Dark Season Fest 8 am 15.03.2014 im Phönix – Moormerland

”Dark Season Fest 8 am 15.03.2014 im Phönix – Moormerland”

Bands: Dawn of Disease, Requital, Décembre Noir und Light

Location: Phönix, Moormerland

Homepage: http://www.phoenix-moormerland.de/

Datum: 15.03.2014

Kosten: VVK: 6 € und AK: 10 €

Einlass: 19:30 Uhr

Besucher: 70

Veranstalter: LuCa-Concerts

Homepage: https://www.facebook.com/LUCAEvents?fref=ts

Bereits in die achte Runde geht das heutige Dark Season Fest, welches wieder mal ein interessantes Line-Up auf die Beine gestellt hat, um im Moormerland für eine tödliche Verwüstung zu sorgen. Mit den in Ostfriesland sehr bekannten Headlinern Dawn of Disease, der brachialen Formation Requital, den melancholischen Décembre Noir und den doomigen Light soll der Abriss perfekt gemacht werden.

Letztgenannte starten das Spektakel und sorgen direkt für eine Überraschung: Die Newcomer aus Berlin sind stärker als erwartet und können den Bereich vor der Bühne gut füllen. Stiltechnisch agieren die Doom / Death Metaler mit Sonnenbrillen und zum Teil weißen Klamotten, die das Tageslicht zurück ins Phönix bringen. Mit einer ansprechenden Bühnenperformance und gut ausgeklügelten Lichtshow sind Light die Überraschung des Abends, die zudem einen sehr gelungenen Sound aus der Anlage kitzeln können.

Im Anschluss dürfen sich Décembre Noir aus Erfurt beweisen, die mit Lars einen vielseitigen Frontmann besitzen. Musikalisch wandeln sie auf Black Sun Aeon– sowie auf alten My Dying Bride– oder Katatonia-Pfaden und haben dabei immer einen deutlichen skandinavischen Anstrich im Songwriting. Der Clean Gesang kommt heute jedoch nicht sauber rüber – das liegt aber nicht unbedingt am Sänger, sondern eher an den technischen Möglichkeiten. Zwar behauptet der Mischer einen Hall eingebracht zu haben, davon ist aber rein gar nichts zu hören. Nichtsdestotrotz sorgt der Clean Gesang zwischen den Growl Passagen für Abwechslung. Das gutgelaunte Publikum quittiert die Leistung von Décembre Noir mit wildem Klatschen.Eine Zugabe ist aus Zeitgründen leider nicht möglich.

Deutlich härter wird es beiden letzten beiden Bands Dawn of Disease und Requital. Letztere beginnt die zweite Hälfte mit harten Death Metal-Riffs, die schon in Richtung Brutal Death Metal gehen. Ebenfalls wie Light hat die Kombo die Reise von Berlin nach Ostfriesland angetreten, um keine Gefangenen zu machen. Zur Belustigung aller freut sich Frontmann Dennis im schönen Moormerland spielen zu dürfen und verkündet, dass es fast schöner als in Berlin sei. Gut, er wird es wissen müssen. Auch wenn diese Aussage mit einem Lachen in der Stimme durchs Mikrophon dringt. Technisch gesehen zeigen sich Requital als brachiale Dampfwalze, die ohne Probleme den Fleischwolf anwerfen. Fans von Aborted und Co. kommen ohne Frage auf ihre Kosten und erleben eine schweißtreibende Show.

Zu guter Letzt dürfen Dawn of Disease ihr Können beweisen. Das gelingt ihnen – wie soll es auch anders sein – ohne Probleme. Seit geraumer Zeit sind die Osnabrücker beim Label NoiseArt Records zu Hause und fühlen sich dort pudelwohl. Die Erfahrungen, die sie in den letzten Monaten von ausgedehnten Touren und größeren Festivalgigs sammeln konnten, steht den Norddeutschen gut zu Gesicht. Professionell und abgeklärt wird ihr Death Metal nach den Vorbildern aus Schweden gespielt. Wer da seinen Nackenmuskeln nicht in Bewegung bringt, ist selber schuld. Schon zu Beginn lassen Songs wie Alone With The Dead und The Unrotten unmissverständlich verstehen, dass Dawn of Disease keine billige Kopie der Szene-Helden sind, sondern auch eigene Einflüsse zum Besten geben können. Eine runde Performance, toughe Ansagen von Sänger Tomasz und ein gut abgemischter Höllenlärm sorgen für gute Laune beim Publikum. Diese soll auch bei den nächsten Stücken Death Shall Be Mine oder Catacombs nicht abreißen. Das bekannte i-Tüpfelchen setzt der abschließende Song Above The Gods, der alle Anwesenden zufrieden nach Hause gehen lässt!

Tracklist Dawn Of Disease:
Intro
Alone With The Dead
The Unrotten
Enter The Gates
Knife VS. Flesh
Death Shall Be Mine
Final Resucrrection
Catacombs
Above The Gods

Weitere Beiträge
Feuerschwanz – 11:O:A, Burg Abenberg am 26.06.2020