Pride Shall Fall – Upon The Court Of Eden (EP)

„Energiegeladen, kräftig und rasant!“

Artist: Pride Shall Fall

Album: Upon The Court Of Eden (EP)

Spiellänge CD: 23:40 Minuten

Genre: Death Metal / Hardcore / Metalcore

Release: 2010

Label: ohne Vertrag

Link: http://www.facebook.com/prideshallfall

Bandmitglieder:

Gesang – Warren Murphy
Gitarre – Tim Falkenberg
Gitarre – Rajko Resanovic
Gitarre – Serhan Topluca
Bass – Daniel Garcia
Schlagzeug – Andreas Tegeler

Tracklist CD:

  1. Ctrl/Alt/Del
  2. Eden’s Lost
  3. Sure
  4. Our Genetic Downfall (Live)

Pride_Shall_Fall-Upon_The_Court_Of_Eden-Cover

Pride Shall Fall, der Name dürfte doch schon einigen – insbesondere durch das recht bekannte Misheard-Lyrics-Video zu dem Song Sure – bekannt sein. Wem das jedoch nichts sagt: die sechs Jungs aus Bremen haben sich 2008 gegründet und ziehen seitdem ihr eigenes Ding durch. Ihre Musik zeichnet sich dadurch aus, dass sie sich nicht davon beeinflussen lässt, was derzeit „In“ ist und jedes Bandmitglied sich auf seine Art und Weise einbringt. Das kann entweder ein äußerst abwechslungsreiches und interessantes Gesamtergebnis verheißen oder einfach nur Schrott ergeben – und da ich die 2009 erschienene EP Upon The Court Of Eden vor mir liegen habe, kann ich dies sogleich beurteilen.

Ctrl/Alt/Del fängt direkt geladen an und überzeugt durch genialen Gitarrensound, gutes Schlagzeug und starken Gesang. Besonders die Gitarren, von denen Pride Shall Fall ganze drei Stück einsetzen, haben es mir angetan – der Klang ist voll und abwechslungsreich und wird sich in der Anlage meines Autos bestimmt noch viel besser anhören.

Auch Eden’s Lost, der zweite Song der EP, überzeugt mich sofort – diesmal tritt der Bass zu Beginn in den Vordergrund und zeigt, dass auch er eines Lobes würdig ist. Insgesamt wirklich abwechslungsreich und überraschend, denn als es scheint, dass der Song zu Ende ist, wird noch mal mit einem wunderbaren Breakdown aufgewartet. So gehört sich das!

Song drei, auf dich habe ich gewartet. Sure heißt das gute Stück und ist der Song, den die meisten Leute von Pride Shall Fall kennen werden. Mir hat das Stück schon beim ersten Hören gefallen, da er rasant und energiegeladen daherkommt und einfach nur mehr als hörenswert ist. Die hin und wieder erklingenden Bandshouts erinnern mich stark an den Norther-Song Deep Inside. Die Ähnlichkeit in diesen Abschnitten ist verblüffend, jedoch keinesfalls schlecht, da es sich bei Norther bekanntlich auch um eine sehr gute Band handelt. 😉

Der (leider schon) letzte Song, Our Genetic Downfall, ist eine Liveaufnahme. Da die Soundqualität hier nicht berauschend ist, entsteht ein klanglicher Break auf der EP, der mir nicht so ganz zusagt. Hierzu muss ich sagen, dass ich kein Fan von Liveaufnahmen bin. Ich höre Musik zwar gerne live, jedoch verzichte ich privat eher auf solche Aufnahmen, da die Qualität der im Studio aufgenommen Songs in meiner Anlage doch durchaus überzeugender rüberkommt. Gewiss zeigen Pride Shall Fall bei Our Genetic Downfall eine gute Arbeit, jedoch haben mir die drei vorangegangenen Stücke besser gefallen.

Fazit Die Adjektive, mit denen sich Pride Shall Fall selbst beschreiben, bzw. mit welchen die Band von ihren Fans beschrieben wird – nämlich „roh, energetisch, durchdringend und brutal“ – sind durchaus passend gewählt. Die Bremer Band hat ein enormes Potenzial und zeigt mit genialem Gitarrensound, wunderbar rasantem Schlagzeug und kräftigen Shouts, was gute Musik ist. Leider hat die EP für meinen Geschmack etwas zu wenig Songs und das letzte Stück fungiert für mich eher als Füllmaterial, weshalb ich bewertungstechnisch etwas runtergehen muss. Insgesamt gibt es von mir jedoch eine ganz klare Kauf- und Hörempfehlung! Anspieltipps: CTRL/ALT/DEL, Eden's Lost, Sure
Petra D.
8.5
8.5
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