The Chant – New Haven

“Sehr schwermütige Finnen“

Artist: The Chant

Herkunft: Helsinki, Finnland

Album: New Haven

Spiellänge: 51:42 Minuten

Genre: Dark Rock, Alternative Rock, Progressive Rock

Release: 06.06.2014

Label: Lifeforce Records

Link: http://www.thechant.net

Produktion: Redfive Studios, Vantaa von Mikko Herranen

Bandmitglieder:

Gesang – Ilpo Paasela
Gitarre und Gesang – Jussi Hämäläinen
Gitarre und Gesang – Pekka Loponen
Gitarre – Kimmo Tukiainen
Bassgitarre – Markus Forsström
Keyboard – Mari Jämbäck
Schlagzeug – Roope Sivén

Tracklist:

  1. Earthen
  2. Minotaur
  3. Playwright
  4. Falling Kind
  5. Drifter
  6. Cloud Symmetry
  7. Until We Witness
  8. Come To Pass

The-Chant---New-Haven

Die Band The Chant wurde im Jahr 1999 gegründet. Bis zur Veröffentlichung des Debütalbums dauerte es allerdings einige Jahre, erst in 2008 erschien Ghostlines. Danach erschienen im Abstand von jeweils zwei Jahren die Alben This Is The World We Know (2010) und A Healing Place (2012). Nach nunmehr weiteren zwei Jahren wird am 06.06.2014 das vierte Studioalbum New Haven veröffentlicht.

Sämtliche Lieder auf diesem Album pendeln eigentlich zwischen den Stimmungslagen melancholisch, schwermütig und leidend. Die progressiven Elemente sind stark im Hintergrund, man muss also keine vertrackten und komplexen Songs befürchten. Die drei eingesetzten Gitarren machen durchaus etwas her, es gibt auch feine Riffs und schöne Instrumentalparts. Der Gesang von Ilpo Paasela passt sich der Grundstimmung des Albums hervorragend an, es ist schon erstaunlich, was kleine Nuancen in der Stimmlage ausmachen.

Fazit: Die einzelnen Lieder für sich gesehen sind ja durchaus nicht schlecht, aber ein ganzes Album in dieser düsteren Grundstimmung ist zu viel für mich. Dabei kann man noch nicht mal sagen, dass das Album eintönig ist, die einzelnen Lieder sind, wie gesagt, für sich gesehen kleine Perlen und durch ihre Vielschichtigkeit auch durchaus voneinander unterscheidbar. Den einzelnen Bandmitgliedern kann man auch nur eine klasse Leistung bescheinigen. Der Gesang passt hervorragend, verstärkt das Melancholische dieses Albums und auch produktionstechnisch passt es. Trotzdem wird dieses Album in meinem CD-Regal wohl eher verstauben. Fans von Katatonia oder Anathema dürfen aber gern zugreifen.

Anspieltipps: Playwright, Falling Kind und Until We Witness
5.5
5.5
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