Motorjesus – Hellbreaker

Bärenstarker Rock 'n' Roll aus Gladbach für die Hölle

Artist: Motorjesus

Herkunft: Mönchengladbach, Deutschland

Album: Hellbreaker

Spiellänge: 44:26 Minuten

Genre: Rock ’n‘ Roll, Heavy Rock

Release: 09.04.2021

Label: AFM Records

Links: http://www.motorjesus.net/

Bandmitglieder:

Gitarre – Andy Peters
Gesang – Chris „Howling“ Birx
Gitarre – Patrick Wassenberg
Bass – Dominik Kwasny
Schlagzeug – Adam Borosch

Tracklist:

  1. Drive Through Fire
  2. Battlezone
  3. Hellbreaker
  4. Beyond The Grave
  5. Dead Rising
  6. Car Wars
  7. Firebreather
  8. Lawgiver
  9. Black Hole Overload
  10. Back To The Bullet
  11. The Outrun

Drei Jahre ist es schon wieder her, dass der Studio-Vorgänger Race To Resurrection der Mönchengladbacher auf die Welt gekommen ist. Im letzten Jahr gab es dann noch das erste Livealbum Live Resurrection. Seitdem ist viel passiert. Getourt werden konnte nicht, Motorjesus haben Drakkar Entertainment Lebewohl gesagt und haben bei den Hamburgern von AFM Records ein neues Zuhause gefunden. Hier erscheint nun mit neuem Personal das siebte Studioalbum Hellbreaker. Schon wieder neues Personal? Die letzte neue Personalie mit Gitarrist Patrick Wassenberg ist noch nicht allzu lange her, da ist Philipp Kohout danach ausgestiegen. Adam Borosch hat nun die Schießbude übernommen. Produziert hat das neue Album niemand Geringerer als der Schwede Dan Swanö aus Örebro (Nightingale, Katatonia, Bloodbath).
Ihre Liebe zu 70er Muscle Cars zeigt sich auch in ihrem Artwork und der „Motorized Jesus“ hat sich als Bandmaskottchen in ihren Cover-Artworks etabliert. Das Cover zu Hellbreaker stammt aus der Feder von Sebastian Jerke.

Quelle: AFM Records

Wie man bei dieser Mischung aus Band und Produzenten schon vermuten kann: Schmuseballaden gibt es nicht! Das neue Album geht durchgängig ins Tempo! Es ist ein kompaktes, explosives Hard Rock Album geworden, das durchgängig in die Glieder fährt!
Drive Through Fire startet zunächst als anderthalbminütiges Instrumentalstück. Ein gelungenes Intro, um dann so richtig loszulegen. Der klassisch-rockige, leicht metallastige Sound kommt mit den extrem harten Gitarrenriffs richtig stark rüber und macht als Opener sofort Lust auf mehr. Mit fast sechs Minuten ist es der längste Song auf dem Album. Auch der zweite Song, Battlezone, ist so ein klassisch-traditioneller Motorjesus-Track, bei dem man so richtig abrockt. Ein echter Wochenendreißer, um bei dem einen oder anderen Kaltgetränk Dampf abzulassen. Noch eine Spur metallischer wird es mit Hellbreaker. Der Song macht dort weiter, wo die Bisherigen enden. Mit einem irren schnellen Sound ist der Motor spätestens jetzt auf Betriebstemperatur. Beyond The Grave schaltet einen Gang herunter. Dead Rising sowie Car Wars haben einen etwas punkigeren Rock ’n‘ Roll-Drive. Das groovige Firebreather ist dann wieder ein traditioneller Motorjesus-Song, der ein Gemisch aus Metal und Stoner Rock und anderen Stilrichtungen ist. Mit Lawgiver bleibt sich die Band ihren 80er-Jahre Heavy Metal Wurzeln treu. Angelehnt an Judas Priest und Iron Maiden macht der Song richtig Spaß. Black Hole Overload und Back To The Bullet drehen noch einmal richtig auf. Hier geht es wieder deutlich metallischer zu. Mit The Outrun endet das Album mit einem kurzen instrumentalen Abspann, der so gar nicht in dieses hochklassige Album passt. Vinyl-Käufer bleibt dieser Track erspart. Er passte scheinbar nicht mehr drauf…

Es ist den Jungs gelungen, ein harte Rock ’n‘ Roll Scheibe zu kreieren, die auch live funktionieren würde, wenn man sie dann lässt. Tanzbar, zum Mitgrölen einladend und immer zum Frustabbau geeignet. Das neue Line-Up brachte scheinbar noch mehr Drive in die geschriebenen Songs.

Das Album kommt traditionell in mehreren Versionen auf den Markt. Neben den digitalen Streaming- und Downloadkanälen kommen die physikalischen Datenträger als CD im Jewelcase sowie die LPs in einem clear red and clear yellow Vinyl in einem Gatefold Cover daher. Die Vorbestellungen laufen bereits.

Motorjesus – Hellbreaker
Fazit
Ein Album mit richtig guten, rockigen, aber auch leicht metallastigen Songs. Eingängige Refrains und ein neues Line-Up, das richtig Spaß am Vollgas hat. Die richtige Musik fürs Wochenende, um vom Arbeitsstress wegzukommen. Leichte abwandelnde Schwächen bei den letzten Songs und einem Abschluss, der so gar nicht passt. Trotzdem ist es ein Top Album.

Anspieltipps: Drive Through, Battlezone und Hellbreaker
Norbert C.
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