Headbangers Open Air 2017 (Vorbericht)

“Klassiker soweit das Auge reicht“

Festivalname: Headbangers Open Air 2017

Bands: Atlantean Kodex, Attacker, Attic,Axe Victims/Universe, Bäd Influence, Black Hawk, Blind Illusion, Blood Feast, Bullet, Gothic Knights, Loudness, Night Demon, Paragon, Picture, Pretty Maids, Raven, Rock Goddess, Rohbau, Sanctuary, Satan’s Fall, Silent Knight, Stormwarrior, Suicidal Angels, Toxik, Warrant

Ort: Brande-Hörnerkirchen

Datum: 27.07.2017 – 29.07.2017

Kosten: 54,00€ VK (zzgl. Gebühren)

Genre: Hard Rock, Heavy Metal, Thrash Metal

Besucher: ca. 2500

Veranstalter: Headbangers Open Air

Link: Website

Unweit vom berühmten Wacken Open Air findet nur eine Woche zuvor zum 20. Mal das kultige Headbangers Open Air statt. Während andere Festivals, die ähnlich oft veranstaltet wurden, in dieser Zeit völlig komerzialisiert und überlaufen sind, ist das HOA weiterhin ein gemütliches und beschauliches Treffen der klassischen Heavy Metal- und Hard Rock-Szene. Lediglich ca. 2500 Besucher kommen jährlich und ein Blick auf die etwas altbackene Website verrät: auf Publicity wird hier wenig bis gar kein Wert gelegt. Trotzdem stehen wichtige Institutionen wie die Rock Hard, das Deaf Forever oder Napalm Records hinter der Veranstaltung und die Tickets sind jedes Jahr vergriffen. Passend zu dieser unkommerziellen Einstellung gestaltet sich auch das Line-Up. Headliner wie Sanctuary, Pretty Maids und Loudness sind zwar nicht die absoluten Genregrößen, haben aber vor Allem in der Szene ein gewisses Standing. Vor Allem in der Breite zeigt sich die Stärke des Headbangers Open Air. Wirklich kleine Bands sucht man vergeblich – vor Allem im Underground kennt hier fast jeder die Künstler. Das ist vermutlich auch der Faktor, der das Festival so beliebt macht. Szene-bekannte Bands werden mit größeren Acts zu einem stets ansprechenden Line-Up kombiniert – ein gefundenes Fressen für die teilweise doch eher engstirnige (Old School-)Heavy Metal-Gemeinde. Doch die Veranstalter wissen auch mit weiteren Highlights zu überzeugen. So gibt es auf dem stark internationalen Line-Up einige Specials wie etwa eine Reunion-Show von den Holländern Picture mit dem originalen Sänger Ronald Van Prooien inklusive einem Set, das nur aus den ersten drei Alben besteht. Das lässt viele Anhänger der New Wave Of Traditional Heavy Metal-Bewegung aufhorchen. Hinzu kommt, dass mit Gothic Knights aus den USA und Silent Knight aus Australien zwei aufstrebende Bands der Szene ihre ersten Auftritte in Europa spielen. Da weiß jemand genau, was seine Besucher gerne sehen. So dürfte auch die gesamte Festival-Stimmung sein: man kennt sich und bleibt auch gern unter sich, wer aber dazu gehört, kommt voll auf seine Kosten.

 

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