Potentiam – Years in the Shadows

„Nich nur Schnee von gestern“

Artist: Potentiam

Album: Years in the Shadows

Spiellänge: 50:19 Minuten

Genre: Progressiv/Melodic Black Metal

Release: 19.01.2007

Label: Schwarzdorn Productions

Link: http://www.myspace.com/potentiam

Klingt wie: Fortid

Band Mitglieder:

Eldur – Gitarre, Gesang
Forn – Gitarre, Keyboards
Berti – Bass
G.Ó. Pálmason – Schlagzeug

Tracklist:

  1. Elysium
  2. Mirror God
  3. The Idolized
  4. Eternity’s Dark Embrace
  5. 8 For Holy Rebels
  6. Chameleon
  7. Black Light
  8. Star Of The 10th Moon

Potentiam, die sich im Jahre 1997 in Island gegründet haben, veröffentlichten 2007 das Album Years in the Shadows, auf das ich heute rückwirkend eingehen möchte. Die Scheibe wurde über Schwarzdorn Productions vertrieben und kommt auf acht Songs, die eine Spielzeit von 50 Minuten umfasst. Musikalisch bewegen sich die Isländer nicht im Mainstream und zelebrieren einen Mix aus Melodic und Progressiv Black Metal. Dieser kommt aber, durch die gut gestrickte Soundwand, gut zum Tragen. Mirror God zum Beispiel lässt, wie die meisten Stücke, weitläufige Melodien zu, die einfach mal Minuten lang ohne Gesang dargeboten werden ohne, dass dem Hörer eine Komponente fehlt. Stampfende und Schwergängige Riffs werden wie bei The Idolized verwendet und bieten Raum für hohen, gequälten Gesang, der die progressive Ader der Band wiederspiegelt. Vom Black Metal bekannte Shouts dürfen da auf keinen Fall fehlen – diese werden immer wieder mit untergebracht und verleihen den Songs einen angenehmen Flair. Tieftraurige Klänge schlägt der kürzeste Track Eternity’s Dark Embrace an, der auf eine Spielzeit von etwa drei Minuten kommt. Im hinteren Bereich des Albums ist Black Light noch besonders zu erwähnen: Der Song erinnert mit seinen rockigen Einlagen an die Landsleute von Sólstafir.

Fazit: Eine runde Scheibe, die genau das hält, was sie verspricht. Kalte, tief ergreifende Klänge, die sich in rockiger Gestalt durch das Album spielen, aber niemals die Black Metal Note aus den Augen verlieren. Zu jeder Zeit düster und drückend werden die Songs auf den Hörer losgelassen. Eine wahre Freude für Genreliebhaber. Auch wenn die Scheibe schon bereits verstaubt in einigen CD-Regalen stehen dürfte, der Lack ist nicht ab und hat auch einen Platz in Eurer Sammlung verdient. Anspieltipps: Mirror God und Black Light
Rene W.
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