Artlantica – Across The Seven Seas

“Fast untergegangen auf den sieben Weltmeeren“

Artist: Artlantica

Herkunft: Schweiz, Amerika

Album: Across The Seven Seas

Spiellänge: 49:05 Minuten

Genre: Power Metal

Release: 24.05.2013

Label: SPV/Steamhammer

Link: http://www.facebook.com/artlanticamusic

Klingt wie: At Vance und alte Sonata Arctica

Produktion: “Area 51“-Studio, Wathlingen von Tommy Newton

Bandmitglieder:

Gesang – John West
Gitarre – Roger Staffelbach
Keyboard – Mistheria
Schlagzeug – John Macaluso

Gastmusiker:
Bassgitarre – Steve Digiorgio
Schlagzeug – Dani Löble
Gitarre – Chris Caffery

Tracklist:

  1. 2012
  2. Devout
  3. Across The Seven Seas
  4. You’re Still Away
  5. Ode To My Angel
  6. Fight For The Light
  7. Demon In My Mind
  8. Return Of The Pharaoh Pt. 3
  9. Heresy
  10. Nightmare Life

Artlantica - Across The Seven Seas

Die Mitglieder der Band Artlantica sind allesamt schon recht lange im Musikgeschäft und haben sich während dieser Zeit einen guten Namen erarbeitet. Roger Staffelbach, John West und Mistheria waren drei der wichtigsten Impulsgeber von Angel of Eden. Zudem leiteten Staffelbach und West (Artension, Royal Hunt) zuvor auch mit die Geschicke von Artension und Mistheria war schon in Diensten von Bruce Dickinson und Rob Rock.

Auch bei der Auswahl der Gastmusiker konnte man große Talente engagieren: Am Schlagzeug saßen Dani Löble (Helloween) und John Macaluso (Malmsteen, TNT, Ark), der Bass wurde von Steve DiGiorgio (Sadus, Testament) gespielt, Gastgitarrist war Chris Caffery von Savatage/Trans-Siberian Orchestra. Man sollte also meinen, dass hier ein Album auf hohem Niveau vorliegt.

Das erste Lied 2012 geht auch gleich mit einem feinen Riff los und hat auch schönes Keyboard-Spiel an Bord. Der Wechsel zwischen Midtempo und Speed steigert den Hörspaß genau so wie die tolle Stimme von John West, die mich stellenweise sehr an Joacim Cans von Hammerfall erinnert. Das folgende Devout drückt tempomäßig weiterhin ordentlich auf die Tube, kann aber auch einen gewissen progressiven Einschlag nicht verleugnen. Das instrumentale Zwischenstück zieht sich meiner Meinung nach etwas arg in die Länge, aber dem Chorus kann man sich nicht entziehen.

Across The Seven Seas geht dann eher in Richtung Heavy Metal, läuft aber zugegebenermaßen genau wie You’re Still Away etwas an mir vorbei. Was mich hier noch bei der Stange hält, sind die hervorragenden Musiker und die klasse Stimme von John West, aber kompositorisch können beide Lieder nicht mit den ersten beiden Stücken mithalten. Bei dem Titel Ode To My Angel ahnt man schon was kommt. Meiner Meinung nach allerdings eine Ballade, die nur durch die Stimme von John West ansatzweise gerettet wird, denn der Text ist so kitschig wie sonstwas.

Mit Fight For The Light kommt direkt im Anschluss noch mal ein richtig schneller und kraftvoller Song. Hier hat mir auch insbesondere der Refrain so richtig gut gefallen. Danach fällt die Qualität das Albums allerdings ziemlich ab. Die letzten vier Songs, davon mit Return Of The Pharaoh Pt. 3 auch ein Instrumental, sprechen mich überhaupt nicht mehr an. Es ist nicht so, dass die Musiker plötzlich schlechter spielen oder der Gesang nachlassen würde, aber richtig konzentriert zuzuhören, fällt mir hier wirklich schwer.

Fazit: Schade eigentlich, denn die Besetzungsliste spricht ja normalerweise für sich und das Album fängt auch vielversprechend an. Es ist auch nicht wirklich ein schlechtes Album, schon die Stimme von John West lässt mich allein wegen der Ähnlichkeit zu Joacim Cans weiter zuhören, aber es ist halt auch nicht überdurchschnittlich gut. Ich habe jedenfalls wirklich schon meine Mühe gehabt, drei Anspieltipps zusammen zu bekommen. Anspieltipps: 2012, Devout und Fight For The Light
Heike L.
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