Voyager – V

Down Under ist wieder Up!“

Artist: Voyager

Herkunft: Perth, Australien

Album: V

Spiellänge: 54:48 Minuten

Genre: Progressive Metal

Release: 02.06.2014 (Digitaler Download), 27.06.2014 (CD)

Label: Sensory Records

Link: http://www.voyager-australia.com

Produktion: Templeman Audio, Perth von Matt Templeman

Bandmitglieder:

Gesang und Keyboard – Daniel Estrin
Gitarre – Simone Dow
Gitarre – Scott Kay
Bassgitarre und Backgroundgesang – Alex Canion
Schlagzeug – Ashley Doodkorte

Tracklist:

  1. Hyperventilating

  2. Breaking Down

  3. A Beautiful Mistake

  4. Fortune Favours The Blind

  5. You The Shallow

  6. Embrace The Limitless

  7. Orpheus

  8. The Domination Game

  9. Peacekeeper

  10. It’s A Wonder

  11. The Morning Light

  12. Summer Always Comes Again

  13. Seasons Of Age

Voyager - V

Die Band Voyager wurde im Jahr 1999 gegründet und hat sich im Laufe ihrer Karriere und der bisher veröffentlichten vier Alben den Status einer der besten australischen Bands im Progressive Metal erspielt. Sie bekommt auch von allen Seiten immer wieder das Label „ist mit keiner anderen Band zu vergleichen“ aufgedrückt. Beiden Statements kann ich mich uneingeschränkt anschließen. Das beweisen Voyager auch mit dem am 02.06.2014 als digitaler Download und am 27.06.2014 als physikalische CD erscheinenden fünften Album V. Dieses Album wurde mit Hilfe eines überaus erfolgreichen Crowdfunding-Projektes auf Kickstarter produziert. Innerhalb von drei Tagen (!!!) war der erste Meilenstein erreicht.

Zum ersten Song Hyperventilating kann man eigentlich nur sagen „Nomen est omen“, und wenn das Album weiter so klingt, wird das mit dem Hyperventilieren auch nicht aufhören. Die Riffs fast schon Djent-artig, die einzigartige Stimme von Daniel Estrin und ein Chorus, der einfach hängen bleibt.

Das als erste Single ausgekoppelte Breaking Down nimmt dann Tempo auf, der Chorus ist noch Tage später immer wieder unvermittelt in meinem Kopf hochgekommen.Beim Riff von A Beautiful Mistake habe ich zugegebenermaßen Gänsehaut bekommen. Das Lied nimmt das Tempo vom Vorgänger auf und es gibt auch wieder die für Voyager so typische fremdsprachliche Sequenz. Der Frauengesang kommt von Zemyna Kuliukas, eine sehr interessante Stimme, von der ich auch gern noch mehr hören würde.

Nach dem kurzen, chilligen Intermezzo Fortune Favours The Blind kommt mit You The Shallow ein meiner Meinung nach für Voyager-Verhältnisse ziemlich hartes Lied, falls man bei Voyager überhaupt von „hart“ sprechen kann. Auf jeden Fall ein sehr gitarren- und bassbetonter Song, in dem selbst der Gesang von Daniel Estrin klingt wie tiefer gelegt. Auch die folgenden Songs sind eine wohldosierte Mischung aus Melodien, die sich wie Serpentinen am Berg entlangschlängeln, z.B. bei Embrace the Limitless und der richtigen Portion Härte, wie in Orpheus (wo es eine deutschsprachige Sequenz gibt) oder The Morning Light.

Sehr aus dem Rahmen fällt die Ballade Summer Always Comes Again. Hier gibt es nur Klavier und Geige, wirklich Zuckerguss pur, aber ich muss zugeben, hier klebt nichts. Das ist schlicht und ergreifend klasse gemacht. Ich hätte diesen Song allerdings an das Ende des Albums gepackt, das folgende Seasons Of Age hat für mich dann nicht mehr gepasst, wobei das nichts gegen das Lied an sich sagen soll.

Fazit: Nachdem ich vom letzten Album „The Meaning Of I“ doch etwas enttäuscht war und weiterhin nur mein Lieblingsalbum „I Am The ReVolution“ gespielt habe, bin ich nicht wirklich mit großen Erwartungen an dieses Review gegangen. Aber Voyager haben es wieder geschafft, mich komplett auf ihre Seite zu ziehen. Ganz besonders die Stimme von Daniel Estrin hatte es mir ja schon immer angetan und ich habe das Gefühl, diese ist noch nuancierter und ausdrucksstärker geworden. Auch die hervorragende Leistung der anderen Bandmitglieder ist hier voll auf den Punkt gebracht und auf diesem Album verewigt. Dieses ist definitiv das Beste, was Voyager bislang veröffentlicht haben und ich kann es allen Fans von eingängigem Progressive Metal nur empfehlen.

Anspieltipps: Orpheus, It's A Wonder und The Morning Light
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