Sodomisery – The Great Demise

Melodische Gitarren, hämmernde Drums und aggressive Vocals – Made in Sweden

Artist: Sodomisery

Herkunft: Schweden

Album: The Great Demise

Spiellänge: 45:19 Minuten

Genre: Black Metal, Death Metal

Release: 22.05.2020

Label: Testimony Records

Link: https://www.sodomisery.com/

Produktion: Sven Widgren – Wing Studios

Bandmitglieder:

Gesang, Gitarre – Harris Sopovic
Gitarre – Magnus Grönberg
Bass – Paul Viscolit
Drums – Viktor Eglund

Tracklist:

1. Reapers Key
2. Into The Cold
3. Sacrifice
4. The Messenger
5. In The Void
6. The Great Demise
7. Until They Burn
8. Arise
9. The Abyss

Dass Schweden musikalisch gesehen zu einem meiner Lieblingsländer zählt, dürfte sich mittlerweile herausgestellt haben. Swedish Old School Death Metal und Swedish Melodic Death Metal könnte ich den ganzen Tag hören, aber auch abgesehen davon hat das Land immer wieder geile Kapellen, wie z.b. Vomitory oder Marduk am Start.

Normalerweise haben alle Musiker mehrere Bands am Start und so auch im Falle von Sodomisery, wobei außer Gitarrist und Sänger Harris (Warheim) kein anderer mehr aktiv in einer weiteren Combo agiert. Sei es drum.

Seit 2015 ist man nun zusammen und brachte im Jahre 2017 eine EP namens Sodomisery heraus. Es fand ein Besetzungswechsel statt (¾ der Band, u. a. Niklas von Katatonia und Lik) und nun greift man mit Hilfe des deutschen Labels Testimony Records erneut in Form eines Debüts an.

Die Burschen widmen sich nicht dem typischen schwedischen Sound, sprich dem Stockholm Death Metal, sondern mischen Death und Black Metal. Als Schwedenfan kommen einem da natürlich sofort die legendären Dissection in den Sinn. Und man muss sagen, hier und da werden dann tatsächlich Erinnerungen wach.

Reapers Key eröffnet den Spaß. Langsam flirrende Gitarren, getragen von einer Melodie – so geht es los, bevor man dann mit einen Scream und einen Blastbeatpart so richtig Gas gibt. Groovig geht es dann weiter und eine Melodie wird drüber gejagt, gepaart mit einer Doublebassattacke. Wieder ab in den Groove mit feinstem Riffing und aggressiven Vocals. Break. Slow Tempo und ab ins Midtempo und Fahrt aufnehmen. Die Melodie ist absolut lecker und der darunter gelegte Doubebassteppich ebenfalls. Ein gelungenes, fast atmosphärisches Solo folgt. Dann noch mal Break und auf die Glocke und wieder die leckere Melodie. Ja, die sitzt und danach wieder in den „groovigen Part“. Im Hintergrund erklingen Screams und im Vordergrund der aggressive Gesang, und noch mal baut man den Song auf. Sehr fett, muss ich sagen, kommt sehr gut rüber. Am Ende gibt es noch einmal eine feine Knüppeltattacke und aus ist das Vergnügen. Darf man durchaus so machen. Gutes Teil.

Das nachfolgende Into The Cold brilliert auch mit einer Melodie, die von Anfang vorgetragen und dann mit einer Doublebassattacke vervollständigt wird. Man geht in einen schönen Uptempouftatapart. Kombiniert mit fettem Riffing. Die Burschen wissen, wie es geht und mitten drinne dann die Blastattacke – so liebe ich es und danach in einen feinen Bangpart. Verschiedene Tempi werden nicht nur hier angewendet. Kommt sehr stark.

So knattert man sich durch das Gebälk und nimmt mich absolut mit auf die Reise. Feine Mischung. Am Ende gibt es noch ein bedrohliches, aber auch beruhigendes, vor allem aber atmosphärisches Outro.

Sodomisery – The Great Demise
Fazit
The Great Demise dürfte echt jeden Fan begeistern, der in beiden Lagern zu Hause ist. Eine feine Mischung aus Black und Death Metal. Melodische Gitarren, hämmernde Drums mit Doublebass- und Blastbeattacken, aggressive Vocals, versehen mit Screams und eine wirklich fette Produktion. Kollege Sverker Widgren von Diabolical und den Wing Studios hat mal wieder ordentliche Arbeit abgeliefert, genauso wie die Musiker. Das Album hat fette Riffs am Start und glänzt mit sehr viel Abwechslung, Hooks, Eingängigkeit, verschiedenen Tempi, hohem Aggressionsgrad und mit Dunkelheit.

Anspieltipps: Reapers Key, Into The Cold und The Great Demise
Michael E.
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