RedNight – RedNight

Aachen kann nicht nur Printen

Artist: RedNight

Herkunft: Aachen, Deutschland

Album: RedNight

Spiellänge: 40:51 Minuten

Genre: Hard Rock, Alternative Rock

Release: 08.11.2019

Label: Eigenproduktion

Link: https://www.facebook.com/rednight.music/

Produktion: Monoposto Mastering, Düsseldorf von Roy Recklies

Bandmitglieder:

Gesang – Maurice Klinge
Gitarre – Kilian Böttcher
Bassgitarre – Lars Steffens
Schlagzeug – Jannik Hackenbroich

Tracklist:

  1. Rising Sun
  2. Lost
  3. In The End
  4. Unleash The Beast
  5. Wisdoms
  6. Journey
  7. Fuck
  8. World Of Pain (Version MMXIX)
  9. Button Of Love

 

Seit dem Jahr 2011 gibt es die Band RedNight schon, ich durfte sie mit ihrer energiegeladenen Show beim Graveguard Festival Ende August in Eupen kennenlernen. Da hatten sie schon richtig losgelegt und in 2016 ihre Debüt-EP und in 2018 als erste Single aus dem anstehenden Album Button Of Love veröffentlicht. Dass sie sich auf der Bühne mindestens genauso wohlfühlen, wie im Studio, konnten sie auch bei ihrer Deutschlandtour beweisen, bei der sie mit Bands wie Primal Fear, Rantanplan oder Labrassbanda auftraten. Allein an den drei Bandnamen merkt man schon, dass RedNight sich genretechnisch in keine Schublade stecken lassen und auch gern mal zwischen den (Genre-)Stühlen sitzen. Das beweisen sie auch mit ihrem selbstbetitelten Debütalbum, das sie am 08.11. zunächst nur als Silberling veröffentlichten. Erst ab dem 17.01.2020 wird es auch online verfügbar sein.

RedNight @ Graveguard Festival 2019 08 30

Sehr augenfällig ist definitiv das Cover. Ganz in pink kommt es daher und zeigt einen Frauenmund, der nur darauf wartet, geküsst zu werden. Dieses Motiv steht für das, worum es sich in den Songs von RedNight dreht, nämlich um die Frau. Das heißt natürlich nicht, dass Männer sich dieses Album nicht anhören können! 😀

Los geht’s mit einem richtig guten Stück Alternative Rock. Rising Sun erinnert musikalisch ein wenig an Bands wie Alter Bridge oder Blacktop Mojo. Coole Riffs aus der Southern Rock-Ecke und der Gesang von Maurice lassen den Sand unter den Stiefeln knirschen.

Bewegen sich die Songs auf RedNight eigentlich alle im radiotauglichen Vier-Minuten-Format, kommt In The End tatsächlich fast auf sieben Minuten. Es ist der erste von leider nur zwei Uptempo-Songs auf dem Album. Zum Ende hin wird der Chorus ein wenig penetrant, aber das sind Marginalien.

Nachdem sich Unleash The Beast für mich eher als zahnloser Tiger entpuppt, hier hatte ich nämlich nicht so eine relaxte Nummer erwartet, passt der Titel Wisdoms wie A… auf Eimer. Es gibt ja wirklich für jede Lebenslage irgendeinen Spruch, und da haben sich RedNight ausgiebig und intensiv umgeschaut. Los geht’s gleich mal mit zwei Zeilen aus dem Foreigner-Song Cold As Ice, auch eine ziemlich berühmte Szene aus Forrest Gump findet hier ihren Platz – „Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen, man weiß nie, was man kriegt“.

So wie das eben genannte Wisdoms fängt auch Journey mit einem schönen Gitarrenspiel an. Mutig finde ich, den Chorus dermaßen funkig zu halten. Das machen RedNight aber mit dem zweiten Uptempo-Track des Albums wieder wett, Fuck kommt genau so rotzig-frech daher, wie der Titel verspricht. Da lässt sich dann auch noch ein klasse Gitarrensolo unterbringen.

Zu einem meiner Anspieltipps, nämlich Rising Sun, haben RedNight ein Video rausgehauen, das Ihr hier sehen könnt:

RedNight – RedNight
Fazit
Wie ich oben schon geschrieben habe, sind RedNight musikalisch nicht auf den Punkt genau festgelegt. Eindeutige Vorbilder kann ich nicht raushören – was allerdings nicht viel heißt, denn im Hard Rock bin ich eher nicht so firm. Die Songs haben aber definitiv ihren eigenen Touch, von funkig über Pop-Rock bis zum Hard Rock spannen die Jungs ihr Soundsegel und können damit gut unterhalten.

Anspieltipps: Rising Sun, In The End und Fuck
Heike L.
8
Leser Bewertung1 Bewertung
9.5
Pro
Contra
8
Punkte
Weitere Beiträge
Unprocessed – Artificial Void