Keimels Metalldetektor Ausgabe Oktober 2017

Es ist endlich Oktober. Für mich die Jahreszeit, der Monat, in der sich Mutter Natur wohl in ihren schönsten und prächtigsten Kleidern zur Schau stellt. Es riecht nach bitter-süßem und verfaulten Blattwerk, aus meinen Lautsprechern donnert unaufhörlich Type O Negatives October Rust und die Kürbisse grinsen in einer Art und Weise, die mir besonders gut gefällt. Wie jeder weiß, ist der Oktober der zehnte Monat in unserem Kalender. Da die Menschen seit jeher mit den Fingern zählten, stand diese Zahl für den Anfang und das Ende aller Zahlen, erschien dem Homo Sapiens und seinen Vorfahren damit sozusagen als numerische Grenze. Mehr als zehn Finger hat die vermeintliche Krone der Schöpfung schließlich nicht. Diese Zahl steht in ihrer Symbolik für Vollkommenheit und Vollendung, damit schließt sich für mich auch schon ein wichtiger Kreis. Ein Kreis der Selbstverwirklichung. Ich bin nämlich gerade dabei meinen neuen Roman fertig zu schreiben, meine literarischen Visionen und Arbeiten also zu vollenden und meiner künstlerischen Vollkommenheit einen enorm erwachsenen und durchdachten Schritt näher zu treten. Es wird schließlich meine dritte Buchveröffentlichung – und definitiv eine im größeren Stil. Aber dazu erfahrt Ihr bestimmt schon bald mehr. Vollendet wurden vor kurzem übrigens auch die Album-Arbeiten meiner Tiroler Musikerkollegen Midriff. Ein sehr sympathisches und unterhaltsames Gespräch mit deren Bassisten Jeremy gibt es HIER! zu lesen.

Midriff ist eine dreiköpfige Hard-Rock / Stoner-Rock Band aus Tirol. Das Erste, was diese Band schon mal besonders macht – ihr Sänger ist zeitgleich ihr Schlagzeuger. Das sieht man definitiv nicht oft. Gegründet wurde die von Bands wie Audioslave, Stone Sour und Alter Bridge beeinflusste Kapelle im Jahr 2008. 2010 folgte mit der EP Grassman’s Cottage die erste Studio-Veröffentlichung. Ein Jahr darauf legte die Band ein Musikvideo zum Song Pumping Iron nach – selbstverständlich passend mit einem Gastauftritt des damaligen World Strongest Man Martin Wildauer als Stargast. Der ist übrigens auch Tiroler. Diese Bergluft im heiligen Land scheint‘ s ganz schön in sich zu haben. Nur ein Jahr später erschien das erste Album Broken Dreams inklusive Videoclip zum Titelsong. Dieses öffnete dem Trio die Tür zum ein oder anderen Festival, die Live-Aktivitäten wurden hochgeschraubt und mit Blackout eine Unplugged-EP unters Volk gemischt. Bis dato spielten Midriff über zweihundert Konzerte und teilten die Bühne mit Bands wie Serenity, The New Roses und Pretty Maids. Nach dem in Eigenregie produzierten Album Doubts and Fears schafften es die Tiroler auf die größten und wohl bedeutendsten Bühnenbretter der österreichischen Musikszene. Nämlich auf die des Nova Rock und Donauinselfests.

Am 22. Oktober werden Midriff mit dem Album Decisions nun ihre insgesamt sechste Veröffentlichung auf den Markt werfen. Ich durfte den Silberling vorab hören und spreche somit eine Empfehlung aus – eine Empfehlung für alle, die Hard Rock, Stoner Rock, Classic Rock oder ähnliches mögen. Am 20. Oktober gehen die sympathischen Tiroler übrigens auf Tour durch Deutschland und Österreich. Es war von Anfang an meine Meinung, dass diese Band live noch viel besser funktioniert als auf CD, darum – Tourdaten checken, Karte checken, hinfahren, abrocken, eine gute Zeit haben!

Meine Schlussworte nutze ich dieses Mal um Euch noch eine weitere Band ans Herz zu legen! Chaos Inside aus Wien spielen Progressive Metal und gehören für mich zu einem der Top-Insider-Tipps der österreichischen Metal-Landschaft! Auf der Bandcamp-Seite könnt Ihr Euch die gesamte EP gratis runterladen. Unbedingt tun!!!

Mit diesem Doppel verabschiede ich mich bis November.

„Zwider-schaun“, meine Buben und Mädels! Genießt den Herbst.

Euer Markus Keimel

Anspieltipps Midriff:

Midriff:

Paul Henzinger – Gesang, Schlagzeug

Joshua Lentner – Gitarre

Jeremy Lentner – Bass

www.midriff.at

Chaos Inside: https://chaosinside.bandcamp.com/album/freedom-system-future-illusion

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