Stratovarius – Eternal

“Auf auf meine Freunde in diese epische Schlacht!“

Artist: Stratovarius

Herkunft: Finnland

Album: Eternal

Spiellänge: 54:35 Minuten

Genre: Power Metal, Heavy Meal, Metal

Release: 11.09.2015

Label: earMUSIC, Edel

Link: www.facebook.com/stratovarius

Bandmitglieder:

Gesang – Timo Koptipelto
Gitarre – Mathias Kupiainen
Bassgitarre – Lauri Porra
Keyboard – Jens Johansson
Schlagzeug – Rolf Pilve

Tracklist:
1. My Eternal Dream
2. Shine In The Dark
3. Rise Above It
4. Lost Without A Trace
5. Feeding The Fire
6. In My Line Of Work
7. Man In The Mirror
8. Few Are Those
9. Fire In Your Eyes
10. Lost Saga

Stratovarius - Eternal

Die finnischen Erfolgs Power Metaler von Stratovarius feiern ihr fünfzehntes Album, Best Of und Live Platten mit eingerechnet. Das gute Stück hört kurz und knapp auf den Namen Eternal, und konnte in den letzten Tagen bereits in die heimischen wie auch in die deutschen Album Charts vordringen. Damit schaffen die fünf Musiker bei uns sogar durch Platz 27 die beste Position ihrer Kariere. Dass die Charts kein Garant für ein starkes Album sein müssen, macht es umso spannender, mal in die neuen zehn Titel reinzuhören.

Lebhaft kurbeln die Skandinavier My Eternal Dream an, der weniger auf die alte Schule des klassischen Heavy Metal setzt. Vielmehr strotzt der Song vor Power, ohne zu übermotiviert den Start aufs rutschige Parkett hinzulegen. Lockere genretypische Klänge nehmen den Hörer geschwind bei der Hand in eine niemals endende epische Schlacht. Da hat man von Stratovarius in der Vergangenheit wirklich verhaltenere Opener in die Ohren bekommen. Dass dieser gute Eindruck nicht gleich wieder verpufft, liegt an Shine In The Dark und Rise Above It, die dem ersten Werk in nichts nachstehen. Mathias Kupiainen zeigt an seiner Axt, dass ein dominanter Gitarrist viel ausmachen kann, vor allem im Bereich Heavy und Power Metal. Ganz ohne langsame Elemente können Timo Kotipelto und seine Kollegen nicht, diese Verschnaufpausen setzten die erfahrenen Künstler liebevoll um. An emotionalen Balladen geizt Eternal nicht, und theatralisch werden meist vier bis fünf Minuten lange Hits dem Käufer butterweich aufs Trommelfell gespielt. Zum Schluss darf der Hörer dann durch den beinahe zwölf Minuten langen Rausschmeißer Lost Saga pflügen, der hält was er verspricht.

 

Fazit: Ohne Witz Stratovarius haben eindeutig langweiligere Platten produziert. Nicht, dass mal völlig belangloses Material dabei gewesen wäre, aber Eternal legt Power an den Tag, die nicht zwingend typisch für die Combo ist. Refrains ja, zum Glück aber keine Klischeekeule die am Fleischwolf "Replay" erstickt. Das Erfolgsrezept heißt, eine frische und moderne Gestaltung zu kreieren, die einem nicht den Dolch in die früher zelebrierte Kunst sticht und unglaubwürdig macht. Das ist gelungen, und der staubige achtziger Mief wird nicht noch weiter mitgeschleppt. Eternal ist episch und auf dem Level, wie man es 2015 erwartet!

Anspieltipps: My Eternal Dream, Rise Above It und Lost Saga
Rene W.
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