Goat Sanctuary – Chthonic (EP)

Im Ziegenstall wird ordentlich gedroschen

Artist: Goat Sanctuary

Herkunft: USA

Album: Chthonic (EP)

Spiellänge: 11:19 Minuten

Genre: Thrash Metal

Release: 04.06.2021

Label: Eigenproduktion

Link: https://goatsanctuary.bandcamp.com/releases

Bandmitglieder:

Gesang -Simon Crawley
Gitarre – Zack Cook
Bassgitarre – Brent Powell
Schlagzeug – Tim Mullen

Tracklist:

  1. Chthulu
  2. Hail To The Goat
  3. Shark Teeth
  4. Drain The Blood
  5. Out Of The Light

Das Quartett aus Seattle wurde eines Winters aufgrund der gemeinsamen Leidenschaft zum Metal gegründet und um die Einflüsse der vier Protagonisten unter einen Hut zu bekommen. Mehr ist mir über die Band auch nicht bekannt. Ich gehe mal davon aus, dass dieses die erste EP der Ziegenfreunde ist.

Welch ein Bandname wieder. Alles, was mit Goat zu tun hat, muss ja gut sein, hehe. Die Burschen sind aber weit vom Death Metal entfernt, Thrash Metal ist angesagt. Nicht die schlechteste Idee.

Los geht es mit Cthulhu. Dieses Wort wurde wohl fast so oft verwendet im Metal wie Evil, Satan oder Goat. In knappen 120 Sekunden riffen sie einen nieder und bieten fetzigen und zügigen Thrash Metal mit groovigen Zwischenparts, cooles Tapping und aggressive Vocals hinzu. Das Riffing ist ganz gut. Die schnelleren Parts kommen mit einem feinen Uftata-Rhythmus. Trotz der Kürze des Songs klingt er abwechslungsreich. Was Neues oder Außergewöhnliches hört man aber auch nicht.

Dieses ändert sich auch nicht bei Hail To The Goat. Heaviges Riffing am Ende mit auch schon fast schon heavigem Gesang. Dann geht es aber in einen Uftatapart, der eben typisch thrashig ist, gut rüberkommt und mit einem Solo endet. Dieses klingt auch ganz geil. Der Anfangspart wird wiederholt. Überwiegend bewegt man sich im Midtempo und bringt den Uftatapart zur Abwechslung.

Shark Teeth kommt schon langsam und trocken aus den Boxen gekrochen. Der kraftvolle Gesang, der teilweise gedoppelt wird, klingt druckvoll. Wieder diese typischen Uftata-Elemente und dann in einen groovigen Part. Der Bass brummt ordentlich und bringt die gewisse Würze mit sich. Ein Song, den man gut hören kann, aber niemals ein Welthit werden wird.

Drain The Blood gibt wesentlich mehr Gas, aber richtig fix ist etwas anderes, aber das muss ja auch nicht immer. Nach dem fixen Beginn wechselt man wieder in einen groovigen Sektor und wiederholt dann den Anfang. Man arbeitet wieder mit zwei Stimmlagen. Macht schon Laune, muss man sagen, klingt aber irgendwie schon gleich,

Out Of The Light beendet das kurzfristige Vergnügen und bietet noch einmal gutes Riffing und Uftata-Klänge. Die Stimme klingt noch ein Stück wütender und drückt ordentlich. Der Song und der Songaufbau reihen sich ein und klingen wie das restliche Material.

Neben den thrashigen Elementen gibt es auch Ausflüge in den Punk- und Hardcoresektor. Ein kurzweiliges Vergnügen. Macht Laune, aber mehr aber auch nicht, aber auch nicht weniger. Ein wenig mehr Abwechslung hätte ich mir gewünscht.

Goat Sanctuary – Chthonic (EP)
Fazit
Das Quartett aus Seatlle wandelt seine Wut in knackigen Thrash Metal um. Ausflüge in den Punk- und in den Hardcoresektor sind erlaubt und erwünscht. Mir fehlt ein wenig die Abwechslung, aber ansonsten gut hörbar. Für Freunde von Powertrip oder Powerhuffer.

Anspieltipps: Hail To The Goat und Drain The Blood
Michael E.
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