John Illsley – Coming Up For Air

Ein kleiner Vorgeschmack für die kommende Tour im September

Artist: John Illsley

Herkunft: Lymington, England

Album: Coming Up For Air

Spiellänge: 32:04 Minuten

Genre: Folk, Blues, Rock

Release: 29.03.2019

Label: Blue Barge Records, Creek Records, Cargo

Link: https://www.facebook.com/johnillsley/

Bandmitglieder:

Gesang, Bass, Gitarre – John Illsley
Gitarre – Scot McKeon
Gitarre – Robbie McIntosh
Keyboard – Steve Smith
Keyboard – Guy Fletcher
Schlagzeug – Stuart Ross
Schlagzeug – Jody Linscott
Schlagzeug – Hannah Linscott

Tracklist:

  1. Old Amsterdam
  2. Double Time
  3. Coming Up For Air
  4. So It Goes
  5. When Things Go Right
  6. Wild One
  7. Picking Up The Pieces

Sonntagmorgen, das Wochenende war hart und was kann man sich dann am besten auf die belasteten Ohren geben? Etwas Folk, Blues bzw. Rock dürfte eine gelungene Abwechslung sein. Da kommt die EP Coming Up For Air von John Illsley gerade recht, die vor wenigen Tagen veröffentlicht wurde. John ist das Gesicht von Dire Straits und auch solo schwer erfolgreich. Das Minialbum kommt auf etwas über eine halbe Stunde mit sieben Titeln. Es ist übrigens das insgesamt fünfte Album in fünf Jahren, wenn man die beiden Livealben dazuzählt. Die Vinylausgabe folgt für alle Sammler im Mai. Im September gastiert John Illsley für zehn Termine erneut auf deutschen Bühnen – die Termine findet ihr weiter unten.

Mit Old Amsterdam starten John Illsley und seine Band. Der Opener greift den Titel gleich als Refrain auf und umgarnt ihn mit einem frischen Folk und einem rauchigen Rock-Klang. Dabei bleiben sie sehr locker und entspannt in ganz typischer Blues Manier. Die Backvocals unterstützen John und machen die Kompositionen deutlich satter im Sound. Nicht überladen mit einem guten Hang zum Radio Rock macht die Band einen guten Schritt in die Breite und trifft damit viele Ohren. Um einen schönen Frühlingsmorgen mit einem heißen Kaffee zu starten, ist Coming Up For Air bestens geeignet. Double Time nimmt ordentlich Geschwindigkeit aus der stressigen Zeit. Dafür eignet sich der musikalische Ritt von John Illsley am besten und schafft eine mentale Auszeit. Als Ruhepol, harmonisch mit viel Liebe zieht er mit seiner Band die Handbremse an, säuselt die Lyrics und hat verstanden, dass es nicht immer laut und schnell sein muss. Manchmal ist es einfach schön, seine Gedanken wie beim Titeltrack oder Wild One gleiten lassen zu können. Der Stil ist in Stein gemeißelt, das vielleicht einzige Manko der Session: Die schon sehr ähnlich gestrickten einzelnen Stücke, die nur wenig Platz lassen, um eine individuelle Magie zu entfalten.

John Illsley Tour September 2019:

Sep 17 Di – Colos-Saal – Aschaffenburg
Sep 19 Do – Musiktheater Piano – Dortmund
Sep 20 Fr – Die Halle – Reichenbach
Sep 21 Sa – Jazzhaus – Freiburg
Sep 22 So – Ampere – München
Sep 23 Mo – Hirsch – Nürnberg
Sep 24 Di – Yard Club / Die Kantine
Sep 25 Mi – Downtown Blues Club
Sep 26 Do – Blues Garage – Hannover
Sep 27 Fr – Quasimodo – Berlin

Fazit
Ein kurzer Ausflug in eine kleine besinnliche Auszeit, den uns die Engländer bescheren und damit natürlich auf ihre anstehende Tour im September aufmerksam machen. Gleich zehn Konzerte wird es in Deutschland geben, die wir euch weiter oben zusammengefasst haben. Das kleine Album ist für meinen Geschmack zwar zu eingängig, dafür aber auch absolut stimmig. Dass John Illsley ein Meister seiner Zunft ist, steht sowieso nicht zur Frage und kann sowohl an der Gitarre als auch gesanglich voll überzeugen. Ein weiterer Pluspunkt: die gut eingesetzten Hintergrundgesänge, die der ganzen Produktion noch einen zusätzlichen Glanz verleihen. Für harte Rocker nicht zu empfehlen - für alle Leser mit Blues Rock im Blut ein Leckerbissen für den sonnigen Frühling.

Anspieltipps: Old Amsterdam und Wild One
René W.8.2
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