The Troops Of Doom – The Absence Of Light (EP)

Auf den Spuren von Sepultura und den Achtzigern

Artist: The Troops Of Doom

Herkunft: Brasilien

Album: The Absence Of Light (EP)

Spiellänge: 25:52 Minuten

Genre: Death Metal,Thrash Metal

Release: 08.08.2021

Label: Repulsive Echo Records

Link: https://thetroopsofdoommc.bandcamp.com/releases

Bandmitglieder:

Gesang und Bassgitarre – Alexandre Käffer
Gitarre – Jairo Guedes Braga
Gitarre – Marcelo Henrique Vasco
Schlagzeug – Alexandre Oliveira

Tracklist:

  1. Introduction – The Absence Of Light
  2. Act I – The Devil’s Tail
  3. Act II – The Monarch
  4. Antichrist (Sepultura Cover)
  5. The Devil’s Tail (Demo Version)
  6. The Monarch (Demo Version)

Diese brasilianische Combo ist erst seit 2020 zusammen, hat aber im Underground schon ziemlich viel Staub aufgewirbelt, denn im Jahre 2020 kam gleich eine EP namens The Rise Of Heresy heraus, die schon ziemlich eingeschlagen hat. Vier geile Songs und zwei Coversongs von Sepultura. Die Band hat sich nach einem Song von Sepultura benannt und dies liegt nahe, denn die Burschen stammen ja auch aus Brasilien und Gitarrist Jairo Guedes Braga war in den Anfangstagen bei Sepultura beschäftigt und hat u.a. das Album Morbid Visions mit verzapft. Aber auch die anderen Protagonisten müssen sich sicherlich nicht verstecken und sind in Bands wie Eminence, Demoniac Harvest oder Enterro tätig.

Wenn ein Song schon irgendetwas mit „Introduction“ beinhaltet, dann ist es meistens ein Intro. Und so auch bei Introduction – The Abscence Of Light. Hier gibt es 90 Sekunden Drama. Ein wenig bombastisch, aber durchaus bedrohlich.

Das erste Riff von Act I – The Devil’s Tail macht klar, wohin die Reise geht. Feiner Old School Death Metal der amerikanischen Schule. Der Song ist so schön altbacken und straight forward. Die Anfangstage der Death Metal Szene hatten ja noch einen sehr hohen Thrash Metal Anteil und so auch hier bei The Troops Of Doom. Geiler Part, bis man dann zu einem typischen Midtempo-Groove kommt und diesen mit einem melodischen Lead kombiniert. Stakkatoriffing mit Drumbetonung folgt, ein langsamer Aufbau wird vollzogen und man schleppt sich so langsam durch die Botanik, ein „Thrash„ erklingt und ein wildes Solo startet. Absolut fett und dann wieder volle Attacke. Hier werden Bands wie Possessed oder Massacre zitiert. So soll es sein. Am Ende wird es noch einmal kurz atmosphärisch. Solche Einspieler gab es früher ja auch sehr oft. Kurz und knapp. Großartiger Song!

Das Ende von Act I …. leitet auch gleich Act II – The Monarch ein. Herrlich. Und nun tanzt ein gewisser Jeff Becerra mit. Nach dem atmosphärischen Anfang folgt ein thrashiges Riff und man liefert einen langsamen, aber druckvollen Part. Hier groovt alles und der ganze Körper arbeitet mit. Der Part ist aber vielleicht ein wenig zu lang. Alte Sepultura hört man hier aber auch heraus. Dieses ist ja bei jeder zweiten brasilianischen Band anscheinend so. Ein hypnotisch klingendes Riff leitet dann die Geschwindigkeit ein. Ein Uftata erklingt. Das Midtempo wird angewendet. Und nun wechselt man zwischen Groove und Uftata hin und her. Der Song kann mich nicht so überzeugen wie der Opener, macht aber trotzdem absolute Laune.

Wie auch auf der ersten EP covern The Troops Of Doom natürlich wieder einen Sepultura Klassiker und zwar Antrichrist. Dabei arbeitet man hart und nah am Original und das Werk kommt gut rüber.

Am Ende gibt es noch einmal die Demoversionen der beiden neuen Songs Act I _ The Devils Tail und Act II – The Monarch. Eher was für Sammler.

Diese EP verkürzt die Wartezeit auf das Debütalbum und nimmt man die EP aus dem Jahre 2020 hinzu, kommt man zum Entschluss, dass man sich durchaus darauf freuen darf.

The Troops Of Doom – The Absence Of Light (EP)
Fazit
The Troops Of Doom unternehmen eine Reise in die Achtziger und fabrizieren einfach alten old schooligen Death Metal. Dieser war vom Thrash Metal geprägt, so auch hier. Einer der Gitarristen war in frühen Jahren bei Sepultura beschäftigt und dieses hört man sehr deutlich heraus. Die beiden neuen Songs machen Laune und man darf echt gespannt sein, was da noch so kommen wird.

Anspieltipp: Act I - The Devil's Tail
Michael E.
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