Bleeding – Behind Transparent Walls

“Ausgewogen zwischen Gefrickel und Eingängigkeit!“

Artist: Bleeding

Herkunft: Hamburg, Deutschland

Album: Behind Transparent Walls

Spiellänge: 44:28 Minuten

Genre: Progressive Metal

Release: 20.03.2015

Label: Pure Prog Records / Soulfood

Link: http://www.bleedingmusic.com/

Bandmitglieder:

Gesang – Haye Graf
Gitarre – Marc Nickel
Gitarre – Jörg von der Fecht
Bassgitarre – Mark Kriese
Schlagzeug – Michel Leska

Tracklist:

  1. Behind Transparent Walls
  2. Fading World
  3. Humanoluminiscence
  4. Symbol Of The Sun
  5. Madness
  6. Infinite Jest
  7. Solitude Pt 1
  8. Solitude Pt 2

Bleeding - Behind Transparent Walls

Bleeding ist eine aus Hamburg stammende Truppe, die heute versucht, sich den harten Vergleichen unseres Reviewportfolios zu stellen. Wenn ich an progressiven Metal denke, da komme ich ganz klar nicht an Bands wie Dream Theater oder den in meinen Augen oft vergessenen Soundgiganten von Tool vorbei. Mit Behind Transparent Walls bringen die fünf Musiker von Bleeding nun ihre Debüt EP auf den Markt.

Mit dem namensgebenden Song geht es gleich auf die Tour durch die Gedankenwelt einer Band, die mich ganz klar an eine Mischung zwischen Typo Negative und Psychotic Waltz erinnert. Jedoch die von der Band selbst genannte Parallele zu System Of A Down kann ich in keinem der acht Songs wiederfinden. Aber naja, man muss ja nicht immer einer Meinung sein – oder?

Musikalisch ist man durchweg in einer eher depressiven Stimmung unterwegs und auch wenn man sich Mühe gibt, kommen die ständigen Wechsel an den Saiteninstrumenten nicht oft aus dem MidTempo heraus. Dies ist zwar gut für die Atmosphäre, sorgt aber dafür, dass man eine bestimmte Stimmung haben muss, um sich vollständig auf die eigentlich nicht schlechte Platte einlassen zu können.

Die Gitarristen machen einen guten Job und sorgen dem Genre gerecht für ordentlich viel Gefrickel und das ohne dass man nach der zweiten oder dritten Runde genervt davon ist. Einzig das Schlagzeug wirkt auf mich ein wenig synthetisch.

Highlight ist für mich der anfänglich sehr ruhige Song Symbol Of The Sun, der zeigt, dass man im Hause von Bleeding versteht, wie man Abwechslung mit auf ein Album presst.

Fazit: Na, das nenne ich mal eine Überraschung. Da stellen sich fünf Norddeutsche einem Genre gegenüber, an dem schon so einige Bands gescheitert sind. Jedoch machen Bleeding hier eine sehr gute Figur und zeigen mit Behind Transparent Walls, dass man sich in Zukunft auf so einiges gefasst machen kann. Ich finde das Projekt echt sehr spannend und freue mich auf weitere Ergüsse aus der Feder der Hamburger Jungs.

Anspieltipps: Symbol Of The Sun, Madness und Infinite Jest
Kai R.
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