Seven Witches – Call Upon The Wicked

„Nach vier Jahren ein neues Album im Gepäck der US-Power Metaler Seven Witches“

Artist: Seven Witches

Album: Call Upon The Wicked

Spiellänge: 61:12 Minuten

Genre: Heavy Metal / US-Power Metal

Release: 03.06.2011

Label: Massacre Records

Link: http://www.sevenwitches.net/

Klingt wie: Helstar, Metal Church

Bandmitglieder:

James Rivera – Gesang
Jack Frost – Gitarre
Mike LePond – Bass
Taz Marazz – Schlagzeug

Tracklist:

  1. Fields Of Fire
  2. Lilith
  3. Call Upon The Wicked
  4. Ragnarock
  5. End Of Days
  6. Mind Games
  7. Harlot Of Troy
  8. Eyes Of Fame
  9. White Room (The Cream-Cover)
  10. Metal Tyrant (Bonustrack)
  11. Metal Asylum (Bonustrack)
  12. Jacob (Bonustrack)

Mit Call Upon The Wicked wurde bereits das achte Album der Gruppe Seven Witches um Gitarrist und Produzent Jack Frost fertig gestellt. Ganze vier Jahre mussten die Seven Witches-Fans auf dieses Album warten, welches am 03.06.2011 auf den CD-Markt gekommen ist. In ihrer 13-jährigen Karriere durchlebte die Band aus New Jersey einige Besetzungswechsel, konnten aber immer an ihrer Heavy/Power Metal-Schiene festhalten. Mit James Rivera ergreift nun ein Altbekannter das Mikrophon, der bereits in der Vergangenheit Gastsänger-Parts übernommen hat und durch sein Wirken bei Helstar bekannt ist.

Mit Fields Of Fire wird das Werk eröffnet: angenehmer, smoother Sound dringt aus den Boxen und James Rivera gibt zum ersten Mal seinen Senf dazu. Rhythmisch und mit soliden Solis wird der erste Song vorgetragen, der sich schon mal sehen lassen kann. Wenn man Seven Witches mit europäischem Power Metal vergleicht, fällt einem direkt die langsamere Spielweise, sowie die gedrosselte Power auf. Dafür greifen die Amerikaner wie auch beim zweiten Track Lilith mehr in die Heavy Metal-Kiste und lassen so Vergleiche zu Judas Priest und Co zu. Auch der Titelsong Call Upon The Wicked übernimmt das rockige Flair, das man sich sehr gut anhören kann, auch wenn es so nichts besonderes ist. Jack Frost macht einen guten Job an seiner Gitarre und vorallem Frontmann James Rivera kann sich gut in das Projekt einbinden. Ein nicht gerade außergewöhnlicher Songtitel ist Ragnarock, der sich hier aber zum musikalischen Leckerbissen entpuppt! James Rivera wechselt durchgehend seine Gesangslage, vor allem sein rauchiger Gesang gibt der Nummer eine spezielle Note, die durch den lockeren Refrain noch besser ankommt.

End Of Days, das längste Stück dieser Scheibe, bringt einen kleinen Cut in das Album. Bei diesem Song gesellt sich ein recht ansprechender Frauengesang in die Musik der US-Amerikaner. Von vielen Solis zerrissen, durchlebt der Song viele verschiedene Soundlagen, die so zu einer sehr experimentellen Produktion führen. Nach diesem Mammutwerk folgt wieder leichtere Kos: Mind Gamesein Song, der etwas auf’s Gas tritt und Call Upon The Wicked von einer schnelleren Seite präsentiert. Diese Old School Speed Metal-Spielart wird direkt beim darauffolgenden Track Harlot Of Troy weitergeführt. Der galoppierende Sound wird durch einen ziemlich hohen und auch den gewohnten tieferen Gesang geprägt und lässt wiederum viel Platz für Jack Frost, der sich wieder frei entfalten kann. White Room, das The Cream-Cover, setzt ein gutes und interessantes reguläres Ende. Was sich an letzter Position wirklich gut macht. Als Bonus folgen noch drei weitere Songs die live aufgenommen wurden.

Fazit: Kein herausragendes Werk, aber schön flüssig, was uns Seven Witches mit Call Upon The Wicked da eingespielt haben. Das Niveau ist durchgehend hoch und es werden viele ansprechende Solis in den Songs verarbeitet. Der Gesang von James Rivera passt auch hundertprozentig ins Paket und kann vor allem mit seiner Vielseitigkeit punkten. Dennoch ist noch eine Lücke zu Bands wie Judas Priest zu erkennen- ein Grund, wieso es dieses mal keine volle Punktzahl gibt. So gibt es von mir für Seven Witches 7,5 von 10 Punkten und eine Hörempfehlung für alle, die sich für Heavy Metal, US-Power Metal und alten Speed Metal interessieren. Für Fans die seit vier Jahren auf Call Upon The Wicked warten, kann ich beruhigt eine Kaufempfehlung aussprechen! Anspieltipps: Ragnarock und Harlot Of Troy
Rene W.
7.5
7.5
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