Invoke – Invoke (EP)

“Vielleicht die Metalcore-Newcomer des Jahres!“

Artist: Invoke

Herkunft: Mönchengladbach, Deutschland

Album: Invoke (EP)

Spiellänge: 21:14 Minuten

Genre: Metalcore, Hardcore, Modern Metal

Release: 18.04.2015

Label: Eigenproduktion

Link: https://www.facebook.com/invokemetal

Produktion: Aufgenommen von Manuel Cohnen in den Parabol Audio Studios (Viersen)

Bandmitglieder:

Gesang – Arno Bruester
Gitarre – Niklas Peterz
Gitarre – Nils Waerder
Bassgitarre – David Wolters
Schlagzeug – Fabian Bartsch

Tracklist:

  1. Considerations
  2. Open Mind
  3. Masquerade
  4. Reflections
  5. My Utopia
  6. Terra
  7. Fading

Invoke - Invoke

Was gibt es alles, was ich mit unserer Nachbarstadt Mönchengladbach verbinde? Zum einen wäre da klar der Fußballverein, dann da die Altstadt, in der Läden wie das Krümel damals für meine musikalische Ausrichtung sorgten und natürlich Bands wie Cause For Confusion, TrickOrTreat und die wohl bekanntesten Motorjesus. Seit heute kommt wohl noch eine Truppe zu dieser Liste hinzu. Die im Januar 2015 gegründete Metalcore-Band Invoke stammt nicht nur auch aus dem Niederrhein, sondern hat dort auch ihre gleichnamige und erste EP produziert, welche am 18. April diesen Jahres veröffentlicht wurde.

Mit einer römischen Vier (IV) auf dem Cover geht es nun in meinen Player und dort begrüßt mich zugleich ein atmosphärisches Intro, welches (fast) bündig in den ersten Song Open Mind übergeht. Hier entfalten Invoke alles, was man in der Genreschublade zu bieten hat. Zum einen bringen die rhythmusgeladenen Gitarrenriffs ordentlich Moshpit-Charakter mit sich und zum anderen sorgen die Melodiebögen für das, was der Volksmund allgemein unter dem Begriff „Abwechslung“ kennt.

Stimmtechnisch haut Arno Bruester einen Shout nach dem anderen raus und das eher im Style von Alex Good (Ex-Texas In July), als dass man sich bei den Jungs von We Came As Romans bedient. So brauchen jene Hörer, die den gerade noch so inflationär verwendeten Buben-Gesang im Metalcore / Hardcore-Genre abgeneigt sind, keine Angst haben, denn auf sowas greifen die Mönchengladbacher genau so wenig zurück wie auf jeglichen anderen klaren Gesang.

Mit Reflections introdiert man gekonnt mein persönliches Highlight der EP – My Utopia. Denn wer hier keinen Bock auf einen Moshpit beziehungsweise auf eine Wall Of Death bekommt, der ist ganz kein Anhänger des Genres.

 

[youtube]7ljNp8CalGE[/youtube]

Fazit: Das nenne ich mal ein gekonntes Debüt und das sage ich jetzt nicht nur, weil ich einen gewissen musikalischen Lokalpatriotismus unterlegen bin. Verglichen mit anderen Bands im Genre (ich nehme jetzt mal Any Given Day, Heaven Shall Burn und Neaera) haben die Jungs von Invoke keinen Grund sich zu verstecken. Im Gegenteil würde ich mich freuen in Zukunft mehr so gut produzierte CDs der Gladbacher in den Händen halten zu können.

Anspieltipps: My Utopia, Masquerade und Open Mind
Kai R.
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