Double Experience – Alignments

Für Fans von Pop Rock sehr unterhaltsam

Artist: Double Experience

Herkunft: Ottawa (ON), Kanada

Album: Alignments

Spiellänge: 37:03 Minuten

Genre: Pop Rock, Alternative Rock

Release: 25.05.2020

Label: Drakkar Entertainment

Link: https://www.facebook.com/doubleexperience/

Bandmitglieder:

Gesang und Bassgitarre – Ian Nichols
Gitarre – Brock Tinsley

Tracklist:

  1. Perish Song
  2. New Me
  3. Something’s Got To Give
  4. Ghost In The Machine
  5. My List
  6. Your Biggest Fan
  7. Born For It
  8. So Dumb
  9. The Imp
  10. Alignments
  11. Love Is Not Just Talk

Schon seit knapp zehn Jahren sind Ian Nichols und Brock Tinsley die Gesichter von Double Experience. Für Liveshows wird das Ganze um einen Schlagzeuger und verschiedene Gäste ergänzt, und so durfte man die Bühnen bereits mit Danko Jones und Hed p.e. teilen und auch als Headliner auf diversen Cons in ganz Amerika auftreten. Aber auch, was Alben betrifft, sind die Jungs sehr fleißig. Eigentlich sollte es bereits am 24.04. veröffentlicht werden, aber Covid-bedingt erschien erst am 25.05. über Drakkar Entertainment das vierte Album von Double Experience. Es trägt den Titel Alignments, und als ich im Pressetext gelesen habe, auf welcher Grundidee und welchem Konzept dieses Album basiert, habe ich zugegebenermaßen überhaupt und gar nichts verstanden. Ich habe nämlich nie Dungeons & Dragons gespielt und kenne dementsprechend auch die berühmt-berüchtigte Alignment Tabelle nicht. Aber ich denke, dass es zwar erstaunlich ist, wie viele Gedanken sich die Jungs von Double Experience gemacht haben, als sie das Album Alignments angegangen sind, man aber auch ohne dieses Backgroundwissen gut durch die relativ kurze Spielzeit von 37 Minuten manövriert. Mir reicht es eigentlich schon zu wissen, dass die Jungs, laut ihrer Facebook-Seite, Rockmusik spielen 😀

Während meiner Corona-bedingten Homeoffice-Phase, die schon seit Mitte März läuft, habe ich zur Hintergrundberieselung noch mehr als sonst die öffentlich-rechtlichen Radiosender eingeschaltet. In deren ewig gleich klingenden Playlisten taucht unter anderem der Bandname Maroon 5 sehr oft auf. An die muss ich sofort denken, als das Album mit Perish Song startet. Selbst die Singstimme von Ian kommt der von Adam Levine ziemlich nahe. Manche sind von dem oft sehr hohen Gesang genervt, ich mag’s eigentlich sehr gern – und ich höre auch gern Maroon 5 😉

Und auch bei den anderen Songs, die sich auf Alignments tummeln, komme ich tatsächlich nicht umhin, sofort an eine der anderen großen amerikanischen (Pop) Rock Bands zu denken, die oft mit überschäumenden und pure Lebensfreude ausstrahlenden Songs zu gefallen wissen, aber natürlich auch mal ernstere Töne anschlagen können. Einige dieser Bands gibt nicht mehr, aber viele von ihnen harren tatsächlich schon seit langer Zeit im Olymp des Pop Rock aus. Und so müssen sich Double Experience sicherlich nicht grämen, wenn neben Maroon 5 auch Panic!At The Disco, Angels&Airwaves (speziell zu Ghost In The Machine) oder Imagine Dragons von mir genannt werden. Ich höre diese Bands alle gern, natürlich nicht immer und auch nicht wirklich konzentriert, sondern eher nebenbei, aber auch solche Zeiten hat es mal.

So plätschern also die Songs von Alignments munter aus den Boxen. Überwiegend sind sie in einer radiotauglichen Länge von drei bis vier Minuten gehalten und weisen eigentlich keine besonderen Merkmale auf, an denen ich sie wiedererkennen würde. Ein wenig aus diesem Korsett befreien kann sich My List, der so ein ganz klein wenig jazzig und ziemlich zurückgenommen daherkommt. Besonders angetan hat es mir The Imp. Allein schon der Songtitel ist ja doch ziemlich ungewöhnlich – hat vielleicht was mit der oben erwähnten Alignment Tabelle aus Dungeons & Dragons zu tun (?) – aber auch der Song selbst ist für Double Experience Verhältnisse schon ziemlich abgedreht. Der kann dann tatsächlich mal an die im Pressetext auch genannten Coheed & Cambria denken lassen.

Zu meinen Anspieltipps gibt es leider keine Videos, aber das zu Born For It zeigt eigentlich ganz gut, worauf ich mit meinen Vergleichen hinauswill.

Double Experience – Alignments
Fazit
Also wenn man ganz großzügig ist, kann man sicherlich auch das Alternative Rock als Genre stehenlassen. Das ist ja auch so was wie ein Sammelsurium für alles, was man in den anderen Subgenres des Rock nicht unterbringen kann. Für mich muss allerdings ganz klar ein Pop vor dem Rock stehen. Wer also die von mir im Review genannten Bands, wie halt Maroon 5 oder Panic!At The Disco, mag, der macht auch mit Double Experience nichts falsch und wird sehr kurzweilig bestens unterhalten.

Anspieltipps: Perish Song, Ghost In The Machine und The Imp
Heike L.
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