Elyria – Reflection And Refraction

“Disharmonie an jeder Ecke!“

Artist: Elyria

Herkunft: St. Gallen, Schweiz

Album: Reflection And Refraction

Spiellänge: 61:47 Minuten

Genre: Female Fronted Metal

Release: 12.02.2016

Label: Dark Wings

Link: https://www.facebook.com/Elyria-band-463019780427653/

Bandmitglieder:

Gesang – Patricia Cooney
Gitarre – Oliver Weislogel
Bassgitarre – Stefan Mankiewicz
Schlagzeug – Sascha Kaisler

Tracklist:

  1. Open Portals
  2. The Vigil
  3. Blind
  4. Colour Of Silence
  5. Salome
  6. Himan Caleidoscope
  7. Beyond Earth
  8. Only Words
  9. Faceless
  10. Mindshift
  11. Dreamwalker
  12. Virtues
  13. Distance

Elyria - Reflection And Refraction

Elyria wurden 2012 gegründet und sollen nach Angaben der Band eine Mischung aus Mainstream Female-Fronted Metal und Prog-Rock mit leichten Parallelen zu Nightwish und Within Temptation ergeben. In über einer Stunde Spielzeit ziehen die Schweizer gleich dreizehn Songs auf, die im Duell um den Platz an der Sonne um die Gunst des Käufers buhlen sollen.

Das dahin tröpfelnde Intro macht den Start in die Dark Wings-Produktion. Der Hauch einer epischen Schlacht liegt in der Luft, die mit The Vigil vom Zaun gebrochen werden soll. Im ersten eigentlichen Track angekommen, hört man schnell die Defizite im Zusammenspiel der einzelnen Protagonisten. Im Female Metal und Symphonic Metal wird stets auf bombastische ergreifende und atmosphärisch hochwertige Elemente gesetzt. Das versucht das Quartett auf Reflection And Refraction ohne Abstriche vergebens. Eigentlich können einem die Musiker leid tun, aber da kommt die Frage auf, ob keinem Außenstehenden vorab das Material vorgespielt wird? Denn dann hätten Elyria sicherlich noch einmal an der Produktion Hand angelegt. Das Schlagzeug von Sascha Kaisler klingt teilweise mehr als grenzwertig. Die Gitarre von Oliver Weislogel steht im dauerhaften Konflikt mit Bassist Stefan Mankiewicz. Völlig unnötig zerschießen sie sich gegenseitig die kraftvollen Augenblicke und hinterlassen nur müde Melodien, denen man sehr schnell überdrüssig wird. Das i-Tüpfelchen setzt die hübsche Dame Patricia Cooney, die gesanglich noch nicht einmal ansatzweise an die Konkurrenz herankommt. Sehr dünn und ohne Glanzmomente wurstelt sie im kalten Brei ihrer Kollegen mit. Man kann gar nicht ausmachen, was schwächer ist: Die gequälten Vocals oder das disharmonische Songwriting. Elyria werden es nicht hören wollen, aber in dem Genre-Bereich ist mir in den letzten 24 Monaten kein derart schwaches Werk in die Hände gekommen, wo es wirklich an jeder Ecke lichterloh brennt.

Fazit: Puh! Das meiste dürfte gesagt worden sein, empfehlen kann ich euch Reflection And Refraction von Elyria natürlich nicht. Schade, dass so viel Herzblut in einem Schwall den Bach runter geht. Das ganze Studioalbum hat keine klare Handschrift, kein Konzept, sondern setzt nach dem Motto "Female Fronted Metal wird schon ziehen", darauf, im aktuellen Strom mitschwimmen zu dürfen. Daraus wird jedoch nichts werden, denn dafür ist keines der dreizehn Stücke nur ansatzweise stark genug. Hört selber rein, wenn ihr es nicht glauben wollt!

Anspieltipps: Blind und Faceless
Rene W.
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