All Good Things – A Hope In Hell

Kopfüber in den nächsten Stepp

Artist: All Good Things

Herkunft: Los Angeles, USA

Album: A Hope In Hell

Spiellänge: 58:09 Minuten

Genre: Alternative Metal, Modern Rock

Release: 20.08.2021

Label: Better Noise

Link: www.allgoodthings.la

Bandmitglieder:

Gesang, Gitarre – Dan Murphy
Bass, Keyboard, Gesang – Liz Hooper
Gitarre, Gesang – Andrew Bojanic
Bassgitarre, Gitarre, Gesang – Miles Franco
Schlagzeug – Tim Spier

Tracklist:

  1. Kingdom
  2. Hold On
  3. For The Glory
  4. Sirens
  5. Do It Now
  6. Push Me Down
  7. Machines
  8. Undefeated
  9. Lights Out
  10. The Comeback
  11. Four Letter Words
  12. End Of The World
  13. A Hope In Hell

Vor acht Jahren wurde in Los Angeles der Grundstein für ein neues Projekt gelegt. Nein, kein neuer Blockbuster, keine große Serie, sondern aus der Stadt des großen Fernsehens entsprang All Good Things, die moderne Alternative Rock und Metal Formation mit dem Sänger Dan Murphy. Neben den Vocals schlägt er gemeinsam mit Andrew Bojanic, Liz Hooper und Miles Franco in die Saiten. Instrumentell kann man viel erwarten – schließlich beherrschen alle Musiker (außer Tim Spier hinter der Schießbude und Andrew Bojanic an der Gitarre) mehr als ein Instrument. Mit A Hope In Hell wurde vor gut drei Wochen das bereits dritte Studioalbum veröffentlicht, auf das wir hier eingehen möchten. Vom Label Superpop Co. wagte die Truppe nun den Sprung zu Better Noise. Gleich 13 Songs sollen es für das Quintett richten, die verschiedenste Klänge fast eine Stunde lang stimmungsvoll anrichten.

Sehr modern agieren die Amerikaner, das wird für Neulinge beim Opener Kingdom direkt hörbar. Alternative, bombastisch, mit Nu Metal Tendenzen springen sie durch Metal Riffs, um in Metalcore Hooks zu landen und auf Mainstream Refrains zu schielen. Sehr gewagt, was All Good Things da zusammenrühren. Nach dem Motto des Bandnamens werden alle in deren Augen guten Dinge anscheinend zusammengetragen. Das Ergebnis kann als gut hörbar durchgewunken werden. Atmosphärische Elemente wie bei Kingdom bringen die Disc auf Betriebstemperatur. Beim Sprechgesang und Schulterschluss zum Hip-Hop wird die Luft für Metalheads jedoch dünner. Do It Now hat zwar sehr feine Beats, dafür ist der Gesang teilweise zu weit weg von unserer Szene. Die Zielgruppe des modernen alternativen Rocks, der keinem Genrezwang unterliegt, erreicht man dennoch ohne Problem. Energiegeladen, mit vielen druckvollen Passagen – dafür steht A Hope In Hell. Epische Höhepunkte liegen All Good Things wunderbar und durch die vielen Gitarren und Bassspuren kommt ordentlich Zunder ins Spiel, das alles abbrennt, was sich dem Langeisen in den Weg stellt. Durch die kurzen Hymnen bleibt es immer knackig, die Stücke greifen ineinander, bleiben als einzelne Kompositionen aber selbstständig und haben eine authentische Ausstrahlung.

All Good Things – A Hope In Hell
Fazit
Wie erwähnt, man muss den Mix aus Alternative, Nu Metal und modernen Sprüngen durch verwandte Subgenres mögen. Fährt man darauf ab, bekommt man ein Energiebündel serviert, das stundenlang nonstop durch die Titel springt und zu keiner Phase nur ansatzweise berechenbar wird. Gesanglich macht Dan Murphy alles richtig. Über Do It Now kann man schnell hinwegsehen - über die Idee, mit Hyro The Hero einen Song aufzunehmen, kann man diskutieren, fällt anderswo kaum ins Gewicht. 

Anspieltipps: Kingdom und Push Me Down
René W.
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