In Mourning – Monolith (Re-Release)

Neuauflage zum 10. Geburtstag

Artist: In Mourning

Herkunft: Vansbro, Dalarnas, Schweden

Album: Monolith (Re-Release)

Spiellänge: 59:15 Minuten

Genre: Melodic Death Metal, Progressive Metal

Release: 24.07.2020

Label: Agonia Records

Link: https://de-de.facebook.com/inmourningband/

Bandmitglieder:

Gesang und Gitarre – Tobias Netzell
Gitarre und Gesang – Björn Pettersson
Gitarre – Tim Nedergård
Bassgitarre – Sebastian Svalland
Schlagzeug – Joakim Strandberg Nilsson

Tracklist:

  1. For You To Know
  2. Debris
  3. The Poet And The Painter Of Souls
  4. The Smoke
  5. A Shade Of Plague
  6. With You Came Silence
  7. Pale Eye Revelation
  8. The Final Solution (Entering The Black Lodge)

In Mourning existieren 2020 bereits seit 20 Jahren. Aus der Provinz Dalarnas stammt das Quintett, mit der wohl auch im Metal recht bekannten Stadt Falun. Von Sabaton und Co. fühlte man sich aber anscheinend weniger inspiriert, es war wohl eher ein Mix aus Stockholm (Opeth) und Göteborg (In Flames, Dark Tranquillity, At The Gates, etc.). Es dauerte eine Zeit bis zum ersten Langeisen. Zunächst erschienen fünf Demos zwischen 2000 und 2006 und 2008 mit Shrouded Divine das Debütwerk. Genau vor zehn Jahren erschien das Konzeptalbum Monolith via Pulverised Records, mit denen die Band einen Zwei-Alben-Vertrag hatte. Das Album entstand im Black Lodge Studio von Produzenten und Toningenieur Jonas Kjellgren. Es folgten noch drei weitere Longplayer mit The Weight Of Oceans (2012), Afterglow (2016) und Garden Of Storms (2019). Zum zehnten Geburtstag der Scheibe gibt es nun via Agonia Records eine Neuauflage. Die mitwirkenden Musiker haben sich auch verändert. Am Bass und an den Drums gab es einen Wechsel (Pierre Stam zu Sebastian Svalland und Christian Netzell zu Joakim Strandberg Nilsson). Weiterhin sind jedoch drei Gitarren am Start, quasi das Markenzeichen der Herren.

Was gibt es zu hören? Es ist exakt das gleiche Material, welches bereits 2010 veröffentlicht wurde. For You To Know bietet progressiven Gitarrensound, melodische Passagen, gutturalen Gesang gemischt mit Screams und Klargesang, welche schon ein wenig an Opeth erinnern. Debris ist von der Saitenfraktion einen Schritt in Richtung melodischer Todesblei, bietet aber auch progressiven Sound mit dem Gesangsmix, welcher auch beim Opener zum Einsatz kommt. Der Refrain ist spätestens dann tief im Göteborger Metal angesiedelt. Bei The Poet And The Painter Of Souls bleibt der Mix – recht schnell gespielt und etwas mehr in Richtung reiner Todesblei mit progressiven Elementen. The Smoke ist mit achteinhalb Minuten Laufzeit schon mal ein Langläufer und damit ist eigentlich klar, dass es hier verschiedene Passagen zu hören gibt. Melodischer, guttural gesungener Metal mischt sich mit Klargesang und balladesken Passagen und dazu auch noch progressiver Gitarrensound. Sicher etwas sperrig insgesamt, aber meines Erachtens sehr gut zu hören, auch über die volle Länge. A Shade Of Plague ist der kürzeste Track und kommt mit einer Mischung aus progressivem und melodischem Death Metal um die Ecke. Bei With You Came Silence geht es wieder mehr in die progressive Ecke, hörenswert ist z.B. das Gesangsduo mit gutturalen und schreienden Tönen. Der Wechsel bleibt, Pale Eye Revelation ist wieder zugänglicher und runder, liefert aber ansonsten die üblichen Trademarks auf der Scheibe. Der Rausschmeißer ist mehr als 13 Minuten lang. The Final Solution (Entering The Black Lodge) orientiert sich natürlich wieder eher in Richtung progressive Metal und Opeth. In der Mitte des Tracks gibt es eine Art Interlude, wo es ruhig akustisch zugeht mit Gewittergrollen im Hintergrund, bevor es bei ca. neuneinhalb Minuten wieder richtig zur Sache geht. Ganz starkes Ding.

In Mourning – Monolith (Re-Release)
Fazit
Zunächst bewerte ich das Release mal musikalisch. Zehn Jahre später klingt die Scheibe immer noch gleich gut. Es gibt genügend Abwechslung und sollte dem eher in Richtung progressivem Metal festgelegten Anhänger wie auch dem Freund von melodischem Todesblei durchaus gefallen. Die Scheibe hat was, auch wenn der oft zitierte Vergleich mit früheren Opeth Werken sicher etwas hinkt. Es sind nicht alles Killer auf der Scheibe, aber eine interessante Metal Mischung aus Schweden.

Das Re-Release als Hardware beruht nach Aussage des Labels auf der Tatsache, dass die Hardware des 2010 Releases komplett vergriffen ist. Wer also die Scheibe aus dem Jahr 2010 besitzt, verpasst auf der 2020 Version nichts. Hier wurde nicht geschummelt und noch mal zwei neue Bonustracks draufgepackt, sondern die Songs einfach nur noch mal neu eingespielt. Von daher kann ich auch mit der Neuauflage gut leben.

Anspieltipps: Debris, The Smoke und The Final Solution (Entering The Black Lodge)
Jürgen F.
8.7
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