Alien Weaponry – Tū

“Da kann was Großes draus werden!!“

Artist: Alien Weaponry

Herkunft: Waipu, Neuseeland

Album:

Spiellänge: 44:23 Minuten

Genre: Groove Metal, Thrash Metal

Release: 01.06.2018

Label: Napalm Records

Link: https://www.facebook.com/AlienWeaponry/

Bandmitglieder:

Lewis de Jong
Henry de Jong
Ethan Trembath

Tracklist:

  1. Whaikōrero
  2. Rū Ana Te Whenua
  3. Holding My Breath
  4. Raupatu
  5. Kai Tangata
  6. Rage – It Takes Over Again
  7. Whispers
  8. PC Bro
  9. Urutaa
  10. Nobody Here
  11. Te Ara

Neuseeland und Metal, diese Kombination ist mir in den ganzen Jahren auch noch nicht in die Hände gekommen. Über Napalm Records kracht es aus allen Ecken und Enden im Hause Alien Weaponry aus Waipu, die mit ein wütendes Groove Metal- bzw. Thrash Metal-Geschoss losgelassen haben. Ganze 45 Minuten zelebrieren sie eine Mixtur aus Folk Klängen, modernen Riffs und vielen Headbangpassagen. Die traditionellen Melodien und Gesänge aus Neuseeland machen das Album sehr speziell und geben dem Trio ein ganz eigenes Gewand. Vergleichen kann man sie mit den alten Sepultura oder einigen Soulfly Hymnen. Weiter hört man aber auch DevilDriver oder Ektomorf heraus, und auch einen Sprung zu anderen Extreme Folk Metal Formationen spürt man bei Stücken wie Rū Ana Te Whenua.

Barrieren kennen Alien Weaponry überhaupt nicht und wenn, dann zerlegen sie diese im Handumdrehen. Heavy Metal Klänge werden ohne Probleme verarbeitet, gleiches gilt für feine Alternative Ergüsse, wie bei Whispers. Das Artwork dürfte das einzige Schlichte an den drei Jungs sein. Robust mit Ecken und Kanten erzeugt die Kombo einen Sound, den man ohne Zweifel weiterempfehlen kann. Um den Newcomer lieben zu lernen, sollte man ebenso offen der Musik entgegentreten. Genreritter fallen dabei ziemlich laut aus der Blechschale und liegen hoffnungslos überfordert auf dem Rücken. Die mehrstimmigen Gesänge erzeugen nochmals mehr Druck. Laut aufgedreht bleibt Raupatu pervers schnell in der Rübe. Die extra nochmal zum Groove Monster inszenierten Parts brechen jeden Nacken.

Jeder, der seit dem Release noch nicht zugegriffen hat, sollte dieses wie ich jetzt nachholen. Spannend, unpoliert und mit dem eigenen Weg vor Augen gehen Alien Weaponry gleich zur Sache. Daumen hoch für , wo nur der Titel klein und gradlinig ins Auge fällt.

Fazit: Tū macht unglaublich Spaß. Die Folk Elemente aus Neuseeland sprengen alles, was man bisher gehört hat. Die Kultur auf der Insel im südlichen Pazifik ist einmalig, gleiches gilt für Alien Weaponry. Feilen müssen die Jünglinge noch ohne Frage an ihrer Kunst, aber das erste Gerüst kann man ohne Probleme servieren und anpreisen. Hört selber einmal die Scheibe durch.

Anspieltipps: Raupatu und Kai Tangata
Rene W.8.2
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