Panssarituho – Loputon Teurastus

No Ideology, No Politics, No Bullshit - Just Pure Fucking Metal

Artist: Panssarituho

Herkunft: Finnland

Album: Loputon Teurastus

Spiellänge: 30:47 Minuten

Genre: Death Metal

Release: 01.06.2021

Label: Eigenproduktion

Link: https://panssarituho.bandcamp.com/

Bandmitglieder:

Gesang und Gitarre – Extermus
Bassgitarre – Invicto
Schlagzeug – Marcellarius

Tracklist:

  1. Tuleen Kastetut
  2. Minä Olen Kuolema
  3. Loputon Teurastus
  4. Kadonnut
  5. Ikuinen Kidutus
  6. Pyhä Tappaja
  7. Kidutustappaja
  8. Kuolema Kutsuu Kaikkia Tänää

No Ideology, No Politics, No Bullshit – Just Pure Fucking Metal – so steht es auf der Bandcamp-Seite der Band Panssarituho. Mit dieser Old School Attitüde versehen, musizieren diese drei Finnen seit 2019 zusammen. Im Jahre 2020 brachte man zwei Demos heraus und nun kommt das erwartete erste Album aus dem Land der Sauna und Flora.

Die finnische Reise geht los mit Tuleen Kastetut. Kurze Androhung, dann voll auf die zwölf und ab in einen groovigen Part. Kommt ganz gut, aber was Neues hört man nicht. Trotzdem macht diese Spielart einfach gute Laune, weil sie das machen, worauf sie Bock haben. Einfach nur Metal spielen. Dieses melodische, lang gezogene Lead ist auch wirklich geil und das Solo schockt total. Kleine technische Spielereien und slayerlastige Grooves machen den Song sehr fett, der ansonsten einfach nur schnell vorgetragen wird und einen förmlich überrollt. Ja, kommt schon ganz geil.

Auch der Anfang von Minä Olen Kuolema lädt einen zum Headbangen ein, bevor man dann wieder die Geschwindigkeitsschiene fährt. Thrashige Riffs bestimmen hier das Geschehen und werden mit deathmetallischer Brutalität kombiniert. Der Gesang kommt auch fett und aggressiv. Ja, läuft rund. Die Haare wackeln, was will man mehr. Dieses thrashige Riffing ist echt geil und was soll ich sagen, es gibt wieder ein geiles Solo, welches einfach niedergeballert wird.

Bei Loputon Teurastus schleicht man erst einmal herum und lullt einen ein wenig ein. Ein paar Vorspieler zur Androhung, ein sicker Gesang und dann natürlich volle Attacke. So langsam habe ich mich auch an den Sound gewöhnt und beim zweiten und dritten Durchlauf hat mich dieser auch kaum noch gestört. Hier zeigen sie sich von ihrer wilden Seite und sind sehr fix unterwegs. Gefällt mir. Immer schön auf die zwölf, aber das melodische Lead kann auch was.

Bei Ikuinen Kidutus, dem längsten Song auf dem Album, zeigt man sich von der spielerischen Seite. Alle ihre Trademarks sind natürlich vertreten, aber es werden hier sehr eingängige Riffs präsentiert und man groovt z.B. auf ganz hohem Niveau. Der Part killt wirklich. Stark.

Kidutustappaja legt mit einem kleinen Intro los und gibt dann im Midtempo die Marschrichtung vor. Dieses Tempo hält aber nur kurz. Mit lang gezogenem Riffing zieht man schön schnell in die Metalschlacht. Ein Wechsel ins Groovige erfolgt. Alles schön old schoolig und wieder zieht man die Reißleine und bietet Vollgummi. Der Gesang ist eher aggressiv als tief und passt zu dem Geballer, da auch sehr thrashige Riffs verbraten werden, aber überwiegend behält der Death Metal die Oberhand. Klingt ein wenig chaotisch und dann ist auch schon irgendwie Schluss. Hm, gelungener Überfall.

Kuolema Kutsuu Kaikkia Tänää kommt zu Beginn auch eher groovig, wechselt aber dann immer mal die Geschwindigkeit innerhalb des Parts. Die Doublebass baut ordentlich Druck auf. Ein thrashiges Riff folgt und dieses wird ordentlich niedergemetzelt. Ein langsames Gitarrenriff wird mit durchlaufenden Drums vorgetragen. Kommt gut. Danach holt man wieder ordentlich die Keule raus. Der Sound ist auf alt getrimmt, hätte aber meines Erachtens besser klingen können, auch wenn er schön schmutzig herüberkommt. Das Solo ist erste Sahne, da gibt es nichts dran zu rütteln. Man wiederholt sich und dann ist auch schon wieder Ende.

Nach dreißig Minuten ist der Saunagang auch schon beendet und man darf sich durchaus umdrehen, um einen erneuten Gang zu wagen. Macht Laune, auch wenn einen nicht alles umhaut.

Panssarituho – Loputon Teurastus
Fazit
Mit wilden Riffs, wütendem Drumming, teilweise chaotischen Parts und aggressiven Vocals beglücken und diese drei Finnen auf ihrem Debüt. Der Death Metal regiert die Welt, aber es sind auch sehr viel thrashige Riffs dabei und auch heavige Ausflüge sind zu vernehmen. Sicherlich ist noch Platz nach oben, aber gute Laune verbreitet dieses Album allemal.

Anspieltipps: Loputon Teurastus und Ikuinen Kidutus
Michael E.
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