Kampfar – Djevelmakt

“Kampfar wie eh und je!“

Artist: Kampfar

Album: Djevelmakt

Spiellänge: 49:05 Minuten

Genre: Norwegian Black Metal

Release: 27.01.2014

Label: Indie Recordings

Link: http://www.kampfar.com

Klingt wie: Taake und Enslaved

Bandmitglieder:

Gesang – Dolk
Gitarre – Ole
Bass – Jon
Keyboard – Ole
Schlagzeug – Ask Ty

Tracklist:

  1. Mylder
  2. Kujon
  3. Blod, Edger og Galle
  4. Swarm Norvegicus
  5. Fortapelse
  6. De Dodes Fane
  7. Svarte Sjelers Salme
  8. Our Hounds, Our Legion

Kampfar - Djevelmakt

Die Norweger Kampfar sind schon seit Längerem kein unbeschriebenes Blatt in der Black Metal-Szene. Daher ist es auch keine Überraschung, dass die Black Metal- Gemeinde sich schon länger auf diese Veröffentlichung freut, die auch gleichzeitig das 20-jährige bestehen dieser Band krönt.

Mit Ihrem zehnten Album werden dem Hörer acht brandneue Tracks geboten. Mylder, der Opener, steigt mit sanften Keyboardklängen in die Materie, bis die Post abgeht. Dolk bietet wie gehabt die norwegischen Vocals zum Besten. Kujon ist wieder ein Song, der den bereits eingefleischten Fans gefallen wird. Der Sound ist verschwommen und es mangelt nicht an Atmosphäre. Blod, Eder og Galla besticht mit seiner rhythmischen Songstruktur und belegt, dass es sich bei Black Metal nicht nur um Monotonie handeln muss, denn Blod, Eger og Galla ist recht Komplex und sorgt für reichlich Hörvergnügen. Swarm Norvegicus verschafft durch das Einbringen elektronischer Komponenten sowie das Verschleppen des Tempos besondere Düsterkeit. Fortapelse ist ein typischer Kampfar Track, der an längst vergangene Tage des Album`s Kvass erinnert. Für Metal- Interessierte, denen die Band Kampfar noch kein Begriff ist, sollte erwähnt werden, dass es sich hierbei nicht um klassischen, rohen Black Metal handelt, sondern es in die Richtung der Pagan Black Metaller Enslaved geht. „De Dodes Fane“ ist schneller und brachialer als das bereits gehörte, trägt mitunter dazu bei, dass es im Gesamtkonzept nicht zu Langeweile kommt. Mit Svarte Sjelers Salme wären wird dann auch schon beim vorletzten Song angekommen: dieser unterstreicht abermals die Qualitäten Kampfar´s; nämlich kalte düstere Atmosphäre, Abwechslungsreichtum und ein Konzept, dass vom Anfang bis zum Ende stimmig ist. Der Rausschmeißer „Our Hounds, Our Legion“ lässt uns mit Wehmut daran erinnern, dass es das schon wieder gewesen ist und wir geduldig auf das nächste Album zu warten haben.

Fazit: Ein Kampfar Album wie eh und je. Der ein oder andere weitere Track hätte es ruhig sein dürfen, aber man kann nicht alles haben. Wer Kampfar dieses Jahr noch live erleben möchte, hat unter anderem die Gelegenheit, sie auf dem Party.San-Open Air 2014 zu erleben.

Anspieltipps: Swarm Norvegicus, Fortapelse und De Dodes Fane
Markus W.
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