Anti Flag – American Reckoning

“Treffen den Groove für leuchtende (Punk) Rock Augen!“

Artist: Anti Flag

Herkunft: Pittsburgh, USA

Album: American Reckoning

Spiellänge: 30:43 Minuten

Genre: Punk, Rock

Release: 28.09.2018

Label: Spinefarm Records

Link: https://www.facebook.com/pg/anti.flag.official/about/?ref=page_internal

Bandmitglieder:

Gesang, Gitarre – Justin Sane
Gitarre – Chris Head
Bassgitarre, Gesang – Chris #2
Schlagzeug – Pat Thetic

Tracklist:

  1. The Debate Is Over (If You Want It)
  2. Trouble Follows Me
  3. American Attraction
  4. When The Wall Falls
  5. Racists
  6. Set Yourself On Fire
  7. Brandenburg Gate
  8. Gimme Some Truth (John Lennon Cover)
  9. For What It’s Worth (Buffalo Springfield Cover)
  10. Surrender (Cheap Trick Cover)

Das soll nicht mal böse gemeint sein, aber Anti-Flag sind natürlich jedem ein Begriff – aber hat auch jeder schon mal reingehört? Ich nicht, bis jetzt das neue Werk American Reckoning unsanft auf meinem Schreibtisch landet. Amerikanischer Rock mit Punk Einflüssen. Gut, das ist nichts Neues und leider fallen viele Gruppen mit diesem Genre in unschöne Regionen. Das Niveau der Männer aus Pittsburgh stimmt jedoch in der dreißig Minütigen Akustiksession. Auf dem elften Studioalbum verzichtet Sänger Justin Sane auf Stromgitarren und beweist, dass tatsächlich eine hohe Klasse Musikverständnis in ihren Adern fließt. Nach den drei sehr erfolgreichen Werken The General Strike, American Spring und American Fall nun dieser Ritt in frische Gefilde, die durch den Akustiksound erschaffen werden. Die Fanbase setzt auf Anti-Flag und mein erster Eindruck, wie gesagt diese Platte ist der erste Hörspaß überhaupt, kann sich sehen lassen. Keine platte Attitüde, tiefgründige Lyircs und sogar Parts zum Kuscheln sorgen für entspannte Lagerfeuerstimmung.

Passend zum Material geht das Quartett in den nächsten Tagen auf Tour. Alle Daten haben wir weiter unten für euch.
The Debate Is Over (If You Want It) darf man als radiotauglich abstempeln – das gilt eigentlich für das gesamte American Reckoning, welches nur ein düsteres Artwork vorschiebt, ansonsten aber massentauglich produziert wurde. Die beiden Höhepunkte warten mit When The Wall Falls und Racists in der Mitte des Silberlings. Die beiden Stücke gehen wunderbar ins Ohr und bleiben im Kopf und das soll keine billige Floskel darstellen. 30 Minuten, die kaum ins Gewicht fallen, verfliegen viel zu schnell. Das ist das wohl einzige Manko an American Reckoning, das noch zwei bis vier Songs hätte vertragen können. Die meist zwei bis drei Minuten andauernden Intermezzos lassen viel Platz zum Atmen, werden nicht langweilig und bauen den Spannungsbogen gemächlich auf. Eine wirklich gute Akustikscheibe, die da aus dem Hause Anti-Flag seit dem 28.09.2018 bei uns in Deutschland erhältlich ist.

Im Oktober auf Tour:

11.10.2018 AT-Wien, Flex
12.10.2018 AT-Wels, Alter Schlachthof
13.10.2018 AT-Salzburg, Rockhouse
16.10.2018 Hannover, Pavillon
18.10.2018 Berlin, SO36
19.10.2018 Hamburg, Fabrik
20.10.2018 Köln, Live Music Hall
21.10.2018 Stuttgart, Longhorn
23.10.2018 München, Backstage Werk
25.10.2018 Saarbrücken, Garage
28.10.2018 Wiesbaden, Schlachthof (ANTIfest)

Fazit: Mensch, da habe ich was anderes erwartet und wurde positiv überrascht. American Reckoning bringt mich dazu noch mal genau auf die Band zu blicken, und Anti-Flag mal genau zu mustern. Die zehn Kompositionen aus diesem Herbst haben das Herz am rechten Fleck und können auch ohne klirrende Gitarren und ordentlich Druck aus dem Bass überzeugen.

Anspieltipps: When The Wall Falls und Racists
Rene W.
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