Uada – Djinn

Das dritte Langeisen ist magisch

Artist: Uada

Herkunft: Oregon/Portland, USA

Album: Djinn

Spiellänge: 59:59 Minuten

Genre: Melodic Black Metal

Release: 25.09.2020

Label: Eisenwald Records

Link: https://www.facebook.com/OfficialUADA

Bandmitglieder:

Gesang und Gitarre – Jake Superchi
Gitarre – James Sloan
Bassgitarre – Nate Verschoor

Tracklist:

  1. Djinn
  2. The Great Mirage
  3. No Place Here
  4. In The Absence Of Matter
  5. Forestless
  6. Between Two Worlds

Viele Fans und Freunde des Black Metal haben dem neuen Album der Band Uada entgegengefiebert. Nachdem sie einen offiziellen Track auf den Musikplattformen veröffentlicht haben, stand schon fest, dass hier ein wahres Meisterwerk erscheinen wird. Mich hat die Band, die aktuell leider ohne Schlagzeuger unterwegs ist und ihre Drumsessions im Studio mit Gastmusiker Josiah Babcock aufgenommen hat, schon seit ihrem ersten Album mehr als überzeugt und in ihren Bann gezogen. Wenn man die Reaktionen auf einigen Onlineplattformen sieht, spiegelt sich mein Empfinden wider und die Band ist schon lange kein Geheimtipp mehr. Umso spannender werden die neuen sechs Tracks des mittlerweile dritten Silberlings Djinn sein, da schon eine große Entwicklung zwischen den ersten beiden Alben zu sehen war. Vermarktet wird das Ganze wie vorher durch Eisenwald Records. Dann also den CD-Player an und ab mit den fast 60 Minuten geballtem melodischem Black Metal Gewitter.

Zu Beginn, als die ersten Töne des Openers und gleichnamigem Track zum Album Djinn anlaufen, bin ich etwas irritiert, da der Sound etwas rockiger klingt, bis nach einigen Sekunden die unverwechselbaren Riffs von Uada aus den Boxen schallen. Der erste Titel des dritten Albums verspricht das, auf was der Hörer gewartet hat, genialer Melodic Black Metal und das in einem sehr eingängigen Stil. Auch die schneller gespielten Parts sind sehr melodiös, eisig und kalt zugleich. Zudem wird es von Jake Superchis Screams und Growls sehr stark untermalt. Ein sehr eingängiger, ruhigerer, melodischer Part mitten im Track, in den der Sänger noch einmal schmerzerfüllte Schreie mit einbaut, überzeugt.
The Great Mirage ist nun eher ein klassischer Black Metal Titel mit einigen Melodic Parts, der beim ersten Hören noch nicht ganz zünden will, bis der Track im letzten Drittel richtig hochfährt, mit einem fast über eine Minute andauerndem Gitarrensolo.
Bei einem der absolut längsten Titel der Scheibe handelt es sich um No Place Here, der eine Gesamtspielzeit von fast 14 Minuten hat. Dieses Spektakel startet mit einem sehr, ja man kann sagen, epischen Sound, vollgepackt mit Energie und Feuer. Schnell gespielte Gitarrenriffs treffen auf einen eisigen Hauch melodiösen Sound und haben spätestens jetzt den Hörer in ihren Bann gezogen. Kurz bevor die Hälfte des Tracks erreicht ist, gibt es eine kurze, sehr düstere, rein mit Bass besetzte Pause und mit sehr aggressivem und gleichzeitig melodischem Sound geht es in voller Fahrt weiter. Absoluter starker Titel! Ein ganz klares Highlight auf Djinn.
Mit In The Abscence Of Matter gibt es das nächste sehr lange Stück auf die Ohren. Ganze zehn Minuten Spielzeit hat es und ist jetzt etwas ruhiger und schleppender im Sound, wo ab und an aber dennoch auf das Gaspedal getreten wird. Eine gute Abwechslung. Und auch hier kann noch einmal betont werden, dass der Gesang von Jake Superchi ein richtig gutes Gesamtpaket ermöglicht.
Etwas schwerer klingt dann der vorletzte Track des Albums Djinn, der den Namen Forestless trägt. Zwar ist hier auch wieder der typische Sound von Uada zu hören, aber auf eine andere Art und Weise. Dieser Titel klingt tatsächlich, wie schon zu Beginn geschrieben, schwerer und ernster. Doch das Ganze hat auf seine Art etwas Positives an sich. Es ist eine Abwechslung innerhalb der Scheibe und kurz vor Schluss wird es ziemlich melodiös und wieder eingängiger mit einer kleinen aggressiven Mixtur.
Das letzte und wirklich auch längste Musikstück des dritten Albums der US-amerikanischen Band Uada schimpft sich Between Two Worlds, hat eine Gesamtspielzeit von fast 14 Minuten, spiegelt in dieser Zeit das komplette Album wider und kann als ein sehr würdiger Abschluss bezeichnet werden. Hier gibt es von allem noch einmal etwas: melodiösen und sehr eingängigen Sound, schneller gespielte, düstere und sehr epische Parts und eine gesunde Mischung aus Screams und Growls. Sehr gelungen!

Uada – Djinn
Fazit
Ein absolut starkes drittes Album präsentieren Uada dem Hörer mit Djinn und überzeugen auf ganzer Linie. Wie schon zu Beginn geschrieben, verfolge ich das Geschehen der Band, seitdem ihr erstes Full Lenght Album Devoid Of Light auf den Markt kam und sie sich kurz danach sehr stark auf ihrem zweiten Album Cult Of A Dying Sun weiterentwickelt haben - ihren eigenen Stil gefunden haben. Und das haben sie auch auf ihrer dritten Scheibe getan. Es klingt noch einmal alles viel runder - auch dieser eingebaute epische Stil überzeugt total. Zudem schaffen sie es, dass ganze 14-Minuten-Tracks nicht langweilig werden. Die Abwechslung ist gelungen, die Produktion überzeugt. Uada werden von vielen noch als "Undergroundband" bezeichnet, viele sprechen davon, dass Djinn mit zu den wichtigsten Scheiben des Underground im Jahr 2020 zählt. Exakt das haben sie hiermit bewiesen und werden meiner Meinung nach nicht mehr lange im Underground bleiben, da erwartet uns was ganz, ganz Großes!

Anspieltipps: No Place Here, In The Absence Of Matter und Between Two Worlds
Stefan S.
10
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