Profane Omen – Destroy!

“Let’s Groove’n’Growl!“

Artist: Profane Omen

Album: Destroy!

Spiellänge: 40:19 Minuten

Genre: Hardcore

Release: 28.09.2011

Label: Metalheim

Link: www.profaneomen.net

Klingt wie: Diablo, Mokoma

Bandmitglieder:

Gesang – Jules Näveri
Gitarre – Williami Kurki
Gitarre – Antti Kokkonen
Drums – Samuli Mikkonen

Tracklist:

  1. A Force To Be Reckoned With
  2. Wastehead
  3. Predator
  4. Feed On The Wasted
  5. Escape / Traceless
  6. Bad Dreams
  7. Acedia
  8. Bound To Strive
  9. Zombie Riders

Der erste Song der Finnen, A Force To Be Reckoned With, hat schon mal einen sehr starken, groovigen Anfang, der mir das Gefühl gibt, dass die Band mit diesem Album mehr erreichen will. Ich kann auch jetzt schon verraten, dass dieser Song in meinen Augen der zweitbeste war. Dieses Stück macht Stimmung, hat ein tolles Solo in petto und ist dabei noch sehr melodisch.

Mit dem zweiten Stück der Scheibe gibt es noch eine Runde Hardcore auf die Ohren. Wastehead ist erneut recht groovig und beinhaltet auch ein starkes Solo. Besonders das Finale dieses Stückes hat es in sich. Insgesamt ein starker Song, der eine stilistische Fortsetzung des Openers ist.

Weiter geht’s mit einem etwas unheimlichen Ausstoß, als Intro für das dritte Stück, Predator. Hier gibt es ein wenig Abwechslung zu den beiden Vorgängern, insbesondere, da ordentlich gegrowlt wird, was mir persönlich gut gefällt. Der Song legt meines Erachtens nach im Laufe der wenigen Minuten zu und steigert sich somit auf ein recht hohes Tempo, was ebenfalls ein Pluspunkt ist.

Kurz vor Halbzeit gibt es mit Feed On The Wasted ein wenig Melodie für’s Ohr, erst instrumental, dann auch stimmlich sehr geschmeidig. Dies währt aber nicht lange, denn schon bald geht es ein wenig härter zu. Die Steigerung von Tempo und Härte zieht sich bis zum Ende des Songs und es geht von ein bisschen Gezupfe bis hin zu einer fetten Doublebass.

Escape / Traceless ist der fünfte Streich und gibt erneut eine stilistische Abwechslung. Ein aufbauendes Intro, weiter zu thrashiger Spielweise, um dann zu einem melodischen Chorus überzugehen. In Richtung Chorus wird der Song inklusive Growls härter, um dann mit klarem Gesang und Background Vocals melodischer zu werden.

Jetzt gibt es wieder ein wenig Groove zu hören, ebenso wie klare Vocals. Aber natürlich darf es an Härte auch hier nicht fehlen. Mit Bad Dreams wird ebenfalls ein wenig Tempo aufgebaut und eine etwas undefinierbare Stimme, die in Richtung Growl geht und letztendlich aber auch vollends zu eben diesem entwickelt, erklingt. Gegen Ende gibt es dann auch eine Runde Thrash, gefolgt von einem starken Finale mit einem Solo erster Güte und zweistimmigen Gesang.

Das Outro des sechsten Songs, in Form von melodischem Gitarrenspiel, ist gleichzeitig auch das Intro zur siebten Nummer, Acedia. Das Intro ist eines der längeren seiner Art, und mündet in einem Fluss von Melodie und klaren Vocals. Der Chorus ist wirklich stark gesungen und öffnet die Pforte für ein wenig mehr Härte, ohne dabei den melodischen Hintergrund zu verlieren. Das Gitarrensolo ist wohl das zweitbeste des Albums und insgesamt ist dieses Stück definitiv ein Highlight des Albums.

Weiter geht es nun mit dem absoluten Highlight des Albums, Bound To Strive. Der Anfang ist, verglichen zu dem Rest des Albums, schon sehr schnell. Ebenso gibt es direkt ein paar Growls auf die Ohren. Der Chorus ist zwar mit klarer Stimme gesungen, aber dennoch sehr frech, wenn man es denn so nennen kann. Das Solo in diesem Stück ist zwar kurz, aber in meinen Augen das beste der ganzen Scheibe. Auch das Finale dieses Songs ist genial gespielt und gesungen bzw. gegrowlt.

Und schon sind wir am Ende des Albums, denn das neunte ist auch das letzte Stück. Ein sehr langsamer Start in den Song lässt etwas Langeweile aufkommen, doch auch dieses Lied nimmt an Härte zu. Ein unheimliches Geräusch gegen Mitte lässt mich leicht verdutzt gucken, aber insgesamt ist auch Zombie Riders gelungen, sowohl musikalisch, als auch bei der dauerhaften Abwechslung von Growl und klarem Gesang. Das Finale vom Finale wäre auch auf einem Konzert absolut willkommen und ist ein eindeutiger Hinweis auf den Abschluss des Albums.

Fazit: Profane Omen haben gezeigt, dass sie nicht ganz neu im Geschäft sind, denn mit diesem Album haben sie wirklich ein starkes Stück abgeliefert. Die Band wird sicherlich noch richtig abräumen und dies in nicht allzu ferner Zukunft. Viele Highlights, einiges an Abwechslung und ein Gesamteindruck, der sich sehen lassen kann, haben mich überzeugt. Die Jungs aus Finnland haben sich eine starke Bewertung und ein paar CD-Käufe verdient, also: ab in die Musikläden mit euch! Anspieltipps: A Force To Be Reckoned With, Feed On The Wasted und Bound To Strive
Lennart L.
9
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