Skull Crusher – Messiah (EP)

Guter, amerikanisch angehauchter Death Metal aus Österreich

Artist: Skull Crusher

Herkunft: Österreich

Album: Messiah

Spiellänge: 16:47 Minuten

Genre: Old School Death Metal

Release: 20.03.2020

Label: Tri Circle Records

Link: https://www.facebook.com/SkullCrusherAustria/

Produktion: Produced by Skull Crusher Recorded and mixed by Stefan Kaschel, AudioRiotRecordings, 2019 Mastered by Christoph Brandes, Iguana Studios, 2019

Bandmitglieder:

Gesang – Andreas Ibitz
Gitarre – Christian Bukovac
Gitarre – Thomas Stock
Gesang, Bass – Matthias Fibrich
Schlagzeug – Wolfgang Rathgeb

Tracklist:

1. Vaporiize
2. Disgrace
3. Messiah
4. Prelude To Nil

Bis zum Jahre 1990 agierte man noch unter den Namen Mortuary, 1991 kamen dann der Namenswechsel und somit eine Neugründung zustande. Bis zum Jahre 2000 musizierte man unter den Namen Skull Crusher und brachte drei Demos und zwei Alben heraus und war somit ein wichtiger Bestandteil der österreichischen Death Metal Welt. Konzerte mit Napalm Death, Massacre oder Tiamat standen auf der Tagesordnung. Damals ging man schon in Richtung Florida Death Metal. Dann war erst einmal Schluss. Für das Festival Feel The Noise kam man im August wieder zusammen und anscheinend hat es solchen Spaß gemacht, dass man am Ball geblieben ist und eine EP auf den Markt wirft.

Schlagzahlanzähler und ab dafür. Groovende und drückende Parts quellen aus den Boxen. Schön im Midtempo agieren und mit feinen, aggressiv tiefen Vocals. Es wird in einen Doublebass betonten Part übergegangen – dann Wechsel in einen feinen Uftata-Part mit eingängigem Riffing. Es folgt ein Midtempopart und Gummi. Allerdings Geschwindigkeit, wie es eben früher war. Keine Hyperspeed oder Blastattacken. Langsamer Part mit Screamvocals, Basssoli und fettem Riffing danach. Cooler Mitbandpart – dann wieder Fahrtaufnahme und ein Solo darf natürlich auch nicht fehlen. So, wie es in den Neunzigern eben war. Die Alten können nun einmal nicht aus ihrer Haut und das ist auch gut so. Und dann auf einmal volles Geballer, sehr geil. Guter Wechsel – hätte ich nicht mit gerechnet. Fetter Song, guter Beginn.

Die anderen drei Songs dieser EP hängen da ein wenig hinterher, sind aber auch recht fett und eingängig, ohne simpel oder stumpf zu wirken. Gefällt mir sehr gut. Disgrace mit der geilen Melodie zum Beispiel am Anfang, auch richtig stark.
Der abwechselnde Gesang macht auch richtig Laune, obwohl ich mich an die Tiefen erst einmal gewöhnen musste. Klingt nicht typisch Old School. Beim zweiten Mal fand ich ihn aber schon drückend und gut.

Bin mal gespannt aufs ganze Album, denn als Old School Death Metal Fan werde ich hier total bedient. Der amerikanische Sektor wird hier gut abgegrast. Jeder Song klingt eigenständig und ist pure Abwechslung. Sei es jetzt beim Riffing oder beim Gesang und natürlich müssen Soli sein. Der technische Faktor wird hoch gehalten, allerdings sehr subtil, sodass das Songwriting absolut nachvollziehbar ist.

Skull Crusher – Messiah (EP)
Fazit
Guter, amerikanisch angehauchter Death Metal , der Laune auf mehr macht. Technisch und brachial. Fans von Immolation, Deicide oder auch Cannibal Corpse können bedenkenlos zugreifen.

Anspieltips: Vaporize und Disgrace
Michael E.
8.5
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