Zero Degree – Surreal World

“Eingängig und zugänglich“

Artist: Zero Degree

Album: Surreal World

Spiellänge: 50:32 Minuten

Genre: Melodic Death Metal

Release: 10.10.2010

Label: Massacre Records

Link: https://www.facebook.com/zerodegreemetal

Bandmitglieder:

Gesang – Thomas Bertuch
Gitarre – Pascal Thiele
Gitarre – Maik Badowsky
Gitarre – Sebastian Weißgerber
Schlagzeug – Tobias Dohle
Bass – Andre Möhwald

Tracklist:

  1. The Doo To The Unknown
  2. Tomorrow Dies Today
  3. Frozen Alive
  4. The Storm and The Silence
  5. Grapes of Wrath
  6. Whispering Age
  7. Virus
  8. Disease
  9. Surreal World
  10. Where Angels Die
  11. The Fog

Zero_Degree_Surreal_World_Cover

Ah, dieses Gefälle…gerade noch dank einer „nicht so guten“ Band den Versuch gestartet, ebenso schlechte CDs zu verschenken, kommt mit Zero Degree das genaue Gegenteil: die Jungens aus dem fernen Thüringen haben zwar „nur“ eine Demo und ein Album in sechs Jahren veröffentlicht, aber der mir hier vorliegende Langspieler aus dem Jahre 2010 ist mit seinen 50 Minuten nicht nur schön lang, sondern auch angenehm abwechslungsreich.

Entnimmt man die CD aus ihrem sehr schönen Gehäuse und führt sie in den CD-Spieler (oder, was mittlerweile ja wahrscheinlicher ist, in das CD-Romlaufwerk), ertönt ein Intro, welches die Tür zum Unbekannten durchstößt: nach ein paar Sekunden der Gitarrenabstinenz wird der Kurs vorgegeben: da die Band drei (!) Gitarristen zur Verfügung hat, spielt immer mindestens einer der Gitarristen eine in der Regel gute bis sehr gute Melodie, die ständig von einer Rhythmusgitarre begleitet wird.

Die Lieder auf dem Album wurden in einer guten Reihenfolge platziert, es wirkt alles wie aus einem Guss. Zwischendurch lockern ein paar Elektrosounds das Ganze auf, was aber nur einen sehr geringen Anteil auf diesem Album ausmacht. Der Fokus liegt eben klar auf den Gitarren, das Schlagzeug ist zwar gut hörbar und steuert seinen Teil dabei, wird aber keine Jubelstürme verursachen, zumal es auch recht steril klingt. Der Gesang ist sehr rau und leider auf Dauer auch etwas monoton.

Fazit: Hier finden wir guten, soliden und vor allem melodischen Death Metal, welcher mit vielen kleinen und größeren Kniffs daherkommt, das Genre zwar nicht neu definiert, aber eine gute Ergänzung darstellt. Wer auch nur ansatzweise etwas mit Melodic Death Metal anfangen kann, ist mit Zero Degree gut bedient. Für den Nachfolger wünsche ich mir etwas mehr Abwechslung in Punkto Gesang und Schlagzeug, aber wenn Wünsche Schweine wären, gäbe es bekanntlich jeden Tag Speck. Zufrieden bin ich auf jeden Fall! Anspieltipps: Disease, Tomorrow Dies Today
Gordon E.
8.5
8.5
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