Angel Crew – XIV

“Aufbauendes Intro, sehr schnelle Riffs, eingesprochene Text Aussagen, Breakdowns und abwechslungsreicher Gesang!“

Artist: Angel Crew

Herkunft: Belgien

Album: XIV

Spiellänge: 38:26 Minuten

Genre: Hardcore

Release: 18.11.2016

Label: Strength / Cargo

Link: https://www.facebook.com/angelcrewHC/

Tracklist:

  1. Bobardier
  2. Stabbing Bastards
  3. Skulls & Bones
  4. Nothing Is Wrong
  5. Road To Redemption
  6. The Fear Of Fear Itself
  7. Crucify Me
  8. Broken Promises
  9. Kings Of Dogs
  10. Dead Beat
  11. Beat The Bastards
  12. Crushing Innocence

Es herrschte lange Funkstille bevor die belgische Hardcore Band Angel Crew mit XIV ihr drittes Album Ende des Jahres 2016 herausbrachte. Liefert die Band mit dieser Platte also ein erfolgreiches Comeback, welches sich gelohnt hat, drauf zu warten?
Der erste Track Bombardier beginnt mit einem kurzen Intro, welches den Zuhörer aber kaum Luft holen lässt, bevor die belgische Band in altbekannter Hardcore Manier mit schnellen Riffs und dem typischen Gesang loslegt. Die instrumentalen Parts sind vor allem mit kurzen Riffs und Breakdowns geprägt. Der Chorus überrascht dann aber durch seine Melodik. Bombardier scheint wie ein Konzeptsong, der live definitiv jeden Hardcore Fan zum Ausrasten bringen sollte.
Stabbing Bastards nimmt sich gar keine Zeit mit einem Intro, sondern legt mit der ersten Note auch gleich den „Gesang“ nach. Insgesamt erscheint der Song ein wenig schneller in den Riffs, wirkt aber dennoch ähnlich kontrolliert und geplant wie der erste Song. Diese Kontrolle verliert sich aber etwas mehr in der zweiten Hälfte, was dem Hardcore Charakter von Angel Crew sehr gut steht.
Skulls & Bones überrascht mit einem coolen Gitarrenintro, welches fast einem klassischen Rock Song ähnelt. Es erscheint hier allgemein wieder mehr Melodik zu herrschen. Auch das eingebaute Gitarrensolo bringt etwas frischen Wind in die Platte, und auch wenn Skulls & Bones damit wohl nicht zum härtesten Song der Platte wird, so weiß er doch durch Abwechslung zu gefallen.
Nothing Is Wrong kehrt wieder zum bekannten Hardcore Manier mit schnellen Riffs und Schnappatmung zurück. Insgesamt wirken viele Songs auf dem Album trotz der unterschiedlichen Elemente sich zu nah, womit eine gewisse Eintönigkeit einzukehren scheint.
The Fear Of Fear Itself ist alleine schon einmal ein wahrlich geiler Titel. Hier versuchen Angel Crew auch etwas mit dem Gesang zu variieren. Man könnte fast meinen man versuche in die Stilmittel von Rock einzubrechen – zumindest ist dieser Track um einiges gesanglastiger als noch die Vorgänger. Ein leichter Stilwechsel, der Angel Crew eigentlich recht gut steht.
Broken Promises beginnt anders: Erst einmal ein Statement über das Leben, welches mit Gitarren untermalt wird, bevor der Song selbst dann erst richtig losbricht. Hier kombinieren Angel Crew sehr gut ihren altbekannten Hardcore mit wenigen Rockelementen und einem melodischen Chorus – ein Song, der definitiv jeden zur Bewegung bringen sollte.
Beat The Bastards, ein Cover von The Expolited, hätte nahe zum Schluss noch etwas für mehr frischen Wind sorgen können, schafft es jedoch nicht so recht sich stark von den anderen Songs auf der Platte abzuheben. Lediglich das Gitarrensolo bringt genau diese kleine Veränderung – man hätte durchaus mehr davon im Song hören können.
Der letzte Song Crushing Innocence bietet zum Schluss noch einmal alles: aufbauendes Intro, sehr schnelle Riffs, eingesprochene Textaussagen, Breakdowns und abwechslungsreicher Gesang. Definitiv ein würdiger Abschluss für die schnelle Platte.

 

 

Fazit: Angel Crew haben es leider nie wirklich geschafft sich fundamental von anderen Hardcore Gruppen zu unterscheiden. Und die lange Funkstille hat wohl nicht unbedingt geholfen im Gedächtnis zu bleiben. Dennoch liefert die belgische Band mit ihrem dritten Album XIV eine sehr gute, rasante Hardcore Partie ab, die wohl jeden Fan vom Genre begeistern kann. Die direkte Art der Songs und die leichten instrumentellen Experimente wirken dabei sehr erfrischend. Man kann nur hoffen, dass keine weitere lange Pause ansteht.

Anspieltipps: Crushing Innocence, The Fear of Fear Itself, Bombardier,
Anabel S.6.5
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6.5

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