic Terrorvortex über ihr Stammlabel Napalm Record veröffentlicht und beinhaltet zehn Hymnen. In den ersten 37 Minuten dreht alles zu The Fires Of Ancient Cosmic Destiny (I: Dundaxian Overture II: The Battle Of Cowdenbeath III: Return Of The Astral Demigod Of Unst IV: The Knife Of Evil V: Transmission) ab. Das Finale hat nicht nur einen unglaublich langen Titel, sondern presst über zwölf Minuten seinen Charme in die Atmosphäre.

Attacke! Into The Terrorvortex Of Kor-Virliath, das verkleidete Intro, zaubert The Siege Of Dunkeld (In Hoots We Trust) aus dem alten Hut, der bei einem gewagten Sprung direkt zu Staub zerfällt. Mit breiter Brust bringt Thomas Winkler seine Vocals in Position. Der erste Refrain sitzt jedenfalls schon mal und wird durch treibende Elemente angestachelt. Der erste Fingerzeig kann also überzeugen – so auch der ganze Legends From Beyond The Galactic Terrorvortex Longplayer? Ja, wie bei den beiden Vorgängern, lässt das Quintett nichts anbrennen und baut seine Rolle in der Szene weiter aus. Kaum eine Gruppe ist mit extra wagten Texten so erfolgreich. Gloryhammer treffen den Nerv der Zeit, wo eine ganze Horde Heavy Metal Jünger keine bis aufs Messer ernsten Stücke mit Gerstensaft begießen wollen. Sie schütteln das Haupthaar nicht zu politischen Missständen oder anderen Problemen, von denen unsere Gesellschaft gleich säckeweise mit sich herumträgt. Hier geht es nur um eins: Spaß! Um eine fiktive Geschichte, die man nicht zu ernst nehmen darf und die bestens dazu dient, dem grauen Alltag zu entfliehen. Masters Of The Galaxy, eine dieser Perlen, die alles beinhaltet, was wir zum Feiern benötigen. Gleiches gilt für den direkten Nebenbuhler The Land Of Unicorns. Einhörner sollte man nicht belächelnd beiseiteschieben, schließlich haben sie in mystischen Geschichten unserer Urväter einen großen Stellenwert. Der Song Gloryhammer dürfte ohne Probleme ins Liveset wandern und dort nie wieder verschwinden. Der Namensgeber der wilden Meute macht den Erwartungen alle Ehre und dürfte auch auf bzw. vor der Bühne für euphorische Pommesgabeln sorgen. Schwache Momente? Fehlanzeige! Klar können nicht alle Titel auf einer gleichen Erfolgswelle schwimmen. Jede Welle hat ein Tal und einen Höhepunkt. Keine Panik, das fällt bei Gloryhammer so minimal aus, dass jeder Schuss zum Treffer in eurer Power Metal Herz mutieren kann!

Fazit
Trotz der Lobeshymnen fehlen mir ein bis zwei absolute Killer, die man sonst konsumieren durfte. Hootsforce sticht noch am strahlendsten hervor. Nach zwei schwer erfolgreichen Werken muss man diesen Start erst einmal bestätigen - da liegt die Aufgabe und wurde erfolgreich gemeistert. Fans dürften gleich zugeschlagen haben und wurden gleich belohnt. Bei mir wird der Silberling auch noch länger laufen und vergesst nicht: Im Frühjahr 2020 kommen Gloryhammer zur nächsten Headliner Tour zu uns zurück nach Deutschland.

Anspieltipps: Gloryhammer und Hootsforce
René W.8.5
Leser Bewertung6 Bewertungen7.4
8.5
Punkte

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