Metal Mirror – III

“Staubiger Old School aus Englands Grafschaft!“

Artist: Metal Mirror

Herkunft: Middlesex, England

Album: III

Spiellänge: 75:30 Minuten

Genre: Heavy Metal, Rock, Rock N Roll

Release: 14.02.2014

Label: High Roller Records

Bandmitglieder:

Gesang – Cameron Vegas
Gitarre – Paul Butterworth
Gitarre – Andy Barnett
Bassgitarre – PJ Phillips
Schlagzeug – Benjamin Reid Franklin III

Tracklist:

1. Lady
2. Wild Cat Strike
3. Knives And Dives
4. Tiger Of The Street
5. Midnight Eyes
6. Crazy
7. Mean Liar
8. Montana Violation
9. Hard Life
10. Getting Higher
11. Crazy
12. One Night
13. Commit No Nuisance
14. Rock ´n´ Roll Ain´t Never Gonna Leave Us
15. Living On English Booze

METAL MIRROR III Cover

Das, was Metal Mirror von 1979 bis jetzt auf die Beine gestellt haben, ist trotz der großen Zeitspanne sehr überschaubar. Entweder hat meine Quelle diverse Lücken oder die Band hat tatsächlich erst eine Single, eine Demo und zwei Live-Alben herausgebracht. Unter den Titel III, das diese These noch einmal unterstreicht, haben die Engländer aus der Grafschaft Middlesex nun eine Compilation zusammengestellt. Wem das alles genauso suspekt ist wie mir, wird eine wahre Freude an der Platte haben. Über das renommierte Label High Roller Records wird diese Ansammlung an Heavy Metal-Songs der ersten Stunde seit Februar 2014 auf die Menschheit losgelassen.

Manchmal täuschen einen böse Vorahnungen, man interpretiert zu viel in das Cover und erwartet Klischee-Schnulzen. Metal Mirror setzen dieser Theorie noch einen drauf – nicht, dass sie im Geringsten positiv überraschen würden, viel mehr ist das Cover super billig und abschreckend designed. Grau in Grau, ohne Aussage – da kann man nur hoffen, dass vom digitalen Cover bis zum fertigen Longplayer noch ein paar positive Unterschiede bestehen.

Käufern von III dürfte beim ersten Öffnen der Verpackung eine gute Ladung Staub in die gute Stube rieseln, Metal Mirror basiert auf Klangtechnik von 1979 und mich würde es wirklich nicht wunden, wenn die Songs Lady, Wild Cat oder Knives And Dives nicht auch aus dieser Zeit stammen würden. Nicht, dass ich was gegen den alten Klang hätte, es ist eher die Tatsache, dass die Instrumente und der Gesang sehr mäßig abgemischt sind, die mich stört. Meist ist der Gesang viel zu leise, das Schlagzeug klingt kalt und hat überhaupt keine Power. Die beiden Gitarren werden mit dem Bass zu einem dicken Haufen Soundbrei zusammengerührt, der in der Spielzeit von deutlich über einer Stunde den Hörer schnell an den Eiern packt. Hörspaß sieht im Klartext an der aus. Wer auf nostalgische Rock’n’Roll-Klänge steht, die einen leichten Heavy Metal-Anstrich abbekommen haben, könnte III gefallen. Die Tatsache, dass Metal Mirror eine solche Compilation im Jahre 2014 abliefern, finde ich ein wenig dreist. Viel Arbeit dürften die Briten jedenfalls nicht damit gehabt haben. Eben die alten Stücke zusammengewürfelt, versuchen sie damit noch ein Euro bzw. Pfund zu erwirtschaften.

Fazit: Um es knallhart zu sagen: Früher haben Metal Mirror nichts gerissen und sie werden auch in der Zukunft an ihrer Tradition festhalten. Mich würde es wirklich wundern, wenn sich daran nach über 40 Jahren noch etwas ändern sollte. Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren, aber ihre Compilation können sie ganz getrost behalten. Vom Kauf möchte ich niemanden abhalten, falls sich wirklich dazu einer ermutigt fühlen sollte. Eine Garantie für Hörspaß gebe ich definitiv nicht!

Anspieltipps: Living On English Booze
Rene W.
3.5
3.5
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