Illumishade – Livekonzert Stream am 23.05.2020

Eclyptic: Wake Of Shadows Album Release Show

Eventname: Illumishade – The Offical Album Release Show

Headliner: Illumishade

Ort: YouTube, Stream

Datum: 23.05.2020

Kosten: freier Zugang zum Stream

Genre: Progressive Rock, Progressive Metal, Symphonic Rock, Symphonic Metal

Besucher: ca. 700 Besucher

Veranstalter: Illumishade

Links: https://www.illumishade.ch/
https://www.facebook.com/illumishade/
https://www.instagram.com/illumishade_official/

Setliste:

  1. The Calling Winds
  2. Tales Of Time
  3. Crystal Silence
  4. Farewell Arcades
  5. What Have I Become
  6. Rise
  7. Into The Maelstrom
  8. Muse Of Unknown Forces
  9. Golden Lands
  10. Beyond The Obsidian Veil
  11. World’s End
  12. Glowing Tides
  13. Into The Unknown (Cover)

Eigentlich wollten Illumishade die Präsentation der ersten Scheibe bereits gestern in Zürich spielen. Wollten! 2020 ist vieles anders und so bleibt als Liveperfomance nur ein Geisterkonzert ohne Zuschauer. Illumishade veröffentlichten letzten Freitag ihren Erstling Eclyptic: Wake Of Shadows (Review hier). Bei Illumishade handelt es sich um ein Projekt rund um die beiden Eluveitie Musiker Fabienne Erni und Jonas Wolf. Fabienne stellte im Interview das Projekt genau vor (Klick). Bei dem Debütalbum geht es um ein Fantasy-Konzept, bei dem Magie, mystische Wesen, alte Rituale und heilige Traditionen sowie der Orden The Illumi musikalisch vertont werden. Da man eine Geschichte nicht in der Mitte zu erzählen anfängt und auch nicht am Ende, ergibt sich der Ablauf folgerichtig vom veröffentlichten Album. The Calling Winds ist der Opener und Fabienne steht als Mittelpunkt auf der Bühne, während die Gitarren schon mal das Gaspedal betätigen. Sehr beeindruckend sind der Sound und die Lichtshow bzw. das gesamte Bühnenbild. Das ist schon sehr ausgefeilt, was das Quintett da vom ersten Ton an auf die Bühne bzw. auf meinen Bildschirm zaubert. Tales Of Time ist einer meiner Favoriten auf dem Werk. Die Hoffnung, das Chrigel eventuell auch auf der Bühne zu sehen sein wird, erfüllt sich leider nicht. Er kommt vom Band, aber vielleicht ist da ja mal eine Option für später. Oder man könnte den Track ja auch auf eine Eluveitie Setlist bringen. Die halbe Truppe wäre auch dort verfügbar. Insgesamt kommt die Nummer mit reichlich Power und noch etwas druckvoller als die Studioversion aus den Boxen. Auch Crystal Silence kommt live für meinen Eindruck deutlich härter rüber. Aber gut, ich bin auch einfach ein Fan von Livekonzerten. Außer Fabienne halten die Musiker größtenteils ihre Positionen. Sie spielt auch Keyboard und wechselt so von der Frontfrau zum Keyboard bei What I Have Become. Der Song gehört nicht zu meinen Favoriten, aber was Fabienne da gesanglich abliefert, ist top. Es folgt Rise, ein weiterer, eher ruhiger Track. Fabienne bleibt am Keyboard und ich kann eigentlich die Worte wiederholen, die ich zu What I Have Become geschrieben habe. Mit Into The Maelstorm als Interlude geht es zu Muse Of The Unknown Forces, was den alten Metaller am Bildschirm natürlich sehr erfreut. Die Arbeit der Saitenfraktion zu Beginn ist einfach geil. Kommt live sogar am Bildschirm rüber. Für Golden Lands wechselt Fabienne wieder ans Keyboard und so langsam biegen Illumishade in Richtung Ende des Albums ein. Beyond The Obsidian Veil und World´s End sind stark miteinander verknüpft. Beim Instrumentalteil ist Fabienne kurzzeitig verschwunden und die Saitenbearbeiter stehen im Rampenlicht. Zu World´s End ist Fabienne aber wieder in der Mitte der Bühne und es geht nochmals richtig zur Sache mit einem Mix aus progressiver und symphonischer Musik. Es steigt dazu sogar Nebel auf. Mit dem Outro Glowing Tides geht die Reise zu Ende. Es regnet Konfetti und Fabienne spricht nun erstmals zum nicht vorhandenen Publikum bzw. zu den Menschen an den Bildschirmen und erklärt, dass man das Debütalbum nun erstmalig live gespielt hat und der leere Konzertsaal bzw. ein Streaming eine sehr spezielle und einzigartige Erfahrung ist. Mit Into The Unknown folgt ein Cover aus der Disney Welt. Dieses dürfte wohl die Handschrift von Fabienne als Musicalfan tragen. Kommt aber live auch gut rüber. Es klingt ein wenig nach Within Temptation oder Epica. Nach ca. 50 Minuten endet die erste Liveshow von Illumishade. Anschließend gibt es noch ein Runde Q&A, bei der das Quintett auf der Bühne Platz nimmt – natürlich unter Einhaltung der aktuellen Corona-Regeln. Hier kam nicht nur einmal das Wort „Dream Theater“ auf. Ja, bei der Richtung bin ich sofort dabei – wobei ich hier eher bei Ayreon wäre. Nach mehr als einer Stunde Q&A endet der Stream.

Fazit: Ganz starker Stream! Von Sound, Bühnenbild und der Kameraführung her war das schon sehr qualitativ und brillant. Wer nun Bock hat das Quintett zu sehen:

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