Ghost Iris – Apple Of Discord

Die Dänen haben viele gute Ansätze

Artist: Ghost Iris

Herkunft: Kopenhagen, Dänemark

Album: Apple Of Discord

Spiellänge: 36:21 Minuten

Genre: Progressive Metalcore

Release: 22.02.2019

Label: Long Branch Records

Link: https://ghostiris.bigcartel.com/

Bandmitglieder:

Gesang – Jesper Vicencio Gün
Gitarre – Nicklas Grønlund Thomsen
Bassgitarre – Daniel Leszkowicz
Schlagzeug – Sebastian Linnet

Tracklist:

  1. Apple Of Discord
  2. The Devil’s Plaything
  3. Final Tale
  4. After The Sun Sets Pt. II
  5. Beauty In Expiration
  6. The Rat & The Snake
  7. Heaven Was Pure Hell
  8. Cowardly Pride
  9. Magenta Moon
  10. Virus

Ghost Iris aus Dänemark hauen mit Apple Of Discord bereits in den Frühen des Jahres ihr drittes Album auf den Markt. Für Fans von Bands wie Novelists oder Periphery sollten die Dänen längst keine Unbekannten mehr sein, denn die Jungs durften ihr Können bereits auf einigen namhaften Festivals bzw. Touren unter Beweis stellen. Umso gespannter bin ich, ob Apple Of Discord das Level der vier Jungs noch steigern kann.

Das gleichnamige Intro Apple Of Discord lässt einen langsam in das Geschehen hineingleiten und geht nahtlos in The Devil’s Plaything über, welches durch den eingängigen Refrain direkt im Ohr bleibt und relativ vielversprechend klingt. Die Dänen machen ohne große Kompromisse weiter und hauen gleich zu Beginn von Final Tale den nächsten fetten Riff raus. Was mir schon relativ früh positiv aufgefallen ist, sind die gut arrangierten Gesangsspuren, die die Songs auf textlicher Basis sehr gezielt unterstützen. Grund dafür ist vor allem das extrem hohe Spektrum verschiedener Gesangstechniken – Screams, Guttural oder hier und da sogar sehr hoher Clean-Gesang, Ghost Iris haben von allem ein bisschen in petto!

Bei After The Sun Sets Pt. II habe ich hingegen das Gefühl, dass die Cleans dem Song nicht ganz so gut zu Gesicht stehen, wie noch in den Stücken zuvor. Irgendwie klingt das Ganze dadurch so „aufgesetzt“ und passt nach mehreren Durchgängen immer weniger zum Rest des Songs und versaut diesen somit leider etwas (obwohl der Mittelteil doch soo gut ist…)!

Trotz alledem ist eine gewisse Weiterentwicklung seit dem 2017er-Release Blind World durchaus spürbar. Doch gelingt es dem Quartett leider immer noch nicht so richtig, die Lieder so abwechslungsreich zu gestalten, dass man nicht das Gefühl hat, alles schon mal gehört zu haben. Schade eigentlich, denn es sind wirklich viele gute Ansätze zu hören, die aber immer wieder durch einen Breakdown oder einen Refrain an Fahrt verlieren. Das perfekte Beispiel dafür ist Beauty In Expiration, welches nicht besser beginnen könnte und doch gegen Ende nur noch so dahinplätschert!

Kommen wir aber jetzt mal wieder zu dem Positiven, wovon Apple Of Discord durchaus eine Menge von zu bieten hat – nämlich zu meinen zwei Lieblingen auf dem Silberling namens The Rat & The Snake und Heaven Was Pure Hell. Mit der Nummer sechs feuern Ghost Iris definitiv den härtesten Song des Albums raus und paaren Deathcore-Elemente gekonnt mit atmosphärischen Klängen. Und auch hier ist wieder ein nahtloser Übergang zu Heaven Was Pure Hell hörbar, wodurch sich Apple Of Discord das gesamte Album über irgendwie so „komplett“ und weniger abgehackt anhört. Zudem schafft Heaven Was Pure Hell genau das, wo es bei den Vorherigen noch etwas gehapert hat, nämlich den perfekten Mix aus Härte, Melodie und einem verdammt guten Breakdwon herzustellen.

Fazit
Ghost Iris haben es auf jeden Fall geschafft ein Album zu veröffentlichen, welches ein extrem hohes Spektrum an unterschiedlichen Styles darbietet, scheinen aber noch etwas zu unerfahren, dieses Können an den richtigen Stellen auszunutzen.

Anspieltipps: The Rat & The Snake, Heaven Was Pure Hell
Julian N.7.5
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