Hateful Agony – Plastic Culture Pestilence

„Mit Vollgas in die Fresse“

Artist: Hateful Agony

Herkunft: München / Deutschland

Album: Plastic Culture Pestilence

Genre: Thrash Metal

Spiellänge: 39:41 Minuten

Release: 17.08.2018

Label: Violent Creek / Soulfood Music

Link: https://www.facebook.com/hatefulagonythrash/

Bandmitglieder:

Schlagzeug – Tom
Gitarre, Background Gesang – Timo
Gitarre, Gesang – Richie
Bass, Background Gesang – Kimon

Tracklist:

1. Kill Each Other
2. Endure The Pain
3. The Iceman
4. Obsessed With Death
5. Philip In The Attic
6. Eternal Punishment
7. Life’s Failure
8. Black Blood
9. Plastic Culture Pestilence
10. Resurect The Dead

Das neue Werk Plastic Culture Pestilence der Münchener Thrasher Hateful Agony ist bei Violent Creek Records erschienen. Erhältlich ist es als CD und zusätzlich auf limitiertem schwarzen oder blauen Vinyl. Es stellt das zweite Album der Band in Zusammenarbeit mit Violent Creek Records dar, nachdem das Label bereits 2015 das Album Forward Into Doom wieder veröffentlichte. Insgesamt handelt es sich bei  Plastic Culture Pestilence um das sechste Album von Hateful Agony.

Hateful Agony haben sich in ihrer nunmehr einundzwanzigjährigen Geschichte nie beirren lassen. Auch auf Plastic Culture Pestilence ist ohne Ausnahme Höchstgeschwindigkeit Thrash Metal vertreten. Hier mischen sie gnadenlos deutsche mit europäischer Schule.

Ehrlicherweise muss man sagen: Drummer Tom hat sich nie beirren lassen, denn der ist das einzig verbliebene Gründungsmitglied und damit neben der Musik die Konstante bei Hateful Agony. Allein im Zeitraum zwischen dem fünften Album Forward Into Doom und dem sechsten Album Plastic Culture Pestilence wurde die Besetzung zweimal komplett gewechselt. Bei solch einem Wechselspiel bin ich doch recht erstaunt, was Hateful Agony mit Plastic Culture Pestilence dann hier abliefern.

Das ist noch echter und purer Thrash ohne irgendwelche Spielchen. Unverfälscht und ohne Zusätze oder zusätzliche Spielereien.

So wirkt die Platte dann auch sehr erfrischend. Für mich auf jeden Fall ein Kleinod in der doch allzu auf Verkaufszahlen geprägten Musikwelt. Die Jungs machen hier grundsätzlich, was sie wollen. Und das ist eben Thrash mit einem ungeheuren Speed. Da wird geknüppelt und geschrammelt, so wie die Instrumente es in dieser Geschwindigkeit hergeben.

Dadurch wirkt die Produktion manchmal so, als wenn sie direkt in Nachbars Garage aufgenommen wurde. Klar, da rumpelt und schrumpelt es teilweise wüst aus den Boxen. Der Sänger keift, kratzt und beißt wie ein altes Waschweib zu den schnellen Gitarrenläufen. Der Drummer scheint sich manchmal selbst zu überholen. Und genau so liebe ich es. Authentischer kann ein Thrashalbum eigentlich gar nicht sein. Kick Ass Thrash mit Holzfällerqualität. Man stelle sich das Riesenrad auf der Wiesn beim Oktoberfest mit hundertfacher Geschwindigkeit vor. Dann wisst ihr, was auf der Platte abgeht! Ein Nackenbrecher folgt dem anderem.

Einzelne Songs jetzt hier herauszunehmen wäre müßig, denn bei jedem Song gibt es was auf die Mütze. Und wie es sich für Bayern gehört, auch heftig deftig. Ok, ich mache es dann doch und nehme den einen oder anderen Song hervor. Bereits der Opener Kill Each Other ist ein Knaller, der einen kleinen Vorspann hat und dann mit Gangshouts brilliert. The Iceman beginnt bedächtig und wird zum Riffmonster mit alles zertrümmernden Drums. Eternal Punishment ist einfach nur herrlich hingerotzter Thrasher mit atemberaubenden Breaks.

Wer auf intelligenten, kräftig riffenden Trash in einem höllischen Tempo steht, sollte hier zugreifen. Die Jungs machen nicht den Fehler das Ganze zu melodiös werden zu lassen. Vielleicht ist das Album wirklich plastische Kulturpest, welches nur die Infizierten lieben werden. Mich haben sie auf jeden Fall infiziert!

Fazit: Die Jungs von Hateful Agony legen ein kräftiges, deftiges Thrash Metal Album mit irrem Tempo auf. Wer auf intelligenten, kräftig riffenden Trash in einem höllischen Tempo steht, sollte hier zugreifen. Die Jungs machen nicht den Fehler das Ganze zu melodiös werden zu lassen. Da bleiben sie sich treu und lassen sich vom Oldschool Thrash nicht abbringen. Ein Underground Thrash Album wie aus einem Guss!

Anspieltipps: Kill Each Other, The Iceman, Eternal Punishment
Juergen S.
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