I Legion – Pleiona

“Ein Koch mit einem ganz eigenen Kopf!“

Artist: I Legion

Herkunft: Quebec, Kanada

Album: Pleiona

Spiellänge: 44:17 Minuten

Genre: Metalcore, Melodic Death Metal

Release: 11.09.2015

Label: Eigenproduktion

Link: https://www.facebook.com/ilegionofficial

Bandmitglieder:

Gitarre, Bass, Schlagzeug – Frederic Riverin

Gesang – Chris Clancy
Gesang – Bjorn Strid
Gesang – Jon Howard
Gesang – Ashe Austin O’Hara
Gesang – Viky Boyer
Gesang – Dalay Tarda
Gesang – Sabine Scherer
Gesang – Marie-Pier Gamache

Tracklist:
1. Sirens
2. Exhale
3. Hollow
4. Perfect Paradise
5. Pleiona
6. Black Scarlet
7. Grieving For You
8. Damage Done

I Legion - Pleiona Cover

Viele Köche verderben sprichwörtlich den Brei. Das kann I Legion gar nicht passieren, denn das Mastermind Frederic Riverin ist für alles eigenverantwortlich und sucht zudem die passenden Sänger selber aus. Diese setzen auf dem neusten Werk Pleiona ohne Abstriche seine Vorgaben gekonnt um. Der berühmte rote Faden, oder anders ausgedrückt die Seele des Albums, liegt gar nicht tief verborgen aber auch nicht direkt unter der Haut. Man muss schon genau hinhören, was Frederic einem sagen möchte. Beachtlich ist die Tatsache, dass der gute Herr noch kein Label im Rücken hat. Das dürfte ausschließlich daran liegen, dass er kein Wert drauf legt. An seinen Kompositionen gibt es jedenfalls nichts zu meckern.

Egal, ob Soft Core oder treibender Metal bzw. Melodic Core Beats, alles ist stimmig und greift wie ein Zahnrad von einem Element ins nächste. Schwache Augenblicke kann man bei Pleiona ganz schwer ausmachen. Dem einen liegen Gesangsfarben der einzelnen Sänger besser oder schlechter im Magen, der andere kann auf die ganz ruhigen Balladen verzichten. Für welche Umsetzung der Musiker aus Quebec sich auch entscheidet, alles wird stimmig umgesetzt und kommt bis zum abschließenden Damage Done gut an. Auf die Fresse bekommt man auf Pleiona jedenfalls nicht permanent etwas, das sollte jedem Käufer schnell klar werden. Dafür hat der Mann im Haus, neben Nacken entspannenden Riffs, gleich noch Argumente für die bessere Hälfte, um den Silberling mehrfach in der Anlage zu versenken.

Fazit: Pleiona steht in seiner Darbietung von Frederic Riverin völlig im Einklang. Der Mann weiß, was er will, setzt es dementsprechend um, und es ist hörbar, dass auf der Platte alles nach seiner Pfeife tanzt. Das Ergebnis lässt kaum Fragen offen. Hier und da dürfte es ruhig etwas mehr Action geben, im Großen und Ganzen aber ein gelungener Auftritt, der das Interesse einiger Labels wecken wird.

Anspieltipps: Hollow und Pleiona
Rene W.
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