Overkill – The Electric Age

“Ihr wollt nicht die Katze im Sack kaufen? Dann hört vor ab mal rein und stürmt danach zu eurem Plattendealer!“

Artist: Overkill

Album: The Electric Age

Spiellänge: 50:32 Minuten

Genre: Thrash Metal

Release: 30.03.2012

Label: Nuclear Blast

Link: http://wreckingcrew.com/Ironbound/

Klingt wie: Overkill

Bandmitglieder:

Gesang – Bobby „Blitz“ Elsworth
Gitarre – Derek Tailer
Gitarre – Dave Linsk
Bass – D.D. Verni
Schlagzeug – Ron Lipnicki

Tracklist:

  1. Come And Get It
  2. Electric Rattlesnake
  3. Wish You Were Dead
  4. Black Daze
  5. Save Yourself
  6. Drop The Hammer
  7. 21st Century Man
  8. Old Wounds, New Scars
  9. All Over But The Shouting
  10. Good Night

Overkill, die US-amerikanische Thrash Metal-Band, die mittlerweile seit 1980 ihr Unwesen im Metal-Business treiben, haben das sage und schreibe 17. Studio-Album ihrer Karriere über Nuclear Blast fertig gestellt. Dieses neue Werk hört auf den Namen The Electric Age und wird durch ein in giftgrün gehaltenes Cover optisch vertreten. Musikalisch wurden zehn neue Tracks auf die Konserve gedruckt, die, wie sollte es anders sein, durch prägnante Trash-Hits mit der unverkennbaren Stimme von Bobby „Blitz“ Elsworth veredelt wurden.

Der Start in den neue Epos gelingt reibungslos: verzerrte Gitarren mit dem rhythmischen Uhrwerk von Schlagzeuger Ron Lipnicki ebnen den Ritt in das im Vorfeld von vielen geliebäugelte Werk The Electric Age. Nach der durchwachsenen Vergangenheit der Band, die erst mit dem letzten Album Ironbound an die Höhepunkte der erfolgreichen 80iger Jahre anknüpfen konnte, hinterließ viele Metalheads verunsichert, was sie beim nächsten Overkill Album erwarten wird. Ich kann vorab schon mal soviel verraten das sich der neuste Longplayer auf ähnlichem Niveau beschreiben lassen kann, wie der Vorgänger.

Groovige Riffs liefern das Erscheinungsbild, welches durch diverse starke Einzelleistungen in Form von Soli durchgezogen wird. Dabei werden gekonnt die Songs variiert und die Erfahrung, die nach über 30 Jahren einfach nicht von der Hand zu weisen ist, geschickt ausgenutzt. Dabei ist der einzige Knackpunkt oder auch ein gelungenes Highlight der Gesang von Bobby „Blitz“ Elsworth, der wie kaum ein anderer Sänger von den Trash Metal-Fans zwiespaltig aufgenommen wird. Das soll sich auch auf der Scheibe The Electric Age nicht ändern, so dürfte die Meinung zwischen geiler Scheiß und müde Nummer bei den Hörern stark auseinander driften.

Für alteingesessene Overkill Fans wird jedoch ordentlich was geboten, die Nummer Save Yourself erinnert an die fast in Vergessenheit geratenen 80iger Jahre, die die Gruppe aus dem Umland von New York so legendär machten. Der Song Old Wounds, New Scars lässt von der ersten Sekunde das Herz des offenen Thrashers höher schlagen. Zwar werden keine deftigen Highspeed-Riffs serviert, dafür zerreißen gewaltige Breaks die musikalische Landschaft des Tracks, natürlich im positiven Sinne. Als „Rauschmeißer“ setzt der letzte Song Good Night einen würdigen Abschluss für ein abwechslungsreiches Werk, welches durch feine Spielereien den Stempel „hörenswert“ aufgedrückt bekommt.

Fazit: Mein Fazit zu The Electric Age sieht wie folgt aus: Overkill wissen es durch alte und moderne Einflüsse ihr 17. Album zu kreieren, sodass jung und alt zufrieden den Klängen lauschen können. Diese Brücke schlagen zu können, dürfte dem neusten Werk der Overkill-Sammlung ein recht gutes Ansehen bescheren. Von mir gibt es zufriedene acht von zehn Punkten. Ihr wollt nicht die Katze im Sack kaufen? Dann hört vor ab mal rein und stürmt danach zu eurem Plattendealer! Anspieltipps: Electric Rattlesnake und Save Yourself
Rene W.
8
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